Kommt mal wieder runter. Ich glaube, die ursprüngliche Frage ist geklärt und damit können wir die Diskussion beenden, bevor es wirklich böses Blut gibt.
Böses Blut muß es nicht zwangsläufig geben!
Ich möchte etwas zur Dialog- und Konfliktfähigkeit in diesem Forum beitragen.
Im Allgmeinen bin ich darüber sehr zufrieden. Aber es gibt auch gelegentlich häßliche Ausrutscher, die vermuten lassen, das dort ein Kontrollverlust stattgefunden hat.
Ich bin ein Fan des kritischen Rationalismus nach Popper:
Die Geisteshaltung des kritischen Rationalismus beinhaltet, den eigenen Anspruch auf Konsensfähigkeit zu überprüfen, wie es bereits der kategorische Imperativ oder volkstümlich die goldenen Regel aussagt.
Was ist so schwer zuzugeben, das ich mich irren kann, das Du Recht haben kannst, und das wir gemeinsam der Wahrheit auf die Spur kommen können? Es ist eine kommunikative Einstellung, die die Hoffnung nicht leichtfertig aufgibt, daß wir durch sachliche Argumente und sorgfältiges Beobachten in vielen wichtigen Problemen zu einer Übereinstimmung kommen können. Und das es sogar dort, wo verschiedene Interessen,
Forderungen und Ansprüche aufeinanderprallen, möglich ist, über diese unterschiedlichen Wahrnehmungen zu argumentieren und einen konsensfähigen Kompromiss zu erreichen, der für die Allermeisten annehmbar ist.
Dogmen, Absolutheitsansprüche, vorgefertigte Meinungen vergiften das Diskussionsklima und haben hier keinen Platz sondern sind zutiefst kontraproduktiv.
Rechthaberei verhärtet nur die Positionen.
Wertschätzung basiert auf gegenseitiger Achtung und Respekt für die Meinung Andersdenkender. Das vermisse ich manchmal in den Diskursen.
Stattdessen verhalten sich einige Forenteilnehmer manchmal wie die Teilnehmer in einer Quasselbude (Talkshow). Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal für dieses Forum, sondern das beobachte ich seit Jahren auch in anderen Foren.
Gottlob ist das die Ausnahme und es ist auch nicht negativ von mir gemeint, sondern soll dazu anregen, darüber nachzudenken, ob wir die gute Forenkultur nicht beschädigen, wenn wir den Meinungsaustausch auf einer persönlichen Ebene austragen.
In Quasselbuden werden Menschen eingeladen, die eine festgezurrte Ideologie im Gepäck haben und unfähig zu einem echten Dialog sind. Manche sind so sehr in sich selbst verliebt, das es ihnen sehr schwer fällt, einfach mal richtig zuzuhören. Es sind zumeist Kandidaten, die etwas verkaufen wollen und sich gegenseitig verachten. Es fehlt für meinen Geschmack eindeutig der Respekt vor der Meinung des Anderen. Es ist wie ein Gladiatorenkampf in einer Arena, wo jeder um sein eigenes Wohl bemüht ist und ums Überleben kämpft. Oft gibt es nur hohle Sprechblasen und es wird mit vielen Worten nichts gesagt. Das gilt aber nicht nur für Talkshows im deutschen Fernsehen, sondern ist leider auch in vielen Foren anzutreffen. Normalerweise ist das die reinste Zeitverschwendung. Und Verdummung obendrein. Es wird nicht mit den Menschen geredet, sondern über sie. Alle Probanden sind Einzelkämpfer, die wenig bis überhaupt nicht kompromissbereit sind und am allerwenigsten konsensfähig. Mir scheint, das sie selbst ein Teil des Problemes sind, die sie angeblich lösen wollen. Dabei sind es meist sinnfreie Wortgefechte ohne wirklichen Inhalt und Bestand.
Leider sehe ich hier Analogien zur Forenkultur, und damit ist jetzt nicht allein dieses Forum gemeint.
Gäbe es eine fruchtbare Auseinandersetzung, dann wäre das eine echte Bereicherung, und wir wären jedes Mal andere Menschen, als wie wir zuvor in diesen Dialog eingetreten sind.
Klar, das wäre der Idealzustand, aber wir dürfen uns durchaus darum bemühen, den als Maßstab annähernd zu erreichen.
Und nun zurück zum Thema:
Jedes OS hat seine Daseinsberechtigung. Und die ewigen Vergleiche werden allmählich wirklich langweilig.
Und damit ist von meiner Seite alles gesagt.