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NomadBSD - ein LiveUSB-System basierend auf FreeBSD 11.1

Rakor

Administrator
Mitarbeiter
Man kann im übrigen nie zu viele USB-Sticks haben.... und oft sind drei billige "besser" als ein Hochleistungsstick.... Aber das nur am Rande
 

teisho

Well-Known Member
Danke, @ralli!
Es wäre toll, wenn diejenigen von Euch, die über ein System mit moderner Intel-GPU > Haswell verfügen, das Pre-Release-Image hinsichtlich der Grafik testen könnten.

Das Image gibt es hier, die Prüfsumme gibt es hier.

Code:
# unlzma nomadbsd-1.1pre-1.efi.lzma
# dd if=nomadbsd-1.1pre-1.efi of=/dev/da0 bs=1m conv=sync
Gerade spaßeshalber in der Mittagspause auf meinem T460 mit Skylake (Intel HD Graphics 520) getestet.
Läuft! Mehr kann ich leider gerade nicht testen.
 
Guten morgen @marcel,

jetzt bist Du endlich dran. Ich habe hier ein frisches FreeBSD 11.1 (AMD64 Architektur) installiert und noch einen 16 GB USB 3 Stick, der wohl derzeit mit msdos formatiert ist. Wie gehe ich jetzt vor? Einfach das Image ziehen und mit dd da drauf bügeln? Und anschließend einfach von USB starten? Danke! Ich bin gespannt, ob er die Intel GPU erkennt.
 

pit234a

Well-Known Member
Einfach das Image ziehen und mit dd da drauf bügeln?
image downloaden, sha Summe vergleichen, entpacken und dann mit dd auf den Stick.
So war das bei der letzten Version, davor hatte ich auch schon mal die sha-Summe für das entpackte Image bekommen, wenn ich nicht irre.
marcel hat das in einem der letzten Posts genauer beschrieben.

@marcel :
habe es nun auf mehreren Rechnern mal kurz anlaufen lassen. Für mich ist das ja eher ein Notsystem, als dass ich es täglich einsetzen möchte.
Auf einem getesteten Mac-Book wurde mir der Stick gar nicht als Bootmedium präsentiert, was unüblich ist. Ein FreeBSD-memstick wird da erkannt, soweit ich mich erinnere. Ich habe mir das alles gar nicht weiter angesehen, aber ganz sicher ist auf einem PC Nomad-BSD im UEFI_Modus gebootet, so dass eigentlich alle Voraussetzungen vorhanden sein müssten, dass es auch an einem Mac booten würde.
 
Hallo @marcel, hier wie versprochen ein kleiner Erfahrungsbericht:

das entpacken und die Übertragung auf den USB Stick verliefen reibungslos, die anschließende Konfiguration ebenfalls.

Interne Intel GPU Haswell Architektur wird erkannt und beim Start von Xorg verwendet.

Libreoffice ist in englisch, firefox auch.

Ich kann aber keine Pakete zusätzlichen installieren.

Es kommt immer die Fehlermeldung:

[1/4] Installing faac-1.29.9.2_1...
[1/4] Extracting faac-1.29.9.2_1: 0%
pkg: Fail to create /usr/local/share/licenses/faac-1.29.9.2_1:Read-only file system
[1/4] Extracting faac-1.29.9.2_1: 100%

Palemoon ist bei mir unbrauchbar, weil der Ausgabeton nur verzerrt erfolgt.

Firefox läuft einwandfrei, Sylpheed auch.

Die Dateimanager laufen auch mit gvfs.

Ansonsten sehr gute Arbeit, danke dafür.:)

Ich würde vielleicht noch isomaster als Zubehör aufnehmen, das erleichtert die Erstellung eines ISO Image für Xfburn.

Audio und Video mit VLC funktionieren einwandfrei.

DSBMC funktioniert einwandfrei.

@marcel besteht auch die Möglichkeit, ein solches Minimalsystem direkt auf eine SSD oder HD zu installieren?

Danke!
 

pit234a

Well-Known Member
besteht auch die Möglichkeit, ein solches Minimalsystem direkt auf eine SSD oder HD zu installieren?
ich nehme mal eine halbe Antwort vorweg:
marcel hat in seinem "Repo" (ich glaube auf Github? schaue aber nun nicht nach), alle Pakete gelistet, die er benutzt hat und außerdem sind dort auch die verwendeten Scripte aufgeführt, die zur Autokonfiguration benutzt werden.
Man kann also ganz einfach ein System, dass dann wie NomadBSD aussieht, für sich irgendwo installieren.

