Videosammlung nach h265 konvertieren

soturi

Member
Moin,

hat jemand Erfahrung eine Videosammlung, die überwiegend aus h264 besteht, nach h265 zu konvertieren? Primäres Ziel ist das Einsparen von Speicherplatz bei möglichst gleichbleibender Qualität.

Einen idealen Weg scheint es hier nicht zu geben, wenn man sich darüber erkundigt. Ich habe ein paar Sachen ausprobiert:

  • ffmpeg wollte ich benutzen, da man das mit Bordmitteln automatisiert bekommt.
  • Software- oder Hardwarekonvertierung: Mit meiner Nvidia-Karte ging es mit zehn Mal schneller als nur mit der CPU. Jedoch war die Outputdatei über Hardware ca. doppelt so groß. Angeblich soll auch per Software qualitativ besser konvertiert werden.
  • Beispiel jeweils mit Defaultwerten: 23-minütiges h264 Video, das 1,5GiB groß ist. In Software hat es 11 Minuten gedauert und war ca. 250 MiB groß. In Hardware war es nach 1 Minute fertig und war ca. 450 MiB groß.
  • Gerade die Angabe der „Qualitätsstufe“ mach viel aus bei der benötigten Zeit und der Dateigröße. Da den besten Kompromiss zu finden zwischen Aufwand und Ergebnis…

Die Sinnhaftigkeit dieser Aktion bei aktuellen Speicherpreisen ist für mich weniger ein Thema. Jedoch würde mich interessieren, ob jemand damit schon Erfahrungen gemacht hat.
 
Ich habe tatsächlich dieses Jahr den großteil meiner Sammlung konvertiert. Allerdings nicht nach h265 sondern AV1. AV1 mit libsvtav1 ist bei gleicher Qualität/Größe deutlich schneller als h265 - zumindest auf StandardHW. Zudem ist AV1 offen und patentfrei.

Eins noch vorweg: Wie du schon erkannt hast, die Konvertierung in HW ist meist qualitativ schlechter und der Output auch größer als in SW. Ich hab das mit meiner nun schon etwas älteren 5700XT und h265 probiert und war auch nicht zufrieden. Daher dann alles in SW gemacht.

Meine Einstellungen für AV1: CRF=32 und Preset=8. Mit ffmpeg. Prinzipiell kannst du immer mit Preset runter und mit crf dafür rauf bei ähnlicherbleibender Qualität, aber durch niedrigeres Preset dauert es dann länger, sparst aber eventuell noch etwas Dateigröße. Ich hab mich lose hieran orientiert: https://ottverse.com/analysis-of-svt-av1-presets-and-crf-values/

Einsparung war bei mir je nach Ausgangsmaterial 40-70%. Geschwindigkeit auf meinem Rechner (Zen2, Ryzen 5) ca 2 bis 3 mal Echtzeit. Ich hab noch die Erfahrung gemacht bei der Kombi ffmpeg, libsvtav1 ist bei ca. 8 Kernen der Sweetspot. Bei mehr Kernen also besser mehr Prozesse und pro Prozess die Kerne beschränken. Ist effektiver.

Ich hab aber auch einiges über Amazon AWS Konvertiert. Zuerst die Files (verschlüsselt) auf s3 Store geschoben (über Nacht), dann eine Compute Instanz gemietet (c7a mit 8-16 Kernen) und die Dinge dort dann Konvertiert. Zum Schluss wieder auf das s3. Dabei hab ich auf die 100GB die man pro Monat gratis aus der AWS Cloud downloaden kann geachtet, überschreitet man die, wirds teuer. Die Computeinstanzen sind nicht soo teuer, so eine 8 Kern c7a Instanz kostet für nen ganzen Tag ca. 8 Euro, und da gehen schon um die 50+ Stunden Videomaterial. Wie gesagt für mich war immer schluss, wenn die 100gb Downloadlimit erreicht waren.

Mir ist btw. klar, dass Amazon auch einen direkten Konvertierungsdienst bietet, den habe ich schon genutzt ist aber bei WEITEM (Faktor 10+) teurer, als das selbst über die ec2 Instanzen zu machen. Und up/download nach s3 braucht es sowieso. Kann ich also nicht empfehlen.

Aber ob man Clouddienste allgemein in Erwägung zieht, hängt wohl vom Umfang der Sammlung und von der Leistung der eigenen Rechner ab.
 
