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Sind less und vi(m) etc. noch zeitgemaess?

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#26
Ich hätte eher ein Projekt wie Atom als Texteditor mit IDE-Ambitionen gesehen, auch wenn man Vim als IDE light verwenden kann. Der Abstand zu Visual Studio Code oder gar ausgewachsenen IDEs ist schon enorm.
Wobei der Abstand durch Language Server deutlich geringer geworden ist. Mit vim-lsp und cquery hat mein Vim besseres Sprachverständnis für C und C++ als mein Clion. Nun noch zumindest die grundlegenden Refactorings und ich wäre glücklich.
 

-Nuke-

Well-Known Member
#27
Ich hätte eher ein Projekt wie Atom als Texteditor mit IDE-Ambitionen gesehen, auch wenn man Vim als IDE light verwenden kann. Der Abstand zu Visual Studio Code oder gar ausgewachsenen IDEs ist schon enorm.
Du kannst ja mal gerne versuchen Atom oder JetBrains Produkte auf einem reinen Terminal zu starten, oder z.B. auf einem Raspberry Pi :D Aber ich hab ja nicht umsonst geschrieben "geht in Richtung IDE". Der Vergleich war vi <-> vim und nicht vim <-> IDE.

VIM hat halt sein eigenes Runtime System mit eigener Skriptsprache und eben der Terminal GUI und Task-Verwaltung. Mit Plugins bekommst du halt echt eine große Menge an Sachen hin (VCS Integration, Code-Vervollständigung, Integration für so ziemlich alle Programmier- und Markup-Sprachen auf der Welt).
 

Andy_m4

Well-Known Member
#28
dass könnte ich mir vorstellen, dass vi(m) und less auch wieder modern sind oder werden. :-)

Das kann natürlich sein. So hab ich das noch gar nicht gesehen. :-)
Dieser Dschungel an APIs, Distributionen, DEs, Grafikbibliotheken, usw. mag ja flexibel und individuell sein, allerdings geht dadurch aber die Einfachheit und Übersichtlichkeit verloren. Es gibt keine einheitliche GUI, keine Designrichtlinien, keine einheitlichen shortcuts, usw.
Wenn man sich auf eine GUI/Design festlegt ist man aber halt darauf angewiesen. Wenn einem das nicht passt, muss mans doch mit machen, weils halt keine Alternativen gibt. Ohne alternativen gibts auch kein Wettbewerb von Ideen. Wo man dann auch sehen und nachvollziehen kann, was in der Praxis sinnvoll ist und was nicht.
So hat alles sein Für und Wider.

und vor allem Standards, um allen Altersgruppen und Erfahrungsstufen gerecht zu werden.
Wie sollen denn solche Standards aussehen?
Die Problematik wurde/wird ja auch in diesem Thread diskutiert:
https://www.bsdforen.de/threads/65.34676/#post307616

Wirkliche Individualität muss man sich leisten können, und das ist in jungen Jahren eher nicht der Fall...
Individualität muss man sich leisten können? Das verstehe ich jetzt nicht so ganz.

Das sind dann oftmals auch die größten Windows-Hater, einfach weil sie sich von der Masse abheben und anders sein wollen. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen.
Das ist durchaus was dran.

Noch ein Satz wegen den Editoren a-la VIM. Ich bin ja programmierbaren Editoren sehr zugetan. Das ist für mich auch ein "Must-Have", dass ein Editor direkt zur Laufzeit und ohne große Umwege über Plugins erweiterbar ist. Viele IDEs bieten das nicht oder nur sehr eingeschränkt.

Noch ein Wort zu VIM im Speziellen: Ich weiß nicht, ob sich das inzwischen geändert hat, aber VIM war immer einer der Editoren die sehr gut damit zurecht kam, wenn man z.B. verschiedene (Programmier-)sprachen in einer Datei vorkamen. Viele andere Editoren stellt das häufig vor Probleme.
 
#29
Individualität muss man sich leisten können? Das verstehe ich jetzt nicht so ganz
D. h, dass man sich unabhängig gemacht hat von der Anerkenung durch Eltern, der eigene Subkultur, Vorgesetzte etc pp. Und das kann man sich in jüngeren Jahren oft nicht leisten, faktisch oder auch einfach nur menschlich. Und hinter der Rede von der Individualität steckt allzu oft der Zwang sich unterscheiden zu müssen, - von wem oder was auch immer.
 

Andy_m4

Well-Known Member
#30
D. h, dass man sich unabhängig gemacht hat von der Anerkenung durch Eltern, der eigene Subkultur, Vorgesetzte etc pp.
Ich weiß nicht, ob das wirklich ne notwendige Bedingung für Individualität ist. Diese Betrachtungsweise ist aufs Soziologische begrenzt.

Und hinter der Rede von der Individualität steckt allzu oft der Zwang sich unterscheiden zu müssen, - von wem oder was auch immer.
Das stimmt natürlich.