Der Sinn von Live-Systemen ist ja die Möglichkeit, sie flexibel zu verwenden, also eben nicht an einer speziellen HW einzurichten und zu konfigurieren.
Und genau deshalb machen Live-Systeme nicht viel Sinn, wenn sie fest auf einer bestimmten HW betrieben werden sollen. Dann installiert man lieber normal, was man möchte.

Was das zusätzliche Installieren von SW angeht, wurde das hier schon kurz angesprochen und es muss wohl ein Verzeichnis dazu beschreibbar eingebunden werden, was @marcel auch schon umgesetzt hat, wenn ich das noch recht erinnere.

Grundsätzlich habe ich mir noch nicht angesehen, wie marcel das in NomadBSD gemacht hat, weil aber von AUFS die Red war, scheint er auch einen festen und unveränderlichen Teil als "Basis-Image" zu benutzen und dann andere Teile hinzu (oder darüber) zu mounten.
Auch dies ist eine Technologie, die man nicht unbedingt für den dauerhaften Gebrauch am immer gleichen Rechner einsetzen würde (aber könnte).
Das "unveränderliche Basis-Image" ist ja fest und bekommt daher auch keine Aktualisierung (außer mit einer neuen Version von NomadBSD). Eventuelle Änderungen müssten dann hinzukommen, würden also den veränderlichen Teil immer mehr vergrößern, bzw Platz darin belegen.

Also ganz grundsätzlich kannst du einfach ein FreeBSD nehmen, installierst X, OpenBox und einige Anwendungen hinzu, verwendest die Konfigurationen von @marcel (oder auch eigene) und hast solch ein "minimalistisches System", nur eben ohne Live und das kannst du auf irgendein bootbares Medium legen.
Tatsächlich ist "mein eigener FreeBSD-Desktop" auch solch ein System und ich habe vor meinem Umbau auf neue Platten im PC geübt und schon mal alles auf eine externe Platte gespielt. Die kann ich in meinem Laptop problemlos booten und nach kurzer Änderung der Netzwerkkonfiguration und xorg.conf (zwei Monitore im Orginal-System), kann ich das auch vollkommen identisch zu dem System auf meinem PC nutzen. Nur eben, ohne Live-Charakter, ohne Autoconf und ohne festes Image.
Weitere Optimierungen müsste ich natürlich für einen ernsthaften Einsatz erst noch durchführen, aber es geht so zunächst mal und alles ist da.
 
Kleine Ergänzung von mir. Natürlich braucht es kein Isomaster, denn Xfburn kann ja zu brennende Daten selbst zusammenstellen. Xfburn funktioniert bei mir einwandfrei. Der Intel Treiber leistet unter FreeBSD 11.1 eine maximale native Auflösung von 1920x1080. Unter dieser Auflösung habe ich alles was weiß ist, leicht schweinchenrosa. Jetzt habe ich in der .xinitrc umgestellt auf die Auflösung von 1600x900, dann sind die Farben normal. Sonst funktioniert alles einwandfrei und fabelhaft. Nochmals danke dafür @marcel. Bei mir bootet er sehr schnell und ist auch im USB Betrieb so performant, das ich normal damit arbeiten kann. Videos ruckeln nicht. Aber das ist mit Sicherheit USB 3 geschuldet und wird mit USB 2 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so sein. Und ansonsten bedarf es auch eines leistungsstärkeren Rechners, damit alles flüssigläuft. Dann aber kommt Freude auf und das Live System ist absolut zu gebrauchen. Da es ja mobil ist, kann man es dann auch mal mitnehmen und Freunden zeigen. Auch als Rettungssystem wird es gewiß gute Dienste leisten. Palemoon ist leider sehr träge, warum auch immer, und das der Ton einen verzerrten Bariotineffekt hat, ghet garnicht. Aber das kann ja sein, das das nur bei mir so ist. Beim Booten ist mir noch einen Fehlermeldung aufgefallen, irgendwas mit MBII oder so, das werde ich mir jetzt mal genauer anschauen.

Alles in allem hinterläßt das FreeBSD Livesystem Nomad einen überwiegend sehr guten Gesammteindruck, und ich vermute, das das sehr, sehr viel Arbeit und Liebe da hineingesteckt wurde. :) Und das gefällt mir außerordentlich gut.:)
 
Also ganz grundsätzlich kannst du einfach ein FreeBSD nehmen, installierst X, OpenBox und einige Anwendungen hinzu, verwendest die Konfigurationen von @marcel (oder auch eigene) und hast solch ein "minimalistisches System", nur eben ohne Live und das kannst du auf irgendein bootbares Medium legen.
Das ist mir schon klar, und das habe ich auch schon selbst so gemacht. @marcel hat einige Komponente verwendet, die ich noch nicht kannte, wie Sakura als Terminal oder Mirage. Oder Sylpheed als Alternative zu claws-mail. Alles eine Frage der Zusammenstellung und Konfiguration.
 