Die Sinnhaftigkeit dieser Aktion bei aktuellen Speicherpreisen ist für mich weniger ein Thema. Jedoch würde mich interessieren, ob jemand damit schon Erfahrungen gemacht hat.
Habe Erfahrung, ich rate davon ab. Nicht mit dem Argument Speicherplatz, sondern wegen des Generationenverlustes. Ein immer wieder kopiertes Blatt Papier von einer Kopie sieht beim dritten Mal schon bescheiden aus.
Zumal bezahlst du die Verschlechterung teuer in Form von Strom, der Mehrwert der Speichereinsparung verpufft. Erst recht wenn du ein bereits auf Kante kodiertes Video nochmal komprimieren willst, passiert meist folgendes: kodierst matschst du es mit dem Brecheisen runter auf 50% Platzbedarf wird es nach Grütze aussehen. Wenn es noch halbwegs guckbar sein soll oder man eh blind ist, kommst du beim Platzbedarf auf 80-90% raus und das ist einfach der reingesteckte Strom nicht wert.

1. Allgemein sind re-encodes bäh. Die Ausnahme bilden Dinge, wenn es gar nicht anders geht...z.B. deinterlace verkackt, frames falsch oder die Datei astronomisch übertrieben viel Bitrate hat.
2. Welches Ziel verfolgst du eigentlich? Angenommen du wandelst h264 nach h265 um, willst du dann irgendwann das h265-Zeug in AV1 umwandeln? schauder :rolleyes: Daher mein Rat: Entweder neu encoden vom Original oder bleiben lassen, wenn man das nicht mehr hat.
3. GPUs sind schnell damit, das wars aber auch schon. Encodes in software sind ausnahmslos immer besser beim Platzbedarf und der Bildqualität.
4. HEVC: Es gibt libsvthevc, der ist auf Skalierung optimiert, matscht aber zu sehr für meinen Geschmack. x265 ist mittlerweile auch gut optimiert und gereift, beste Bildqualität, lange Goldstandard, aber eben nicht mehr die jüngste Generation an codecs.
4. AV1: libsvtav1 skaliert ebenfalls sehr gut, neben svt-av1-psy meine erste Wahl. libaomav1 quetscht nochmal ein bisschen mehr Qualität rein, das aber sehr teuer erkauft und ohne chunked encoding mangels optimierter Skalierung sowieso nicht beherrschbar.

"Blabla, interessiert mich nicht, ich will aber trotzdem!!! aufstampf" -> https://github.com/alexheretic/ab-av1

libsvtav1 ist default, 10bit ist default, preset 8 ist default (niedriger lohnt wirklich, WIRKLICH nicht bei reencodes, nimm preset 0, wenn du ein sturer bock bist :D ), ab-av1 bricht ab (und probiert das nächste file), wenn es nicht mindestens unter 80% ursprungsgröße kommt, daher peile maximal VMAF90 an.
for f in *.mp4; do ab-av1 auto-encode --thorough --min-vmaf 90 -i "${f}"; done
 
Habe Erfahrung, ich rate davon ab. Nicht mit dem Argument Speicherplatz, sondern wegen des Generationenverlustes. Ein immer wieder kopiertes Blatt Papier von einer Kopie sieht beim dritten Mal schon bescheiden aus.
Zumal bezahlst du die Verschlechterung teuer in Form von Strom, der Mehrwert der Speichereinsparung verpufft. Erst recht wenn du ein bereits auf Kante kodiertes Video nochmal komprimieren willst, passiert meist folgendes: kodierst matschst du es mit dem Brecheisen runter auf 50% Platzbedarf wird es nach Grütze aussehen. Wenn es noch halbwegs guckbar sein soll oder man eh blind ist, kommst du beim Platzbedarf auf 80-90% raus und das ist einfach der reingesteckte Strom nicht wert.

Ich kann das absolut nicht bestätigen, bei mir ist fast alles unter 50% Platz konvertiert (264->av1) und man (ich) kann es nicht vom Original unterscheiden. Klar hängt das sehr stark vom Ausgangsmaterial ab, aber pauschal würde ich da definitiv nicht abraten, erst wenn er merkt das es bei seinen Videos halt nix bringt. Für meine verwendeten Optionen siehe oben. Bezieht sich btw. alles auf 720p, 1080p oder 1440p. Mit 4k habe ich keine Erfahrungen. In der Theorie müsste aber av1 um so mehr rausholen, je höher die Auflösung.

