Mich macht diese Entwicklung nicht glücklich, denn den Vergleich zu Word habe ich gar nicht und es gibt deshalb für mich keinen Anreiz, dieses unbekannte Programm nachzubilden. Das soll nur ein Beispiel von vielen möglichen sein. Solche Änderungen bedeuten mir auch keine Entwicklung, sie sind lästige Spielereien.
Sehe ich genauso und finde das Beispiel Word-LibreOffice exemplarisch.
Ähnlich war's ja mit dieser "Aqua"Oberfläche Apples die dann plötzlich jedes Deskop-Projekt nachahmen "musste".
Dass es allerdings besonders am Marketing liegen sollte, sehe ich weniger. Wenn, dann ist's Bequemlichkeit.
Meist wird Bequemlichkeit ja noch mit "Gewöhnung" entschuldigt.
Ob es um Darstellung, Bedienung oder Sicherheit usw geht - Bequemlichkeit ist doch schlussendlich der Grund für Monolopisierung (im weitesten Sinn gemeint).
Es gibt schon zahlreiche Leute, die gerne ein anderes System - ja auch eine andere Oberfläche - nutzen würden, aber dann schlichtweg zu bequem sind, sich den Aufwand dafür zu leisten.
Firefox, GIMP Libre/OpenOffice und andere sehr verbreitete OpenSource Anwenderprogramme sind ein gutes Beispiel dafür, dass es alleinig am "Element OpenSource" ja nicht liegen kann.
Die Verbreitung solcher Programme liegt an der kostenfreien Nutzung.
Was die Desktops betrifft : es liegt ebenso an den Anwendern. Projekte wie KDE, GNOME usw fänden doch nicht dermassen Verbreitung, wenn es nicht genügend Anzahl Anwender gäbe, die ihren Kollegen und Freunden auch mal "Sieh' mal was OpenSource kann" zeigen wollten - und eben auch zu bequem sind.
Ähnlich verhält es sich ja auch unter OpenSource Programmen. Auch da sind die meisten am verbreitesten, die Bequemlichkeit und Funktionsreichtum versprechen.
Ich wunderte mich schon bei meinem Einstieg in die OpenSource OS-Welt (openSuse11.3; 2010) dass KDE & GNOME beinahe eine Monopolstellung haben und offensichtlich die meist verbreiteten Oberflächen sind - nebst Unity. Wo es doch mit LXDE und xfce Alternativen gäbe die mehr als nur genügen würden.
Es handelt sich um Bequemlichkeit der wir in sämtlichen technischen Dingen begegnen. Höchstens dort wo wir präferenzierte Prioritäten setzen, weichen wir davon ab.
Ich bin froh, wäscht meine Geschirrspülmaschine weitgehendst autonom, auf der anderen Seite entwickle ich nach wie vor selber SchwarzWeiss Negative.