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Interesse an FreeBSD rückläufig? Schwächen und Stärken von FreeBSD.

Lance

Well-Known Member
Den Desktop betreffend ist der Zug abgefahren! Zwar stehen die ix-Verteidiger immer noch tapfer am Bahnsteig, aber da kommt kein weiterer Zug. Die Schalter sind geschlossen.
Meinst du damit den BSD-Zug?
Ansonsten sitze ich grad im Ubuntu Zug und die Fahrt ist sehr schnell, aber auch sehr entspannt und angenehm. Mir werden die köstlichsten Speisen serviert, wenn auch die Speisekarte etwas kleiner ausfällt.
Klar dominiert Windows und an zweiter Stelle macOS. Aber Linux wird an vielen Stellen nicht ignoriert, als dritte Kraft anerkannt und entsprechend unterstützt.
Andererseits läuft es eben tadellos, ich bekomme abgesehen von einigen Spielen alles was ich will und brauche und viele Programme werden ja auch immer besser. Was will man mehr? Wenig Marktanteil, = weit weniger Malware Stress.
Nein, ich mache den persönlichen Erfolg nicht am Marktanteil aus.
Die FreeBSD Community oder auch iXSystems hat es bis heute nicht geschafft, einen FreeBSD Desktop bzw „Distribution“ zu erstellen, die so gut und einfach wie ein vgl. Linux funktioniert. (Debian)
GhostBSD war nah dran, aber die bald auftauchenden Fehlerchen erinnerten mich an Linux früherer Tage und bremsten mich zu sehr aus. Denn ein sauberes, fehlerfreies Arbeiten über einen längeren Zeitraum war leider einfach nicht drin.
Und wenn ich sehe über welche Problemchen desktopbezogen hier immer wieder beraten wird, dann denk ich manchmal, die BSD Fans versuchen immer wieder ihren Liebling für etwas zu benutzen, wofür es nicht ist. Süß.
Aber man muss da eben schon Interesse am System haben. Soweit dass das Betriebssystem selber zum Hobby gehört. Und da bin ich eben raus. Sollte die Qualität von GhostBSD bzw FreeBSD desktopseitig zunehmen und einfacher werden, und Gründe geben, es Linux vorzuziehen, bin ich -vielleicht- wieder dabei. Allein wegen der netten Community hier. :D
Obwohl bei mir die idiologischen Gründe da nicht so wichtig sind und ich bzgl ZFS da ebenfalls keinen Vorteil ausmachen kann. (Läuft übrigens auch ganz gut auf dem Mac)
 

bsd4me

Well-Known Member
Die FreeBSD Community oder auch iXSystems hat es bis heute nicht geschafft, einen FreeBSD Desktop bzw „Distribution“ zu erstellen, die so gut und einfach wie ein vgl. Linux funktioniert. (Debian)
das stimmt - aber auch nicht ganz, ich nutze xfce und es läuft gut unter FreeBSD. Sowohl auf PC als auch auf Laptops. Ich habe da auch schon meine Erfahrungen mit Ubuntu gemacht - auf einem Server habe ich z.B. 18.04 einfach nicht drauf bekommen und musste mich (wegen Zeitmangel) dann mit 16.04 zufrieden geben, auf einem PC geht die Maus nur wenn man sie in spezielle Ports steckt. Ein Laptop unter Ubuntu stürtze täglich ab, obwohl ich ihn jahrelang unter FreeBSD sauber habe laufen gehabt... Also so ganz stimme ich dem nicht zu... VG Norbert
 

Athaba

Libellenliebhaber
iXSystems hat es bis heute nicht geschafft, einen FreeBSD Desktop bzw „Distribution“ zu erstellen
Dem stimme ich zu.

Aber wenn ich mit Debian oder vor allem Ubuntu zu tun habe und solche Sätze höre glaube ich ständig ich bin in einer Parallelwelt. Bis ich dann draufkomme, dass ohnehin alle die selben Probleme wie ich damit haben, wo ich mir denke, dass es die kaum verwendbar machen und man ständig frickeln muss damit das überhaupt ansatzweise funktioniert. Dann schaue ich mir da ein BSD an und siehe da läuft prima auf allen. Und ich will da garnicht in Details weil es da Unmengen an "Kleinigkeiten" gibt.

Ich hatte eigentlich was längeres mit Beispielen geschrieben, aber worauf's hinausläuft: Manchmal scheint es als würden viele BSDler im Namen der Objektivität Probleme an den BSDs erfinden und an Linux-Systemen einfach wegdichten. Ich verstehe schon, wenn man BSD gerne hat, dann will man nicht zum Missionar werden oder so, aber ab und an nimmt das echt masochistische Züge an. Wenn man dann liest, wie Leuten, die explizit auf einem Zweitsystem ihr Arch Linux Setup mit i3 und einem Browser auf einem BSD replizieren wollen und dann überspitzt gesagt so getan wird als wäre das eine riesige, kaum meisterbaren Herausforderung dann wirkt das schon bizarr.

Um den Rahmen nicht zu sprengen werde ich jetzt nicht im Detail auf die Themen eingehen, aber wenn ich diese und jene Macken mit Ubuntu habe (ist mal als Schnapsidee zum System der Wahl auf einem Arbeitslaptop geworden) schaue ich ob es das unter BSD und Arch auch gibt und verifiziere ein wenig im Umfeld, ob ich nicht der Einzige mit dem Problem bin und alle haben das. Ich weiß nicht, warum, aber was für horrende Probleme (Freezes, Crashes, Probleme mit Audio, etc.) da ignoriert werden ist schon extrem. Und wenn's die dann auch auf Arch Linux nicht gibt, frage ich mich ob das nicht doch irgendwie mit Marketing zu tun hat. Ubuntu verkauft sich als sehr out of the box und anwenderfreundlich, aber die Leute müssen dann ständig auf Windows oder macOS wechseln, weil nichts anständig funktioniert und sowas wie eine Videocall oder so zur Herausforderung wird.