"Blabla, interessiert mich nicht, ich will aber trotzdem!!! aufstampf" -> https://github.com/alexheretic/ab-av1

libsvtav1 ist default, 10bit ist default, preset 8 ist default (niedriger lohnt wirklich, WIRKLICH nicht bei reencodes, nimm preset 0, wenn du ein sturer bock bist :D ), ab-av1 bricht ab (und probiert das nächste file), wenn es nicht mindestens unter 80% ursprungsgröße kommt, daher peile maximal VMAF90 an.
for f in *.mp4; do ab-av1 auto-encode --thorough --min-vmaf 90 -i "${f}"; done

Ich hab mit ab-av1 rumgespielt, glaube auch auf deine Empfehlung. Wenn man ein Video hat, oder 2 ein sehr gutes Tool, aber wenn man wirklich 20, 50 oder 100 hat, ist man schneller, wenn man einfach seine Einstellungen verwendet die überall halbwegs passen. ab-av1 macht halt zuerst immer noch Codierungstests, das geht auf Zeit.
Die oben von mir erwähnten Einstellungen sollten btw. durchschnittlich ein vmaf von über 95 liefern, Details siehe im zugelieferten Link.
 
Kann mich @medV2 nur anschließen, wenn überhaupt würde ich zu AV1 (ffmpeg + libsvtav1) greifen und von Hardware-Encoding abraten.
Nach vielem rumprobieren, vergleichen etc. bin ich bei preset 10 und crf 25 gelandet, liefert nicht die beste Qualität/kleinsten Dateien/schnellste Verarbeitung aber für mich passt es.

Je nach Input, schaffe ich auf meinem Rechner so ca. 50-60 fps bei 1080p.

Edit: Wobei meine Medien eher "nice-to-have" sind, die haben keinen emotionalen Wert.
 
Ich sage lossy nach lossy konvertieren ist forciertes bitrot und deswegen allein bereits no-go für mich als IT-ler, obendrein kostet das auch noch Geld :D
Man könnte jetzt mit spitzem Bleistift die Stromkosten gegen eine neue, größere Festplatte (ohne KM aufm Tacho) argumentieren lassen.
Hat man halt irgendwelche Videos, wertschätzt das nicht sonderlich und könnte die im Zweifel problemlos bei Amazon gleich als Remaster besorgen, dann gewinnt möglicherweise das Argument für die Speicherplatzeinsparung.
Hat man aber z.B. Urlaubs/Hochzeits/Geburtstagsvideos, unwiederbringliche Erinnerungen und sowas, dann ist eine technische Verschlechterung IMHO keine gute Sache, das rächt sich irgendwann...egal ob man das jetzt optisch sieht oder nicht.

Mit 4k habe ich keine Erfahrungen. In der Theorie müsste aber av1 um so mehr rausholen, je höher die Auflösung.
Ich würde es anders ausdrücken und zwar, dass die Auflösung egal geworden ist bei AV1. Ein downscaling mit AV1 fällt nicht mehr ins Gewicht beim Platzverbrauch, dass man sich da drüber noch Gedanken machen müsste oder nochmal anders: Man bekäme zuviel Verschlechterung vs. irgendeinen Gewinn. Wem es um die Zeit geht und es eilig hat, der wird eh alles auf der GPU machen wollen. ;)

ab-av1 macht halt zuerst immer noch Codierungstests, das geht auf Zeit.
Richtig, aber damit bekommt man trotz böser re-encodes wenigstens eine einheitliche Qualität raus (IMHO der bessere technische Ansatz für das geringste Übel) und deckt alle Punkte von soturi oben automatisch ab, sodass man nicht großartig nachdenken muss und mit Einstellungen friemeln etc...da finde ich dann, dass das wieder zuviel Aufwand wäre...denn es sind halt nur re-encodes.

Mit irgendwelchen gesetzten defaults bekommst du gemischte Qualität heraus, verbrutzelst ggf. erneut mehr Bitrate als nötig oder im allerschlimmsten Fall ist die Datei größer als das Quellfile.
 
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AV1 hatte ich auch auf'm Schrim, aber mangels Hardware-Support meiner Geräte, habe ich erstmal h265 in den Raum geworfen. Der Support von AV1 sollte in Zukunft eher besser werden. Nicht dass man in 5 Jahren nochmal alles von h265 auf AV1 konvertieren muss.

Über die Sinnhaftigkeit ist man sich nicht ganz einig hier. Aber für die "Guck ich mal, wenn ich dazu Lust hab"-Videos will ich auch nicht mehr Speicher blockieren als nötig. Man könnte ja schon anfangen und generell kein h264 mehr verwenden. Dann könnte ich mir das alles sparen ;-).
 