@marcel, so ich habe die Fehlermeldungen beim Booten mit einem manuellen dmsg Durchlauf gefunden:

module_register_init: MOD_LOAD (vesa, 0xffffffff80f75600, 0) error 19

module_register: cannot register pci/re from if_re.ko; already loaded from kernel
Module pci/re failed to register: 17
module_register: cannot register re/miibus from if_re.ko; already loaded from kernel
Module re/miibus failed to register: 17

Ich kann sie nicht einordnen oder interpretieren.
 
So ich habe meine Kenntnisse mal aufgefrischt und diesen Thread erneut von Anfang an durchgelesen. Zusätzliche Software installieren geht also nicht, weil zu aufwendig und problematisch. Das ist nicht weiter schlimm, weil ja alles für die tägliche Arbeit an Bord ist.
 

marcel

Well-Known Member
Themenstarter #140
Vielen Dank an alle, die sich hier einbringen!

Auf einem getesteten Mac-Book wurde mir der Stick gar nicht als Bootmedium präsentiert, was unüblich ist. Ein FreeBSD-memstick wird da erkannt, soweit ich mich erinnere. Ich habe mir das alles gar nicht weiter angesehen, aber ganz sicher ist auf einem PC Nomad-BSD im UEFI_Modus gebootet, so dass eigentlich alle Voraussetzungen vorhanden sein müssten, dass es auch an einem Mac booten würde.
Hallo, @pit234a,
welches Image hast Du dafür verwendet?

Ich kann aber keine Pakete zusätzlichen installieren.

Es kommt immer die Fehlermeldung:
Hallo, @ralli,

die Unterstützung für das Nachinstallieren von Paketen ist erst ab pre-3 (noch nicht auf dem Server) enthalten.

@marcel besteht auch die Möglichkeit, ein solches Minimalsystem direkt auf eine SSD oder HD zu installieren?
Das lässt sich machen. Werde das mal aufschreiben, um zu zeigen, wie man das machen kann.

Wenn es dir Hilft könnte ich auch noch mehr testen. Hätte nächste Woche wieder mehr Zeit.
Vielleicht bekommt man ja auch das Wifi einigermaßen zum Laufen.
Hallo, @teisho,

gerne. Wifi sollte(!) automatisch erkannt und soweit eingerichtet werden, sodass man per net-mgmt/wifimgr nur noch ein Passwort eingeben muss. Kannst Du beschreiben, wo es bei Dir hängt? Um was für ein Gerät handelt es sich?

@marcel, der Midnight Commander startet nicht, das liegt daran, das er unter FreeBSD nur mit mc -u startet. Aber das kann man ja ändern.
Hast Du ihn über das Openbox-Menü gestartet? Ich hatte ihn nur so gestartet, was bisher ohne Probleme funktionierte.

module_register_init: MOD_LOAD (vesa, 0xffffffff80f75600, 0) error 19
https://bugs.freebsd.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=213045

module_register: cannot register pci/re from if_re.ko; already loaded from kernel
Module pci/re failed to register: 17
module_register: cannot register re/miibus from if_re.ko; already loaded from kernel
Module re/miibus failed to register: 17
Das ist nicht schlimm. Es kommt von DSBDriverd. Wenn Treiber im Kernel einkompiliert worden sind (also nicht als Modul geladen), kann er nicht erkennen, ob sie schon vorhanden sind. Deswegen versucht er, wenn die entsprechende Hardware gefunden worden ist, Treiber zu laden, die schon im Kernel sind, was dieser mit solchen Fehlermeldungen moniert.

So ich habe meine Kenntnisse mal aufgefrischt und diesen Thread erneut von Anfang an durchgelesen. Zusätzliche Software installieren geht also nicht, weil zu aufwendig und problematisch. Das ist nicht weiter schlimm, weil ja alles für die tägliche Arbeit an Bord ist.
Das geht. Ich lade gerade das pre-3-Image hoch, das neben dieser Änderung auch noch einige andere Nettigkeiten bereitstellt. Das Problem sind Updates. Am dem nächsten Release wird es zwar möglich sein, die Konfiguration zu erneuern und Bugfixes einzuspielen, aber das Basissystem bleibt davon unberührt. Man könnte auch ein freebsd-update laufen lassen, aber das könnte auf einem USB-Stick sehr lange dauern.
 