Eine Sache, die ich jetzt auch nicht breittreten werde, wie ursprünglich geplant (es sei denn jemand will das hören) ist die Sache, dass die BSDs meines erachtens viel mehr "Werkzeugkisten" sind. Das ist glaube ich auch ein wenig von der Philosophie her so und bei FreeBSD meines Erachtens am Stärksten ausgeprägt.

Was ich damit sagen will ist, dass vieles mehr Tools und vielleicht APIs sind auf die man aufbauen kann und mit denen man dann Lösungen baut. Das heißt es fehlt für den täglichen Betrieb weniger an Technologien, sondern mehr an Anwendungen. Hier werde ich doch ein Beispiel bringen. Das ist jetzt ein bisschen vereinfacht dargestellt und ich will jetzt nicht sagen, dass das kein Aufwand wäre. Ich denke aber es wäre zum Beispiel realistisch so etwas wie pot herzunehmen, eine bisschen Scripting drum rum zu machen oder eine "Distribution" für FreeBSD dafür zu machen, die das schön mit Nomad integriert, dann ein Repository pots.freebsd.org oder so zu bauen und man hätte einen großen Teil der Docker und Kubernetes Use Case abgedeckt. Selbiges gilt ja auch für andere Bereiche.

Ich stolpere mal immer wiedre über Projekte die genau das versuchen, aber ich glaube der Mangel an Fokus tut dem nicht gut. Es ist ja schön, dass mehr als ein Weg gegangen wird, aber wenn man eine kleinere Community hat ist es schwieriger. Was ich oft sehe ist dass das jemand mit Wissen so etwas aufzubauen, vielleicht hat die Person schonmal sowas für ein Unternehmen gebaut, aber dann gibt's eine Reihe von klassischen Problemen: Chaotisches Repository, nicht allzu schöner, schwer verständlicher Code, weil doch ein Sysadmin, manchmal viel Shell-Foo, manchmal offenbar eines der ersten Python oder Go-Projekte, mitunter dann kein native Speaker, dann ist das mit der Doku schwieriger, und Dinge, die das Projekt einfach unattraktiv machen, wie wenn es eine Website gibt, da aber schlecht gemacht ist und vielleicht noch ein paar kaputte Links hat oder generell outdated ist. Auch passiert es dann gern mal, dass wenn das ohnehin von einer oder wendigen Personen vorangetrieben wird es mit dem Support für mehr als eine spezeille Version schlecht aussieht und die APIs komplex und nicht stabil sind.

Das Problem bei PC-BSD war glaube ich mangelnder Fokus. In KDE3-Zeiten war das System ja echt gut, aber später war es mit der Richtung echt nicht klar. Da gab's dann eine Serverversion, wieder selbst mit vielen APIs, so Sachen wie Websocket-Interfaces, ein eigenes Desktop Environment und, auch wenn ich die Projekte per se für sich selbst nicht schlecht fand da noch drauf die Themen sndio, LibreSSL, OpenRC, -CURRENT-Tracking, eigene Patches und so weiter zu packen hat zu einem System geführt, das deutlich schwieriger in der täglichen Verwendung war, als einfach einem FreeBSD am Desktop Howto zu folgen und einen guten funktionierenden Desktop für den täglichen Gebrauch zu haben.

Solche Fehlschläge gibt es immer mal wieder, nicht nur was Distributionen angeht. Ich glaube nicht, dass das viel über FreeBSD am Desktop aussagt, vor allem nicht wenn man einfach ein FreeBSD laden kann, vielleicht einem kleinen Guide folgt (der wesentlich simpler als Arch Linux, das am Desktop einigermaßen verbreitet ist) ein besseres Ergebnis erzielt.

Die Leute, die FreeBSD erfolgreich am Desktop betreiben haben auch nicht wirklich einen Grund an einer Distribution zu arbeiten. Für ein neues System installiert man einfach ein FreeBSD, installiert das bekannte Paketset, kopiert ein paar Configs und das war's. Das ist dann nicht so unterschiedlich als wie wenn man eine Distribution hernimmt und da dann das System anpasst indem man Pakete installiert und Configs kopiert.
 

Lance

Well-Known Member
Manchmal scheint es als würden viele BSDler im Namen der Objektivität Probleme an den BSDs erfinden und an Linux-Systemen einfach wegdichten.
Ich hab eher das Gefühl, als würden viele BSDler, eben einfach weil sie BSD mögen und fest dazu stehen (was ja menschlich und nachvollziehbar ist) BSD bzw Vergleiche mit Linux nicht immer nüchtern sachlich betrachten sondern bewerten negative Erfahrungen mit Linux sehr stark, während man bei FreeBSD drüber hinwegsieht oder sich die Zeit nimmt es zu beheben. Linux wird dagegen dann gleich verteufelt und verbannt.
Wie gesagt das ist nur mein Eindruck der nicht die Realität widerspiegeln muss und er bezieht sich auch nur auf einen Teil der Leute.
Ich z.B. kann die negativen Erfahrungen mit Ubuntu absolut nicht teilen. Klar hat jeder andere Vorstellungen oder Erwartungen von seinem System, aber ich musste bei Ubuntu weder „frickeln“ noch hatte ich (tägliche) Systemabstürze.
Und falls ich das doch mal bei einem Gerät hätte, und FreeBSD würde sauber laufen, wäre in meinen Augen halt einfach diese Hardware für Ubuntu ungeeignet, aber mehr auch nicht.
Nur weil eine kaputte GraKa unter VESA funktioniert, schwöre ich jetzt OpenGL und Treibern nicht ab und finde VESA total toll. ;)
Ich schaue mir alle Welten an (klar bei Solaris war ich hier damals auch bisserl wie ein Jünger) versuche aber neutral das beste für mich rauszuholen und gebe jedem interessanten System eine oder mehrere Chancen. Und momentan bin ich da nach wie vor bei macOS und Ubuntu. Einfach weil ich damit am besten klarkomme und es am meisten „Spaß“ macht. Catalina wird besser/fehlerfreier und ich hab mich dran gewöhnt.
 