Über die Sinnhaftigkeit ist man sich nicht ganz einig hier.
Ja, weil du Geld bezahlst und etwas schlechteres dafür bekommst, mich triggert sowas immer. ;)
Nicht dass man in 5 Jahren nochmal alles von h265 auf AV1 konvertieren muss.
Wie würde denn in fünf Jahren das Argument lauten, dass du das dann nicht tun wirst? Btw. H266 ist verfügbar und AV2 in den Startlöchern. :D

Du kannst dir auch zwei bis drei gebrauchte (externe?) Festplatten besorgen und den Kram darauf auslagern, unterm Strich sicher schneller und billiger.
 
Ja, weil du Geld bezahlst und etwas schlechteres dafür bekommst, mich triggert sowas immer. ;)

Tut mir leid das ich da so wehement widerspreche, aber ich finde das stimmt halt nicht. Wenn man mit dem Auge im 1:1 Vergleich keinen Unterschied sieht, sieht man auf dem TV wenn man nicht extra darauf achtet erst recht keine Qualitätsminderung.
Klar hast du eine, aber die ist halt nur mit speziellen Tools messbar. Bzw. du weißt es. Klar wenns um das Hochzeitsvideo oder die Geburt des Erstgeborenen geht würd ichs vermutlich auch nicht machen, aber bei den 500GB an sonstigem Kram ist das nicht relevant dass ich im Kopf weiß, dass es ein paar Bits Information verloren hat.

Ich wüsste jetzt nicht, dass ich einen Sehfehler habe, aber wenn du von einem von DVD oder BD gerippten (oder sonstwoher..) Video mit den oben von mir genannten Einstellungen einen Unterschied siehst... bitte melde dich, dann muss ich vielleicht zum Augenarzt.
Und versteh mich bitte nicht falsch, mich würde wirklich interessieren, wieso wir da so unterchiedliche Wahrnehmung haben.

Als Beispiel in Zahlen (weil ich eh grad meinen Server am laufen hatte): Ich bin von ca, 850GB auf 250GB durch meine Konvertierorgie. Das ist ein fast viertel. Zugegeben war bei mir einiges an Animation und Mitschnitten von Videospielen dabei, das lässt sich besser komprimieren als Realfilm, aber ich habe auch bei jedem Realfilm 30-60% eingespart. Nur Videos deren orig Quelle Youtube war konnten kaum komprimiert werden. Auch Handyvideos sind eher schlecht. Also grob alles, was zu beginn schon ne mieße Quali hatte. War halt bei mir in der Menge kaum relevant.

Jetzt muss man bedenken, dass sind nicht nur 600GB auf dem RaidZ sondern auch nochmal 600GB auf dem Backup. Je nach Setup/Backup kommt da schon was zu sammen.

Wie würde denn in fünf Jahren das Argument lauten, dass du das dann nicht tun wirst? Btw. H266 ist verfügbar und AV2 in den Startlöchern. :D

Kann man nochmal sehen, ob ne Konvertierung ohne sichtbaren Verlust möglich ist, oder ob das Ausgangsmaterial schon zu schlecht ist. Wenn letzteres lässt man es und hat immer noch den Vorteil der ersten Konvertierung mitgenommen. Man könnte nur überlegen jetzt noch 2-3 Jahre zu warten und dann h266 nutzen wenn das ordentlich verfügbar ist. Derzeit bin ich bei h266 auf 0.00x fps ;)

Wer weis auch, was noch an Technik kommt. Mit jpegXL zB. kann ich auch alte jpeg Bilder ohne weiteren Verlust noch kleiner komprimieren (ja wirklich verlustfrei).

Du kannst dir auch zwei bis drei gebrauchte (externe?) Festplatten besorgen und den Kram darauf auslagern, unterm Strich sicher schneller und billiger.

Unterschätz das nicht, du willst die dann ja auch irgendwie spiegeln / backupen, eventuell verschlüsseln, lagern , ... Dann ab und an mal ein scrub machen.. Ich würd da eher den existierenden Storage erweitern.
 
Tut mir leid das ich da so wehement widerspreche, aber ich finde das stimmt halt nicht.
Wir sind da halt anderer Ansicht, lossy nach lossy bringt immer mehr Verlust als sein müsste und früher oder später rächt sich das. Für mich spielt es da auch nicht wirklich die Rolle, wie stark man es sieht. Irgendwann kamen auch deblocking loop filter dazu, die bügeln viel raus, aber prinzipiell ist es fake und man darf nicht den Fehler machen, nur zum vorhergehenden File vergleichen, sondern muss immer mit dem originalen File vergleichen und das sieht man einfach. Zugegeben, je neuer ein codec, umso schwieriger ist es, das zu sehen beim re-encode. Nur wäre das perfekt, gäbe es keine Daseinsberechtigung mehr für lossless-codecs/Modi.