Hallo, @ralli,

die Unterstützung für das Nachinstallieren von Paketen ist erst ab pre-3 (noch nicht auf dem Server) enthalten.
Aha, es besteht also berechtigte Hoffnung, das das implementiert wird, ich sehe, das das bereits in Arbeit hast. Das gefällt mir. Manchmal fehlt ne Kleinigkeit, irgendwas ist ja immer.... ;) Ich benutze gerne moc, auch für Online Radio. Geht natürlich mit dem VLC auch.

Hast Du ihn über das Openbox-Menü gestartet? Ich hatte ihn nur so gestartet, was bisher ohne Probleme funktionierte.
Ja, dann stürzt er ab, aber ebenfalls, wenn der mc aus der Konsole gestartet wird. Es wird dann diser Fehler ausgegeben:
Code:
common.c: unimplemented subshell type 1
read (subshell_pty...): No such file or directory (2)
Der Fehler ist bekannt. Wenn hingegen der mc mit mc -u gestartet wird, stürzt er nicht ab.

Aha, dann wird das irgendwann behoben sein.

Das ist nicht schlimm. Es kommt von DSBDriverd. Wenn Treiber im Kernel einkompiliert worden sind (also nicht als Modul geladen), kann er nicht erkennen, ob sie schon vorhanden sind. Deswegen versucht er, wenn die entsprechende Hardware gefunden worden ist, Treiber zu laden, die schon im Kernel sind, was dieser mit solchen Fehlermeldungen moniert.
Das ist ja beruhigend zu wissen, einfach ignorieren ....

Das geht. Ich lade gerade das pre-3-Image hoch, das neben dieser Änderung auch noch einige andere Nettigkeiten bereitstellt. Das Problem sind Updates. Am dem nächsten Release wird es zwar möglich sein, die Konfiguration zu erneuern und Bugfixes einzuspielen, aber das Basissystem bleibt davon unberührt. Man könnte auch ein freebsd-update laufen lassen, aber das könnte auf einem USB-Stick sehr lange dauern.
Dann übe ich mich in Geduld, klasse wie flexibel Du auf unsere Wünsche reagierst.:)
 

pit234a

Well-Known Member
Ich bezog mich auf @pit234a, und sein Mac-Book.
ich habe zwei unterschiedliche zur Verfügung, mit denen ich testen kann. Beide funktionieren nicht mit nomadbsd-1.1pre-1.efi.
Einer hat das Original-Mac-"Boot-Menü". Da wird der Stick gar nicht erkannt, oder zumindest gar nicht angezeigt.
Der andere hat ein ReFit installiert. Das ist eine Art "Bootloader und BIOS-Emulator". Er erkennt den Stick bietet ihn als "Legacy-HD" an. Allerdings bootet dann nichts, das System steht mit einem blinkenden Cursor.
Soweit ich mich erinnere, funktionierte noch kein System jemals mit diesem speziellen "Lagacy-Mode"

Für mich ist das nun nicht wichtig. Ich wollte die Erfahrung mal nur der Vollständigkeit halber hier wiedergeben.
 
Das lässt sich machen. Werde das mal aufschreiben, um zu zeigen, wie man das machen kann.
Hab ich bereits für Dich erledigt, denn Du hast genug zu tun.:) Es läuft alles, allerdings pappt nach dem Starten von openbox das dsbmc Dialogfenster auf, das möchte ich gerne unterbinden. Ich werde dann, wenn Bedarf besteht oder das gewünscht wird, mal eine Installationsanleitung für eine Minimalinstallation nach dem Nomadbsd Beispiel hier posten.
 
Ich habe mir NomadBSD angeschaut und muss ein grosses Lob loswerden. Vor allem die Zusammenstellung der Pakete gefaellt mir sehr gut, denn persoenlich nutze ich unter OpenBSD auch 70% dieser Pakete. Was mir persoenlich noch fehlt ist fuse-exfat, weil heute leider viele Digitalkameras dieses Format voraussetzen und fuse-sshfs, welches fuer Administrationszwecke sehr hilfreich ist. Auch eine Passwortverwaltung, wie z.B. KeePassXC waere schoen, um an seine Passwoerter zu kommen.

Ich denke aber, wenn jeder hier seinen fehlenden Wunschpakete posten wuerde, waere aus dem minimal LiveSystem schnell ein maximal System geworden. :-) Andererseits sind zwei webbrowser, drei filemanager, zwei Bildbetrachter und zwei pdf-viewer vorhanden.

Von daher ist alles gut und im Prinzip kann man sich ja auch das repo forken und eigene Pakete hinzufuegen.

Alles in allem gefaellt mir das System sehr gut.
 
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