pit234a

Well-Known Member
Aber wenn ich mit Debian oder vor allem Ubuntu zu tun habe und solche Sätze höre glaube ich ständig ich bin in einer Parallelwelt. Bis ich dann draufkomme, dass ohnehin alle die selben Probleme wie ich damit haben, wo ich mir denke, dass es die kaum verwendbar machen und man ständig frickeln muss damit das überhaupt ansatzweise funktioniert.
Klar hat jeder andere Vorstellungen oder Erwartungen von seinem System, aber ich musste bei Ubuntu weder „frickeln“ noch hatte ich (tägliche) Systemabstürze.
Darauf läuft es wohl bei einem Desktop oder auch ganz generell hinaus.
Meine Schwester etwa kann zu den eher unbedarften Endanwendern gezählt werden (also noch wesentlich unbedarfter, als ich selbst) und hatte bis vor einiger Zeit einen meiner alten Mac-Books in Gebrauch. Mit OS-X und ohne alle Updates und nach einiger Zeit durch irgendwelche wilde Installationen so zerstückelt, dass ich damit nicht mehr arbeiten wollte. Alles ist grottenlahm. Nun hat sie einen neueren, aber immer noch alten Lenovo von mir bekommen, auf dem irgendein Win10 installiert ist und sie nutzt das ganz begeistert. Als ich sie letztens danach fragte, fand sie es ganz super toll, was die da immer für schöne Hintergründe beim Anmeldebildschirm benutzen.
Vermutlich sind die oben erwähnten mehrere Milliarden Windows-Desktop-Nutzer in der ganzen Welt ähnlich anspruchsvoll oder anspruchslos.
Ubuntu trägt diesen Anwendern meiner Ansicht nach Rechnung und liefert komplette Lösungen mit Freier SW, die ich selbst zwar sehr viel besser finde und besser kenne, als das, was in OS-X oder Windows läuft, die mich trotzdem aber nicht zufrieden macht.

Dann kommt das nämlich, wenn ich nicht zufrieden bin und möchte, dass alles sich anfühlt und so aussieht, wie ich das möchte und gewohnt bin und wenn ich dann an Ubuntu Hand anlegen muss, um es so zu verbiegen, dass es mir passt, dann und nur dann gerate ich damit eher in Verzweifelung, als wenn ich gleich ein FreeBSD nehme und dieses passend einrichte.
Ob meine Wünsche relevant sind, ist eine ganz andere Frage. Ich kann sie allerdings weder mit OS-X noch mit Windows umsetzen. Mit Ubuntu oder anderen GNU/Linux-en gelingt es mitunter schwierig, wenn ich eine fertige Version erst zerlegen muss. Mit FreeBSD habe ich keine Probleme, wirklich keine und auch keine mit unpassenden DEs oder fehlerhaften Updates.

Deshalb sage ich, dass für mich dann der Zug abgefahren wäre, wenn ich nicht mehr meine gewohnte und geliebte SW Frei bekommen könnte, um mir einen passenden Desktop daraus zusammen zu stellen. Dass die meisten Leute weltweit nicht meinen Desktop nutzen (keiner außer mir, oder höchstens noch zwei andere), ist mir vollkommen unbedeutend und es kann daraus für mich überhaupt nichts abgeleitet werden.
Oder soll ich mir mein System danach aussuchen, wieviele Leute es nutzen?
Einer meiner Lehrer sagte mal was in der Art, dass Scheiße wohl gut schmecken muss, weil doch Millionen von Fliegen so auf Scheiße stehen.
Ich weiß nicht, wie das mit den Geschmäckern meiner Mitmenschen so ist, aber meiner wird dadurch nicht anders, weil die Mehrheit in eine bestimmte Richtung geht.
 

Athaba

Libellenliebhaber
Ja von Einzelfällen aufs große Ganze schließen ist ohnehin Humbug. Ich finde halt wiederholte Freezes auf den Systemen unterschiedlicher Leute schon schwindlig. Und ich rede jetzt nicht von Hardware-Sachen. Was mich da nur sowas, wie dass ich dann den Bugreport dazu suche und dann sehe dass das selbe Problem schon seit Jahren drin ist, Standardkonfiguration ist und eben nicht mit meinem Setup zusammenhängt. Aber ich wollte jetzt nicht über Ubuntu-Themen reden.

Worum's mir ging ist, dass es in der Community (Reddit, teilweise auch FreeBSD Foren), die wenn jemand meint er würde sich gern mal BSD ansehen und installiert das jetzt auf den alten Laptop, wo dann eine Reaktion kommt, als wäre das nahezu unmöglich oder als wäre das generell eine dumme Idee (nicht zeitgemäß, etc.). Häufig untermauert mit Falschaussagen, dass dieses oder jenes nicht funktioniere.

Vielleicht ist das aber auch ein Trend in der IT. Also, dass Dinge als schwieriger und komplexer dargestellt werden als sie sind, weil man vielleicht doch mal ein bisschen was lesen muss.

Also dass Sachen einfacher und besser dargestellt werden, als sind sind ist ja ohnehin üblich. Marketing und Leute, die anderen vorschreiben wollen was sie zu nutzen haben. Die andere Richtung ist mir zumindest neu. Also dass schlicht falsche Behauptungen in den Raum gestelt werden, dass dieses oder jenes nicht geht. Das habe ich in letzter Zeit mal erlebt und es hat mich ziemlich gewundert.

Aber wenn ich da der Einzige bin, der das in letzter Zeit gehäuft gesehen hat, dann ist das eher beruhigend. :)
 

serie300

Well-Known Member
Erstaunlich wie lange dieser Thread ist obwohl doch das Interesse an BSD rückläufig ist. :rolleyes:

An meinem privaten Arbeitsplatz läuft jedenfalls FreeBSD und ich würde sogar sagen besser als früher (3D GraKa Unterstützung, Anwendungen). Und wer konstruktiv sein will kann ja bei FreeBSD mitarbeiten - sowohl Core als auch Packages.
 