Und versteh mich bitte nicht falsch, mich würde wirklich interessieren, wieso wir da so unterchiedliche Wahrnehmung haben.
Alles gut. Es könnte auch daran liegen, dass ich mich seit Divx3.11 damit beschäftige und meine Sammlung anders wertschätze. Auch würde ich das Geld lieber in größere Platten stecken, als das für Strom rauszuballern für nen re-encode. Prioritäten einfach. ;)

Als Beispiel in Zahlen (weil ich eh grad meinen Server am laufen hatte): Ich bin von ca, 850GB auf 250GB durch meine Konvertierorgie. Das ist ein fast viertel. Zugegeben war bei mir einiges an Animation und Mitschnitten von Videospielen dabei, das lässt sich besser komprimieren als Realfilm, aber ich habe auch bei jedem Realfilm 30-60% eingespart.
Glaube ich dir, das sind realistische Werte, vor allem wenn das Material initial denoised wurde. Man kann das machen, wenn einem der Platzverbrauch wichtiger ist...ich muss da niemanden bekehren, will nur darauf hinweisen, dass es eben keine optimale (für mich) Lösung ist und daher beleuchte ich lieber das gesamte pro/contra.

Jetzt muss man bedenken, dass sind nicht nur 600GB auf dem RaidZ sondern auch nochmal 600GB auf dem Backup. Je nach Setup/Backup kommt da schon was zu sammen.
Klar. Wir leben aber in Zeiten, wo es 24TB große Einzelplatten gibt. Age of StorAge, höhö.
Wenn man das Original aber physisch im Schrank stehen hat, hat man automatisch das als Backup und ist erstaunt darüber, wie gut das als Ergebnis mit aktuellem codec werden kann vs. ein re-encode. ;)

Mit jpegXL zB. kann ich auch alte jpeg Bilder ohne weiteren Verlust noch kleiner komprimieren (ja wirklich verlustfrei).
Ich weiß, nutze ich ebenfalls. --distance 1 wäre das pendant als visually lossless und das ist so gut, dass ich die Unterschiede erst ab -d3 unter Zoom wahrnehmen kann. Trotzdem nutze ich (gegen den gen-loss) für meine Unikate den lossless-Modus und kaufe größere Platten nach, damit ich nicht irgendwann damit in der Sackgasse stecke und mich ärgere, weil ich etwas irreparabel wegen etwas Platzersparnis zerstampft habe.

Ich würd da eher den existierenden Storage erweitern.
Ja, Platten gehen auch irgendwann kaputt. Dann muss man sowieso neu kaufen, allein von diesem Punkt sehe ich keine Rechtfertigung für re-encodes. ;)
 
Der Sinn ist vermutlich abhängig von der Quelle und was man damit machen will.

Aus meiner HTPC Zeit erinnere ich mich Monate über Pixel in einer Klotüre von Monster AG diskutiert zu haben.

Ich habe neulich verschiedene Tests mit DVD und BR gemacht und bin am Ende bei Copy Code gelandet.

Das kann bei anderen Anwendungen aber halt auch andere aussehen.
 
einen Aspekt möchte ich noch zusätzlich einbringen, der sich aus meiner Erfahrung und Beobachtung ergibt: den Monitor.
Zwar wissen wir, dass es grundsätzlich nicht so wichtig ist, ein Video in hoher Qualität zu haben, weil unsere Augen (also der Prozess des Sehens), Fehler gewissermaßen raus nehmen. Ein mieser Sound verschlechtert ein Film-Erlebnis viel eher, als ein noch halbwegs akzeptables Bild.
Aber, wenn ich gelegentlich einen meiner alten DivX-Filme ansehe, die mich damals auf dem 17" Monitor mit 480p ganz glücklich gemacht hatten, dann finde ich die auf dem 4K Bildschirm heute sehr mies (oder sehr klein) und will die beinahe nicht mehr ansehen.
Letztlich brauchte ich eine neue Waschmaschine und in dem nächsten Elektro-Geschäft verkaufen die auch Fernseher. Zunächst erkannte ich gar nicht, dass die eine Wand des Vorraumes durch einen solchen Riesen-Monitor ausgefüllt war. Ich hätte nie gedacht, dass es so große Bildschirme für den Hausgebrauch gibt. Naja, der kostete auch immerhin 25k€.
Es wird klar, was ich sagen will.
Der Trend scheint zu immer größeren Monitoren in immer höherer Auflösung zu gehen und da machen sich dann schlecht komprimierte Filme auch immer schlimmer. Ich sage ausdrücklich nicht, kleine Dateien müssen schlechter sein, als größere. Aber das Augenmerk würde ich heute nicht mehr auf Platz, sondern auf Qualität richten.
 
