Hey,
ums das ganze auch zu schildern und die Fragen die ich stellte selbst zu beantworten um damit vielleicht einen neuen Leser einen Richtwert zu geben folgt nun eine kleine Zusammenfassung.
Warum Freebsd auf dem Desktop? Ich nutze FreeBSD seit einem Jahr auf meinen Servern und bin sehr zufrieden. Grundinstallation ist schlank, das Portsystem bietet die Möglichkeiten alles aus Sourcen zu bauen ohne lästiges nachschauen nach Updates und sich mit Abhängigkeiten herumzuschlagen. Was unter Linux (auch wenn die Debianentwickler ein Herz haben für Sourcecodeuser) manchmal zu Problemen führte ist unter Freebsd nun normal als Anwendung möglich. Es ist mir eine Ärgernis das Linux in den letzten drei Jahren vermehrt als Konkurrent zu MS aufgebaut wird. Ich denke Linux hat die Stärken und sollte sich darauf ausruhen. Stabilität, Sicherheit, Schnelligkeit waren doch einmal genug um User aus aller Welt anzuziehen. Warum muss heute soviel an grafischen Installern, an Multimedia und an grafischen Assistenten in die Systeme gepackt werden, die am Ende das System unstabil machen. Sicherlich ist es dann für viele Leute nutzbar, aber wenn selbst Leute damit klar kommen die Linux nicht einmal aussprechen könnten bis vor einen Jahr finde ich das echt verdächtig.
Die Installation an sich war nichts Besonderes. FreeBSD Grundinstallation über FTP, danach den Source Tree gezogen und das System und den Kernel neu gebaut. Ports Tree gezogen und dann ging die Installation mal richtig los. Als erstes natürlich den Xorg Server (x11/xorg) gefolgt von den Desktops, x11/gnome2, x11/lxde-meta, x11/kde3 und x11-wm/xfce4 und das ganze stand nach 2 Tagen auf einen P4 mit 1 GB Ram zur Verfügung. Die Konfiguration hätte ich mir schwerer vorgestellt zumal der Xorg Fehler in der Konfiguration ausgibt, aber anscheinend durch die Nutzung von GDM nicht weiter wichtig. OpenOffice ist der einzige Port von dem ich mich nach 8 Fehlern verabschiedet habe.
Negatives ist mir nicht aufgefallen. Ich habe mich nur gewundert warum der Apache installiert wird und warum ich gleich drei Version der BerkeleyDB und drei Versionen von Samba zur Verfügung habe. Was auch nicht von Haus aus ging war der Sound, dazu musste im Kernel erst ein Modul aktiviert werden, das ich aber durch DesktopBSD schnell gefunden habe. Auch ist der Benutzer den ich bei der Grundinstallation angegeben habe, nach den kompletten Bau verschwunden und lässt sich auch heute nicht mehr anlegen.
Was ich noch benötige um wirklich glücklich zu sein. Ich würde gerne den Chrome Browser einsetzen, dieser ist zurzeit aber wohl ein Sicherheitsproblem, er lässt sich nicht installieren. Auch wäre ich zufrieden wenn ich Youtube nutzen könnte, was zurzeit auch nicht funktioniert, den nach dem Wikieintrag endet die Installation mit einer Sicherheitswarnung. Was auch noch fehlt ist die Nutzung des DVD Rom Laufwerkes um DVD abzuspielen, den ich besitze keinen Fernsehen und schaue abends schon einmal DVD. Leider lässt sich unter Gnome aber die CD nicht einbinden, vielleicht gibt es ein Trick den mir jemand verraten kann.
Zum Fazit, ich kann nur jeden empfehlen es auszuprobieren. Sicherlich haben die meisten auch größere Maschinen zur Verfügung an denen das Bauen schneller geht. Ein größerer Rechner steht bereits auf der Kaufliste, allerdings überbieten mich zurzeit viele bei Ebay.
MFG
Silvio