Azazyel

Well-Known Member
Worum's mir ging ist, dass es in der Community (Reddit, teilweise auch FreeBSD Foren), die wenn jemand meint er würde sich gern mal BSD ansehen und installiert das jetzt auf den alten Laptop, wo dann eine Reaktion kommt, als wäre das nahezu unmöglich oder als wäre das generell eine dumme Idee (nicht zeitgemäß, etc.). Häufig untermauert mit Falschaussagen, dass dieses oder jenes nicht funktioniere.
Zumindest hier im Forum kommt - sofern mich meine Erinnerung nicht täuscht - eher die Aussage, dass man sich damit keinen Gefallen tut, weil gerade alte Consumer-Laptops mit freien Betriebssystemen so ihre Differenzen haben. Wäre blöd, wenn der erste BSD-Kontakt nur deswegen zum Scheitern verurteilt ist, weil die Hardware nicht harmoniert. Ich empfehle aus genau dem Grunde ja auch immer virtuelle Maschinen.

Vielleicht ist das aber auch ein Trend in der IT. Also, dass Dinge als schwieriger und komplexer dargestellt werden als sie sind, weil man vielleicht doch mal ein bisschen was lesen muss.
Ich habe eher den umgekehrten Eindruck. Es gibt inzwischen für jedes Thema eine Fülle an Tutorials und Einführungen für alle Zielgruppen, d.h. selbst für krasse Themen findet man gute Erläuterungen. Die frühere Friss-oder-Stirb-RTFM-Einstellung ist seltener geworden - oder geht zumindest in der Fülle guten Materials unter.

Also dass Sachen einfacher und besser dargestellt werden, als sind sind ist ja ohnehin üblich. Marketing und Leute, die anderen vorschreiben wollen was sie zu nutzen haben. Die andere Richtung ist mir zumindest neu.
Warum schreibt man privat über ein Thema? Weil man sich dafür interessiert. Das nimmt manchmal extreme Züge an und die Leute entwickeln sich zu Fanboys, die jeglichen Realismus verlieren, sobald es um ihr Steckenpferd geht - speziell, wenn etwas als Bedrohung für ihr Steckenpferd wahrgenommen wird. :ugly:

Das motiviert wiederum andere Leute, gegen deren Falschaussagen anzuschreiben. :D

Also dass schlicht falsche Behauptungen in den Raum gestelt werden, dass dieses oder jenes nicht geht. Das habe ich in letzter Zeit mal erlebt und es hat mich ziemlich gewundert.
Beispiele? Mir ist eher der umgekehrte Fall begegnet: Leute behaupten, etwas ginge mit XYZ. Sobald man nachbohrt, merkt man aber schnell, dass die Leute entweder noch nie damit gearbeitet haben und/oder den Anwendungsfall gar nicht verstanden haben.

Aber wenn ich da der Einzige bin, der das in letzter Zeit gehäuft gesehen hat, dann ist das eher beruhigend. :)
Es kommt immer darauf, in welchen Medien bzw. Foren man unterwegs ist... :)

Erstaunlich wie lange dieser Thread ist obwohl doch das Interesse an BSD rückläufig ist. :rolleyes:
Dieses Forum ist zum Thema BSD auch nicht gerade repräsentativ. :p
 

Lance

Well-Known Member
Also dass schlicht falsche Behauptungen in den Raum gestelt werden, dass dieses oder jenes nicht geht.
Mag sein, aber als es mir hier z.B. damals darum ging NTFS Laufwerke so wie unter Linux/macOS automatisch zu mounten, musste ich feststellen dass es schlicht unmöglich ist bzw war (weder hier noch sonstwo ne Lösung gefunden, GhostBSD macht es bis heute auch nicht) und dann wurde einem noch erzählt wie schlecht es wäre oder man es finde, Laufwerke automatisch einzubinden. Ich wollte wissen wie bzw ob es geht und nicht ob es gut oder schlecht ist. Ich weiß nicht ob man heute dsbmc so einrichten kann, dass es unauffällig im Hintergrund genau das tut, aber damals kamen mir einige persönliche Meinungen eher wie Rechtfertigungen/Schönrednerei für unlösbare Aufgaben vor. Man verteidigt eben „sein OS“ - Thema „Fanboys“...
 

Athaba

Libellenliebhaber
Hab mehr über so Orte wie Reddit geredet, wo ich ab und an mal drübergeschaut habe. Und spontan fallen mir Themen rund um Jails und Audio/sndio, Software die nicht klappt und Security-Features (capabilities) ein. Subjektiv betrachtet ist man schneller mit einem "geht nicht" ohne den Versuch unternommen oder eine Begründung vorgerbracht zu haben. Mich nervt da auch mehr die falsche Behauptung in der technischen Community, als dass es um ein BSD geht. Das ist bin ich mehr aus anderen Lebensbereichen gewohnt und davor ziehe ich mich auch ein wenig in die Technik zurück. Aber das passt die Sache mit dem Streckenpferd auch drauf. Es nervt auch bei Themen, wo ich eher ein Hater bin, weil man dann nicht sinnvoll drüber diskutieren und argumentieren kann. Mir fällt da sogar ein Thema ein, aber wenn es nenne driftet der Thread endgültig ab. :ugly:

Zu Doku und komplexen Themen: Genau weil es so viel Dokumentation gibt wundert es mich, wenn so getan wird, als müsste man für dieses und jenes (alles was mit OS, Programmiersprachen, Hardware, oder Programmierung ohne dicke Frameworks) mindestens ein Halbgott sein. Vielleicht liegt dass ja auch bloß daran, dass man ein Produkt verkaufen will mit dem es vermeintlich einfacher geht.