Es ist wieder Zeit für Spaß mit Pixel und Zahlen! :D

https://pixabay.com/de/videos/tiger-raubtier-gefährlich-145320/ -> das Quellmaterial, Audiospur entfernt (war eh leer) und in .mkv gesteckt
https://easyupload.io/2l7hxh -> die samples und das Vergleichsbild als .png

Code:
ffmpeg -i 00tiger.mkv -c:v libx264 01_libx264_default.mkv
ffmpeg -i 01_libx264_default.mkv -c:v libx265 02_libx265_default.mkv
ffmpeg -i 02_libx265_default.mkv -c:v libsvtav1 03_libsvtav1_default.mkv
ffmpeg -i 00tiger.mkv -c:v libx265 04_original_zu_libx265.mkv
ffmpeg -i 00tiger.mkv -c:v libsvtav1 05_original_zu_libsvtav1.mkv

ab-av1 vmaf --reference 00tiger.mkv --distorted 01_libx264_default.mkv => 99.28745 //So einen Traumstart mit VMAF99 hat man selten bis nie bei irgendwelchen Quelldateien als "zweite" Generation
ab-av1 vmaf --reference 00tiger.mkv --distorted 02_libx265_default.mkv => 94.279305
ab-av1 vmaf --reference 00tiger.mkv --distorted 03_libsvtav1_default.mkv => 90.31488
ab-av1 vmaf --reference 00tiger.mkv --distorted 04_original_zu_libx265.mkv => 96.41971
ab-av1 vmaf --reference 00tiger.mkv --distorted 05_original_zu_libsvtav1.mkv => 97.65162

ab-av1 auto-encode -e libx264 --thorough --min-vmaf 95 -i 00tiger.mkv -o 06_libx264_vmaf95_medium.mkv => (crf 28.1, VMAF 95.11, size 41%)
ab-av1 auto-encode -e libx264 --thorough --min-vmaf 95 -i 00tiger.mkv --preset veryslow -o 07_libx264_vmaf95_veryslow.mkv => (crf 28.6, VMAF 95.12, size 36%)
ab-av1 auto-encode -e libx264 --thorough --min-vmaf 90 -i 00tiger.mkv -o 08_libx264_vmaf90_medium.mkv => (crf 30.8, VMAF 90.20, size 29%)
ab-av1 auto-encode -e libx264 --thorough --min-vmaf 90 -i 00tiger.mkv --preset veryslow -o 09_libx264_vmaf90_veryslow.mkv => (crf 31.1, VMAF 90.06, size 26%)

ab-av1 auto-encode -e libx265 --thorough --min-vmaf 95 -i 00tiger.mkv -o 10_libx265_vmaf95_medium.mkv => (crf 29.1, VMAF 95.11, size 29%)
ab-av1 auto-encode -e libx265 --thorough --min-vmaf 95 -i 00tiger.mkv --preset veryslow -o 11_libx265_vmaf95_veryslow.mkv => (crf 32.4, VMAF 95.05, size 21%)
ab-av1 auto-encode -e libx265 --thorough --min-vmaf 90 -i 00tiger.mkv -o 12_libx265_vmaf90_medium.mkv => (crf 32.2, VMAF 90.11, size 18%)
ab-av1 auto-encode -e libx265 --thorough --min-vmaf 90 -i 00tiger.mkv --preset veryslow -o 13_libx265_vmaf90_veryslow.mkv => (crf 35.2, VMAF 90.04, size 14%)

