EDIT: da sich weiter oben jemand über die Formatierung aufregt, ok, bitte, ich werd hier Absätze einfügen! Ich geb zu, Absätze einfügen war schon in der Schule eine Schwäche von mir, ich bin eher ein quantitativ gestrickter Mensch und achte ned soviel auf Outfit von Texten, sorry!
Also, ich enumeriere mal deine Statements:
1. was ist mit Chancengleichheit?
2. Absicherung des Existenzminimus für einen Großteil einer Gesellschaft?
3. Du förderst mit diesem System nur die Ungleichheit
4. wenn, dann Grundsicherung für ALLE!
5. unmündig
6. "Schichten" definieren?
7. Wer bestimmt, dass mehr Geld mehr Belohnung bedeutet?
1. Chancengleichheit heißt für mich, daß grundsätzlich jeder die Chance auf Bildung haben sollte,
daher sollten die Haupt-, Real-, Gymnasiums-, und Hochschulen weiterhin kostenlos für jeden bleiben.
Ferner sollte jeder Zugang zu modifizierten staatlichen Sozialkassen haben, die eine gewisse Kopfpauschale
als Leistung anbieten im Gegenzug zu einem geringen Pauschbetrag vom Bruttogehalt.
Darüber hinausgehende Versicherungsleistungen können dann privat abgeschlossen werden.
Wer jetzt schreit "ja, aber das ist dann zu teuer", der weiß nicht, daß ich vorher den gesamten
Gesundheitsmarkt zwangsliberalisieren möchte, damit eine Zahnarztbehandlung in Deutschland
dasselbe wie in Ungarn kostet, aber die Qualität konstant bleibt.
2. äh nein, Absicherung des Existenzminimus als Sozialzwecknorm für diejenigen Teile der Bevölkerung,
die als arbeitslos gemeldet sind. Als Fiskalzwecknorm bleibt der Grundfreibetrag der Lohnsteuer weiterhin parallel erhalten.
Dieser Freibetrag des §32a EStG ist das inoffizielle gesetzliche Existenzminimum.
3. ähm, wenn ich damit keine faktische Gleichheit erreiche und Ungleichheit, wie du sie verstehst,
das Gegenteil der faktischen Gleichheit ist, dann ja, ich fördere eine Ungleichheit, aber gleichzeitig
eine anders definierte Chancengleichheit, die nicht gleich verteilte Einkommen und Vermögen impliziert.
4. ähm nein! Grundsicherung nur für die Leute, die aus welchen Gründen auch immer arbeitslos werden.
Natürlich spreche ich mich dann gänzlich dafür aus, die zwanghafte Arbeitslosenversicherung abzuschaffen und eine freiwillige Arbeitslosenversicherung vom Bruttolohn einzuführen. Diese freiwillige wird dann vom Staat zusätzlich zu der von mir geforderten Existenzsicherungshilfe ausbezahlt im Falle einer tatsächlichen Arbeitslosigkeit.
Somit hat der betroffene mehr als die Existenzsicherungshilfe, die je nach Bundesland
eine unterschiedliche Höhe haben soll, denn für mich darf das Existenzminimum nicht deutschlandweit einheitlich sein, sondern muß sich dem statistischen Warenkorb eines jeden Bundeslandes, d.h. dessen Lebenshaltungskosten, anpassen.
5. ich mache niemanden unmündig. Es sind sehr einfache Regeln:
FALLS du dich in einer Festanstellung d.h. Vollzeitjob befindest,
dann agierst du auf einem vollkommen liberalen Arbeitsmarkt mit hire + fire. Dieser liberale Arbeitsmarkt ist gekoppelt an einen vollkommen liberalen Dienstleistungsmarkt, auf dem neu gegründete Firmen entstehen sollen
durch Zerschlagung von Monopolen und Oligopolen und durch Zwangsregulierung (Telekom, Bahn, Post, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen, Autobahn). FALLS du jedoch aus der Festanstellung entlassen wirst, dann mußt du nicht hungern
-> der Staat bezahlt dir ohne Umschulungsdruck irgend einer Arbeitsagentur (die ich abschaffen würde)
während der Arbeitslosigkeit die Existenzsicherungshilfe + dein freiwillig eingezahltes staatliches Arbeitslosenversicherungsgeld (stattdessen kannst du bei einer privaten Arbeitslosenversicherung eben Geld von der Versicherung kriegen).
6. Schichten definiere ich einfach durch Unterteilung der Leute mit Vollzeitjob und Leute, die arbeitslos sind.
Teilzeitkräfte und 400 Euro Jobber laß ich außen vor. Ich behaupte, daß die Arbeitgeber, die so gern Teilzeit
und 400 Jobs vergeben ihre Stundensätze anpassen werden müssen, um Leute aus der Arbeitslosigkeit in solch ein geringfügiges Verhältnis zu locken, oder eben Ausländer importieren müssen.
7. du meinst, wer bestimmt, daß mehr Leistung mehr Nettogehalt bedeutet?
Das bestimmt nach allen Wirtschaftstheorien der Arbeitsmarkt. Und auf diesem Arbeitsmarkt bin ich definiert durch Leistung + Produktivitätssteigerung + Selbstvermarktung + Kundenzufriedenheit + fachliches Potential.
D.h. ich bin die Human-Ressource des Unternehmens. Wenn meine Produktivitätssteigerung meßbar ist,
dann verlange ich vom Arbeitgeber Rendite (=d.h. eine Änderung der Entlohnung). Diese Rendite kann ich ansetzen als R = Inflation + Produktivitätszuschlag + Kapitaldienst für die Opportunitätskosten, die dafür anfallen, daß ich mein Arbeitspotential als unselbständig beschäftigter Angestellter dem Arbeitgeber zur Verfügung stelle anstatt als Freiberufler am Geld- und Kapitalmarkt zu wirtschaften.
EDIT 2: könnte bitte ein Moderator ein Topic-Splitting durchführen, d.h. ein neues Topic mit dem Titel "neue soziale Marktwirtschaft" eröffnen und alle meine Statements, sowie die Antworten darauf hineinkopieren? Danke im voraus