Aber ich möchte mich entschuldigen, dass ich das Thema weiter weg vom Topic gebracht habe. Bisschen eine Meta-Diskussion geworden. Sollten wir wohl anderswo fortsetzen, wenn Interesse besteht.
 

pit234a

Well-Known Member
Mag sein, aber als es mir hier z.B. damals darum ging NTFS Laufwerke so wie unter Linux/macOS automatisch zu mounten, musste ich feststellen dass es schlicht unmöglich ist bzw war (weder hier noch sonstwo ne Lösung gefunden, GhostBSD macht es bis heute auch nicht) und dann wurde einem noch erzählt wie schlecht es wäre oder man es finde, Laufwerke automatisch einzubinden.
naja. Ich will da nicht ins OT, aber das hat nichts mit FreeBSD zu tun!
Und das ist keine Ausrede, sondern nur eine Erklärung.
Nebenbei funktioniert(e) es auch in Mac-OS-X nicht automatisch aus dem System heraus und es würde auch in GNU/Linux nicht automatisch funktionieren, wenn einem das nicht irgendwelche Distributionen abnehmen und einrichten würden.
Hier reden wir nun über Anwendungen, die es für FreeBSD gibt oder eben nicht gibt.
Der Eine braucht so etwas, ein Anderer verdammt solche Automatismen. Es ist nur recht und billig, wenn man das erklärt, ob zusammen mit einer Funktion oder auch nur der Aussage, dass es eben keine gibt.
 

-Nuke-

Well-Known Member
Ich persönlich bewege mich auch weg von FreeBSD. Einzig mein privater ZFS Fileserver wird vermutlich eben wegen ZFS noch auf FreeBSD bleiben. Der letzte Server bei Hetzner wird vermutlich beim nächsten Server-Upgrade/Wechsel auf auf Linux umgestellt.

Azazyel hat eigentlich schon so ziemlich alles gesagt wodurch man sich die Gründe ableiten kann (ich wiederhole es aber gerne mal). Und auch wenn immer auf automatisierten Containern herumgehackt wird, weil sie doch so böse unsicher sind... wenn ich mir ansehe in was für katastrophalen Zuständen manche normalen Server so laufen, da ist so ein Docker-Container mit einer alten Library im Image ein unbedeutend winziges Problem. Noch schlimmer sind Server mit kommerzieller Software, wo sich bis zum nächsten Release jener Software schon niemand mehr traut überhaupt ein Update zu fahren, weil er sonst im Fehlerfall die halbe Firma mit runter fährt. Aber natürlich ist in solchen Diskussionen jeder Anti-Container-Admin das unfehlbare Paradebeispiel eines Admins, dessen Server jeden Security-Audit jederzeit mit bravour bestehen würde. :D

Es sind einfach so dermaßen viele Sorgen weniger. Die Host-Distribution ist mir egal, es ist wesentlich einfacher den ganzen Kram, der da so läuft zu auditieren (Docker und Docker-Compose sind quasi Werkzeug und Doku in einem), Updates sind leichter zu testen, Müll kann sich maximal in den definierten Verzeichnissen ansammeln, alles andere wird bei jedem Update gelöscht. Auch als Anbieter kann ich einfach mit meiner Software einen durchgetesteten Docker/Flatpak/Snap-Container zum Kunden schieben und muss mir nicht den Kopf zerbrechen, ob er nicht irgend eine uralt-LTS-Distro laufen hat, bei der 90% meiner notwendigen Abhängigkeiten veraltet sind...

Mir ist bekannt, dass man in FreeBSD auch so Sachen wie Ansible mit Jails fahren kann. Aber das löst halt auch nur das halbe Problem, gerade weil FreeBSD Jails nicht gerade sehr portabel sind.
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
Solange du nicht gerade mengenweise fertig verpackte CTF Challenges ähhm Dockerimages suchst können Jails auch wunderbar als moderne Container herhalten.
 

-Nuke-

Well-Known Member
Und diesen modernen Container kriege ich dann wie auf einem Debian zum Laufen? Oder Windows oder MacOS? Oder ganz frech, kriege ich eine FreeBSD 12 Jail auf FreeBSD 10 oder OpenBSD gestartet? Es ist halt dass Problem. Selbst Microsoft hat Windows kompatibel zu Linux gemacht, damit der Kram funktioniert. Und es ist nicht so als wenn Jails oder FreeBSD irgend einen dramatischen Vorteil hätte. Ganz im Gegenteil. Bei aller Liebe zu FreeBSD... Die Welt dreht sich weiter, Kunden haben Anforderungen, das Personal hat Anforderungen, ich habe Anforderungen und FreeBSD erfüllt davon immer weniger und weniger. Und immer nur auf vollständig und einfach lösbaren Sicherheitsaspekten rumzuhacken ist meiner Meinung nach auch nur eine Ausrede sich nicht damit zu beschäftigen.
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
Nein du Witzbold. Dafür gibt es entweder Hypervisor oder Baremetal. Du kannst deine Dockeimages weder auf macOS noch Windows nativ starten. Docker Desktop und Boot to Docker oder wie es auch immer für den Desktop deiner Wahl heißen mag startet auch nur Linux in der VM. Dem Hypervisor ist es fast egal welchen Kernel er beherbergen soll. Ne FreeBSD VM braucht auch nicht signifikant mehr Resourcen (CPU, RAM, I/O) als nen Linuxgast der vergleichbare Software ausführt. Oftmals ist das FreeBSD Basissysstem sogar deutlich schlanker. Solltest du allerdings Äpfel mit Birnen vergleichst bzw. oder ZFS mit Ext4 kommt Linux besser weg bzgl. RAM.

Der Hauptvorteil von Docker ist das man mal eben umsichern Scheiß testen kann und anschließend die Augen zudrücken und behaupten kann es wäre schon gut genug. Docker ist für mich was passiert, wenn du einem Programmierer immer nur sagst "wir können dein Laptop nicht ins RZ stellen" ohne zu erklären was damit gemeint ist.
 