ab-av1 auto-encode -e libsvtav1 --thorough --min-vmaf 95 -i 00tiger.mkv -o 14_libsvtav1_vmaf95_preset8.mkv => (crf 45, VMAF 95.04, size 21%)
ab-av1 auto-encode -e libsvtav1 --thorough --min-vmaf 95 -i 00tiger.mkv --preset 0 -o 15_libsvtav1_vmaf95_preset0.mkv => (crf 50, VMAF 95.39, size 18%)
ab-av1 auto-encode -e libsvtav1 --thorough --min-vmaf 90 -i 00tiger.mkv -o 16_libsvtav1_vmaf90_preset8.mkv => (crf 52, VMAF 90.60, size 14%)
ab-av1 auto-encode -e libsvtav1 --thorough --min-vmaf 90 -i 00tiger.mkv --preset 0 -o 17_libsvtav1_vmaf90_preset0.mkv => (crf 55, VMAF 92.00, size 13%)

sekunde18_frame1_00tiger_vs_03_libsvtav1_default_markiert.jpg
 
Ich seh schon, du legst da etwas andere Standards an den Tag - als denke ich mal - der Ottonormalbürger. Wobei das Video auch maximal dafür geeigenet ist, hier Unterschiede zu sehen :D

Ich habs nochmal mit meinen Einstellungen laufen lassen, in Bewegtbild erkenne ich keinen Unterschied, Frame für Frame - ja klar, das ist aber auch nicht der Zweck eines Videos. Dennoch sind die Ergebnisse bei 50% Größe noch besser als bei deinen av1 Tests wie ich finde:

 
Code:
ab-av1 vmaf --reference 00tiger.mkv --distorted 00tiger_crf32_p8_av1.mkv => 99.136116
;) Luck shot

Dennoch sind die Ergebnisse bei 50% Größe noch besser als bei deinen av1 Tests wie ich finde
Klar, alles ab VMAF95 wird schwer zu unterscheiden. Aber es ginge auch um nochmal die Hälfte kleiner, was mein Test auch direkt zeigt, ein Encode vom Original ist immer besser (warum ich das auch einfach lieber mag). Rein auf die Dateigröße geguckt:
Code:
02_libx265_default.mkv vs 10_libx265_vmaf95_medium.mkv
03_libsvtav1_default.mkv vs 14_libsvtav1_vmaf95_preset8.mkv
 
Wir sind da halt anderer Ansicht, lossy nach lossy bringt immer mehr Verlust als sein müsste und früher oder später rächt sich das.
Das sehe ich genauso. Außer man hat extrem hohe Bitraten im Ausgangsmaterial, würde ich da nie etwas neukonvertieren. Entweder Qualität ist einem wichtig, dann bewahrt man das Original auf, oder Qualtität ist egal, dann kann man es neukodieren, aber dann ist auch der Codec egal, da kann man oft auch mit niedrigeren Bitraten oder anderen Einstellungen die gewünschte Größe erreichen.

Insgesamt bei heutigen Festplattenpreise aber echt eine merkwürdige Diskussion. Hier gibt es 8TiB für 120€ :
Ich denke, die Zeit, die du mit Researching von Codec-Parametern verbracht hast, ist schon teurer ;)
 
Nicht so viel Luck, guck doch den Link an, den ich in meiner ersten Antwort gepostet habe. Da steckt einiges an Testing dahinter, das glücklicherweiße nicht ich gemacht habe :)
 
in Bewegtbild erkenne ich keinen Unterschied, Frame für Frame - ja klar, das ist aber auch nicht der Zweck eines Videos.
Naja. Man muss immer berücksichtigen, das sich Fehler auch einfach aussummieren. Das selbst Dinge, die Du jetzt noch nicht siehst sich irgendwann man beim 3 Re-encoding doch bemerkbar machen.
Wichtiger finde ich aber den genannten Aspekt von pit243a. Das selbst Fehler die heute unbedeutend und kaum sichtbar erscheinen, sich auf zukünftigen Geräten dann doch deutlicher bemerkbar machen.

Ich bin von ca, 850GB auf 250GB durch meine Konvertierorgie.
Das sind aber immer noch keine Größenunterschiede und Größenordnungen, wo man sich großartig Gedanken um Storage macht.
Ich mein, Du gehst ja nicht in Laden und sagst Dir: "Ich kauf mir keine 1TB Platte weil eine 300GB Platte reicht mir."
Insbesondere wo 2TB heutzutage eher so das untere Level an Platten sind.
Da bin ich dann auch eher bei mr44er.
 
Naja. Man muss immer berücksichtigen, das sich Fehler auch einfach aussummieren. Das selbst Dinge, die Du jetzt noch nicht siehst sich irgendwann man beim 3 Re-encoding doch bemerkbar machen.
Absolut korrekt, aber ich muss ja das 3. Reencode nicht machen. Wieso ich deshalb nicht das erste Reencode machen sollte, sehe ich aber nicht.

Wichtiger finde ich aber den genannten Aspekt von pit243a. Das selbst Fehler die heute unbedeutend und kaum sichtbar erscheinen, sich auf zukünftigen Geräten dann doch deutlicher bemerkbar machen.

Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt.

Das sind aber immer noch keine Größenunterschiede und Größenordnungen, wo man sich großartig Gedanken um Storage macht.
Ich mein, Du gehst ja nicht in Laden und sagst Dir: "Ich kauf mir keine 1TB Platte weil eine 300GB Platte reicht mir."
Insbesondere wo 2TB heutzutage eher so das untere Level an Platten sind.
Da bin ich dann auch eher bei mr44er.

Naja, wenn es nur darum geht, die Medendatein auf einer Festplatte zu lagern gebe ich dir absolut recht.

Im Fileserver ist das nicht zwingend einfach, ich müsste z.b. schon 4 neue Platten, mit min. 4TB kaufen, damit ich mehr Speicher hätte. Oder einen Adapter für mehr Platten.. raidz1 lässt sich aber auch nicht so einfach erweitern.. Dazu kommt das Backup was auch weniger Platz braucht.

Aber das war ja auch gar nicht das Thema von OP. Wurde ja explizit gesagt, dass es keine Diskussion um die Sinnhaftigkeit geben soll. Ich wollte nur zeigen, dass sich sehr wohl Platz sparen lässt. Wenn ich eine Datei in 2 Varianten haben kann, einmal mit 5GB und einmal mit 1GB will ich die 1GB Variante, aus Prinzip. Vorallem wenn ICH keinen Unterschied erkenne.
 
Primäres Ziel ist das Einsparen von Speicherplatz bei möglichst gleichbleibender Qualität.

Einen idealen Weg scheint es hier nicht zu geben, wenn man sich darüber erkundigt.
Einigen wir uns doch drauf, dass beides erfüllt wurde. Einmal via re-encode mit mehr als nötig Bitrate und einmal mit sweet spot vorher raussuchen lassen (ab-av1). :D

Dass auf nem Techforum trotzdem alles beleuchtet wird, wenn es eine billigere/andere Lösung gibt (mehr Platten, groß und viel!) ist ein positiver Bonus. ;)
 
Ich werfe doch nochmal die Sinnhaftigkeit in den Raum. Im Grunde habt ihr ja recht. Hätte ich genug Speicher würde ich nie auf die Idee kommen, alles zu konvertieren.

Wenn ich meine ganze Sammlung via CPU re-encoden würde, müsste ich sehr, sehr lange warten. Dass aber von der GPU-Konvertierung komplett abgeraten wird, macht es das Vorhaben zu nichte für mich.

Bleibt nur die Möglichkeit zu gucken, wie ich ein paar weitere Platten in mein Server bekomme; ein komplett neuen ZFS-Pool. Den alten erweitern (raidz) erweitern geht status quo noch nicht. Korrigiert, wenn ich falsch liegen sollte.
 
Wenn ich meine ganze Sammlung via CPU re-encoden würde, müsste ich sehr, sehr lange warten. Dass aber von der GPU-Konvertierung komplett abgeraten wird, macht es das Vorhaben zu nichte für mich.
Ich sehe das mit GPU-Konvertierung nicht so eng. Auf meiner Radeon sind die Ergebnisse H.265 mit einem CQP von 26 mehr als gut genug, mit 25 außer in absoluten Details optisch von der Vorlage nicht mehr zu unterscheiden und immer noch ausreichend klein. Bei praktisch null Investition in Hardware und Strom, sowie extrem schnell. Ich würde das nicht unbedingt für Material nehmen, was einzigartig ist oder einen hohen ideellen Wert hat, aber für die durchschnittliche TV-Aufnahme oder das Backup einer Blu-Ray ist es völlig okay.
 
Man muss auch noch differenzieren. Ich habe z.B. in meiner Musiksammlung auch 128 kbit/s und höre nie den Unterschied zu 320kbit/s heraus. Ist auch hardware-abhängig. Nur weil ich das nicht kann, trifft das nicht auf jeden zu. Es gibt ja auch welche, die Goldkontakte bei digitalen Signalen "hören" können.

Für Video ist das bestimmt ähnlich.

Also unterm Strich spielt viel "Ich weiß, dass das schlechter sein muss" mit. Wer Fehler finden will, wird sie auch finden. Egal ob es welche gibt. Gerade für Laien wie mich.
 
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