Tulkas

Well-Known Member
Docker und Jails haben meiner Auffassung nach unterschiedliche Aufgabengebiete und sind allein deshalb schon nicht vergleichbar oder gar gegeneinander austauschbar.
Docker ermöglicht ein einheitliches Deployment auf den unzähligen verschiedenen Linux-Distros, Jails hingegen wollen nicht deployen sondern den "allmächtigen root-benutzer eindämmen"
Optimal wäre also Docker in Jails ;)
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
Tulkas: Du kannst Jails genauso verwenden wie Jails hast allerdings bei FreeBSD nicht das Distrochaos. Meiner Meinung nach sind einfach zu viele Entwickler zu faul ihren Code sinnvoll zu verpacken und wollen lieber coole neue Features implementieren. Das Problem hatten schon vor Docker viele Javaprojekte bei denen gefühlt niemand mehr wusste wie man wirklich alle Abhängigkeiten aus dem Code bauen sollte. Stattdessen wurde von irgendwo ein Haufen JARs per HTTP geladen und höchstens noch mal der MD5 Hash verglichen. Docker ermöglicht es solche Missstände gut zu verstecken. Das soll nicht heißen das Docker für nichts anderes geeignet ist. Jeder Anwendung ihre eigene saubere und abgeschottete Umgebung zu verpassen macht das Leben deutlich angenehmer und Jails/Container haben dabei deutlich weniger Overhead als die üblichen Hypervisor.
 

-Nuke-

Well-Known Member
Nein du Witzbold. Dafür gibt es entweder Hypervisor oder Baremetal.
Und diese FreeBSD VM verwaltet wer? Punkt ist, nichts außer FreeBSD frisst Jail Container. Und selbst bei FreeBSD muss man ein * dran machen, dass das Jail Userland nicht neuer sein darf, als der Host Kernel. Es ist mir doch vollkommen egal wie mein Container auf dem Zielsystem ausgeführt wird. Bei Linux verwaltet es die Distribution, bei Windows verwaltet es Microsoft, bei MacOS verwaltet es Docker. Mein Docker Template wird laufen, egal ob das gerade beim Anwender ist, beim Entwickler oder beim CI Test.

Du darfst auch gerne weiter FreeBSD benutzen. Ich für meinen Teil habe keine Lust mehr. Für mich sind die Zeiten wo man jeden Container und jede VM einzeln streichelt und pflegt einfach vorbei. Ansible kann einem helfen, aber letztendlich ist das Resultat etwas, was ich praktisch nur mit FreeBSD benutzen kann. Hat auch eine dezent andere Intention.

Klar kann FreeBSD nichts direkt dafür, dass Container Orchestrierung so extrem durchgestartet ist und Linux zentrisch aufgebaut wurde. Aber letztendlich ist es auch nicht mein Problem. Ich sehe die Dinge die ich mit Linux alles machen kann, die mit FreeBSD nicht gehen und handle entsprechend. Und Lieblings Betriebssystem Ideologien bezahlen auch nicht mein Gehalt.
 

turrican

Well-Known Member
Unabhängig von den Meinungen für oder wider den Vorteilen von Docker, snap, flatpak usw; könnte mir vorstellen, dass FreeBSD - bzw BSDs generell - vorrangig gerade als Server- oder Embedded Plattform weiter genutzt wird und zwar in Bereichen, wo Win IoT, Linux oder ein anderes spezialisierteres OS (z.B. QNX) aus irgendwelchen Gründen nicht verwendet wird oder werden kann. Ich sehe hier einen klaren Vorteil der Lizenz, gerade auch im Vergleich zu Win oder Linux.

Da Linux aber mittlerweile grade im Bereich ZFS arg überholt bzw bereits in den letzten beiden Jahren überholt hat, verliert BSD hier grad auch eins seiner Alleinstellungsmerkmale - OS wie Ilumos und smartos usw mal beiseite gelassen - die Entscheidung von iX Systems weg von FreeBSD und hin zu Linux wird hier vermutlich in Zukunft noch ihr übriges tun.

Linux ist so gesehen schon lange in der Commodity-Ecke angekommen - man nimmt nen USB Stick mit nem Image und hat quasi nach max 20 Minuten einen gut nutzbaren Laptop wenn man denn möchte; klar, etwas Nacharbeit und Softwarepflege muss man noch durchführen, aber im Großen und Ganzen kriegt man das auch als Ungeübter bzw nicht-OS-affiner Mensch hin, die Distributionen und deren Installer nehmen einem da ganz schön was ab; auch funktionieren meist Sachen wie "Bildschirm zum externen Ausgang umleiten" oder "hot-Docking" ootb, bzw mit kleiner Nacharbeit - oder auch gar nicht, wenn wieder mal die Hardware nicht 100% passt.
Bei den BSDs war das eigentlich immer gleich nur ein entweder/oder - entweder es lief gleich, oder gar nie.

Bei FreeBSD ist das zwar auch machbar (Desktop nach max 20 Min aufm Laptop) und so Sachen wie die Trennung Kernel/Userland zwar ganz nett (wie schon in den 90ern bzw in den 2000ern) aber irgendwie ist das "Gesamtpaket" aus dem Ganzen dann doch mittlerweile "etwas ungelenk" im Direktvergleich zu Linux.
Dann scheiterts oft auch an Kleinigkeiten, welche sich dann in der Summe zu Frust addieren - wie z.B. Problemchen bei dem einen oder anderen Desktop-Environment, den Sleep-Modes, wechsel zwischen versch. WiFi APs usw.
Auch sieht man bei Installation von Software gefühlt mittlerweile sehr oft die Meldung, dass "dieses Paket keinen Maintainer mehr hat" - das und das andere führt dann nicht gerade zu einem guten Gefühl für BSD.

Daran sieht man halt, dass in den lezten 10 - 20 Jahren etliches Geld der Firmen in Linux und dessen Wetierentwicklung - gerade auch hin zum Desktop - geflossen ist;
ich wage zu behaupten: das war bei den BSDs mit Sicherheit nicht so bzw war der Desktop vermutlich nie das Hauptthema bei den Entwicklern - und die waren bestimmt glücklich mit ihren BSD Installationen auf ihren Maschinen.

Hab selber oft genug gesagt: so, ab heute nurmehr FreeBSD aufm Laptop - aber so einfach wars dann doch nicht - und das trotz dem exklusiven Einsatz von gut abgehangenen ThinkPads, welche eigentlich gut von Free- und OpenBSD supportet werden.
Irgendwo reichte es dann doch wieder nur für die Installation auf dem Zweit- oder Drittlaptop.

A propos vor 10 Jahren: siehe den Beitrag auf heise [1]; ich denke die Überschrift ist heute nach 10 Jahren eigentlich immer noch gültig, trotz Netflix, OrbisOS für PS4 und anderer prominenter Nutzer von FreeBSD im Backend.
Ein Forenteilnehmer schrieb "ich würde ja gerne FreeBSD benutzen, aber..." - ich denke so gehts mir und vielen anderen heut immer noch; bei Linux hat sich das von Jahr zu Jahr mehr zum Mainstream aber auch zum positven hin gewandt.
Bei BSD sehe ich diesen Fortschritt in der Form nicht - ja, es wurden natürlich auch Fortschritte gemacht, aber nicht in diesem Umfang - auf den Desktop bezogen, bei Servern schauts mit Sicherheit anders aus, aber die Beiträge hier zeigen auch, dass die Erwartungen auch an ein Server-OS auf einen gewissen Grund-Umfang hindeuten, welchen FreeBSD aktuell ggf nicht bedienen kann.



[1] FreeBSD - der unbekannte Riese, heise 19.02.2010
 

CommanderZed

OpenBSD User
Mitarbeiter
Ich verfolge seit einiger Zeit den Thread ein bisschen und finde es super lustig wie hier fast alle mit einem offensithlich recht kleinen IT-Horizont* und ohne die möglichkeit mal 2,3 Schritte zurückzugehen Seitenlange aufsätze schreiben und sich dabei auch noch immer wieder im Kreis drehen.

Villeicht als Beispiel:
In "meinem" IT Horizont gibt es nur Windows-Desktops, nen paar einzelne Linuxserver ohne Docker oder son quark, quasi handadministriert, Windows Server (ohne Docker & Co), nen paar Appliances und ne IBM iSeries.

Nach der Logik ist nicht nur *BSD sondern auch den ganzen krams den Ihr da über Docker und Container und Jails und so schreibt - komplett bedeutungslos.

Nun ist "mein IT Horizont" aber halt nicht das maß aller dinger, aber eurer halt auch nicht.
Hier trotzdem mal 2,3 "Denkanstöße" die ich so hier noch nicht gesehen hab:

Im Desktop-Bereich hat Microsoft durch das gute Windows 7 und danach das gute 10 zarte versuche im Bereich Linux-Desktop breiter erfolgreich zu sein, so ziemlich global zunichte gemacht, einzig nennenswert ist da noch als alternative MacOS. Ansonsten ist der Zug abgefahren!
Wer jetzt noch Linux auf dem Desktop nutzt macht dies aus einem oder mehreren der Folgenden Gründe:
  • Er ist ein Enthuisiast
  • Er hat (berechtigte) Sorgen zum Thema Datenschutz & Überwachung
  • Ihm ist die ggf. höhere "Sicherheit" des OS wichtig
  • Aus Überzeugung / Ideologie
  • Er braucht praktisch ein feature das Linux hat aber Windows nicht hat.
  • Er möchte sich generell ein bisschen mit der Alternative beschäftigen
  • Sicher ist diese Liste nicht vollständig :)
Aber selbst hier fahren viele Zweigleisig, weil auch Linux-Only nur bei sehr schmalen Anforderungen funktioniert - stichwort Netflix, Prime Video & Co in FullHD :)
Unterstützung von Firmen (Treiber, Software) gibt es meist nur aus "Good Will", oder weils für Server oder so eh gebraucht wird, aus Marketinggründen, oder auch aus strategischen Gründen (Man möchte sich nicht nur auf Windows verlassen, denke das ist bei Steam nen wichtiger Punkt)
Tja, und *BSD ist da dann nochmal wesentlich unbekannter und gilt halt auch als "Komplizierter" als Linux und ist ganz eindeutiger zumindest in teilen nochmal etwas eingeschränkter was einige Szenarien angeht. Wenn auf jeden 500. Linuxdesktopuser ein *BSD nutzer kommt, ist das schon sehr sehr sehr optimistisch. Dennoch wer Linux aus z.B. wg. Datenschutz nutzt ist vill. ja auch an *BSD mal interessiert e.t.c.

Aber das ist ja auch nichts schlimmes oder gar neues!
Es gibt uns ja, die *BSD nutzer, und wir machen das ja alle aus dem ein-oder-anderen grund. Die *BSDs sind ja u.U. auch gerade interessant weil sie sich dann doch von Linux unterscheiden in z.B. ihrer etwas übersichtlicheren Struktur e.t.c. - das bedingt aber halt auch gewisse abstriche da kleineres Team, weniger möglichkeiten aber letzendlich auch garnicht das Ziel 1:1 Linux abzubilden inkl. aller funktionen.
Klar ist es auch wichtig mit der Zeit zu gehen. Ich kann z.B. das meiste an Desktop krams auf meinem OpenBSD Notebook machen, was halt fehlt ist Netflix & Co sowie Daddeln und 2,3 andere Kleinigkeiten - dafür gibts dann halt die Windows-Kiste.

Und machen wir uns nichts vor, obwohl 99,9% oder mehr aller Desktops auf Windows laufen, ist Windows bei den "Endusergeräten" nur noch ein kleinerer Teil - deutlich mehr Geräte laufen, egal in welcher Bauform unter iOS oder Android - und das finde ich tatsächlich aus IT-Sicht bedenklicher, obwohl ich selbst heavy-user da inzwischen bin - deshalb auch mein experiment mit dem PinePhone.

Bei der Serversicht wirds dann schon wieder deutlich diverser, hier hat Linux nicht verloren, Windows nicht gewonnen und es ist noch viel Platz und Raum für *BSDs und noch exotischeren systemen wie die IBM iSeries - aber natürlich nicht in allen Bereichen.

Ich finds aber etwas schade das in der ganzen Diskusion nur ein sehr sehr schmaler bereich betrachtet wird, ich nenns mal "Eure Welt". Ich komm ja mehr aus dem bereich Produktiver Firmen (Lager, Logistik bei mir) bzw. hab auch aus dem Bereich viele Kontakte (Unternehmen die etwas physisches produzieren, designen, entwickeln, bewegen e.t.c.).
Und da wird oft Software eingesetzt deren Entwickler garantiert noch nie von Konzepten wie Docker gehört haben und u.U. noch nichtmal ein Linux gesehen haben, denn das gros der Software läuft halt auf einen langweiligen single Windows Server, oft über 20 Jahre oder so - auch in vielen anderen Bereichen breiter Standard.
Und wenn sonne IT aus so einer Umgebung sich mal nen Linux anschaut dann vill. mal für nen Icinga, nen (einzelnen!) Webserver für nen internes Forum, ner Sondersoftware oder als DHCP-Server, DNS oder sowas in die Richtung, meist wenn das Windows da irgendwie etwas halt nicht so direkt kann. Platz für Docker oder so sehe ich da überhaupt nicht. Wenns nen kleines Unternehmen ist, liegt die Webseite z.B. villeicht so gar bei nem Shares Hosting anbieter. Kein Docker.

Ich will damit nicht sagen das "Docker" (& Co) nicht wichtig ist, intensiv genutzt wird e.t.c. - aber als "Das muss jedes System können, sonst ist es nicht Wert / wird in 2 Jahren von niemanden mehr genutzt". Also Puh, jedem der sowas schreibt möchte ich einfach mal sagen: Trete doch mal raus aus deiner Bubble.
Oft wird halt das verwendet womit man sich "so halbwegs auskennt" - und wenn primäre Windows-Admins sich nen Icinga gerne mal auf nem Linux installieren, werden die nicht da noch "ontop" sich komplett in Docker einlesen wollen :)

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Und ob 1000 Dokker Container die die Anwendungsplattform für ein abzockendes Android-Spiel bereitstellen vs. 10 Windows-Kisten bei nem Lebensmittelzwischenhändler die mit dafür sorgen das Zwieback und Mehl und Co im Supermarkt stehen wichtiger sind ist ja auch noch ne spannende Frage.
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Sonstige Devices
Dadrüber hinaus gibts ja noch X-tausend verschiedene Systeme auf denen Betriebsysteme / Software läuft, wie z.B. die angesprochenen Spielekonsolen, Raspberrys, Waschmaschinen, Heimautomatisierung, Lampen oder auch Fernseher. Da nutzt Panasonic ja interressanterweise soweit ich weiß noch immer eine weiterentwicklung des Firefox-OS - ein absolutes Nischensystem das ansonsten glaub ich noch unbekannter / verbreiteter ist als BSD aber trotzdem "Im Rennen".

Ich will die jetzt garnicht noch alle beleuchten, das würde den Artikel sicher sprengen, aber einfach mal einen Gerätetypus den ich etwas kenne und den jeder von euch schon mal in der Hand hatte beleuchten:
MDE-Geräte (Mobile Daten Erfassungs Geräte)
Damit meine ich diese "Dinger" die man bei jedem Paket-Fahrer sieht und auf denen man unterschreibt, mit denen im Supermarkt Bestellungen an den Regalen erfasst werden oder die in jedem Lager verwendet werden um die Ware nachverfolgbar zu machen, fehler zu minimieren aber auch die Leistung der Mitarbeiter zu erfassen (Das, was man Amazon oft vorwirft was aber in so ziemlich jeden Logistikbetrieb gemacht wird, teilw. dtl. länger als Amazon). Also so eine art "Handheld Computer" in Stabil und oft mit einem "Barcodescanner".

Auf diesen Geräten lief bislang meist ein Windows-CE o.ä., zurzeit ist da ein großer Umschwung merkwürdigerweise richtung Android da MS quasi die OSe dafür toterklärt hat, teilw. schon länger. Warum ist das eigentlich kein ziel für Linux oder BSD gewesen, die dinger sind ja recht "breit" in der Anwendung, das Windows CE (& CO) ein echter Krampf auf vielen ebenen und das Android müssen die Hersteller massiv verbasteln um die anforderungen die man als Unternehmen so hat zu erfüllen.

Was ich mit diesem langen Text sagen möchte, ist das die IT-Welt extrem Bunt und Groß und spannend ist, die Plattformen, Einsatzzwecke, Ansprüche, Ziele e.t.c. unglaublich divers sind.

Und ich bin mir absolut sicher das "wir" als BSD-Begeisterte mithilfe der vielen fantastischen Entwickler die "unsere" BSDs erst ermöglichen, ganz sicher noch viele tolle Einsatzmöglichkeiten finden werden.

Sicherlich wird nicht jede mögliche Anwendung, z.B. irgendwelche Dockerbasierten "Serverfarmen" aus der Diskusion, auch auf lange sicht möglich sein. Dazu sind die BSDs dann doch zu klein, die Entwicklerpower nicht genug und wir einfach zu Nischig. Mir gefällt aber der Fokus der OpenBSD entwickler z.B. ganz gut, fast immer finde ich in den neuen Releases dinge dir mir weiterhelfen. Bei FreeBSD wird das ähnlich sein.

Und wenn man sich da nicht wiederfindet und es einem nicht gefällt oder man Anforderungen hat die sich mit einem der *BSDs nicht umsetzen lassen, dann ... äh nutzt man es halt einfach nicht dafür.
Oder, es ist ja OpenSource, schnappt sich nen Editor und bastelt sich halt ne Docker-Jail, eines der ehem. OpenBSDs Mottos war ja grob ins Deutsche übersetzt: Wenn dir etwas nicht gefällt, sabbel / mecker nicht und hau in die Tasten.

Aber dieses, ja ich sag mal "rumgeheule" weil das "Lieblingsfeature" in einem u.a. ja von vielen freiwillgen entwickelten OpenSource OS nicht vorhanden ist und zu behaupten das deshalb jeder / oder zumindest viele auch ausserhalb der eigenen "Bubble" wie oben schon erwähnt sich deshalb abwenden halte ich für "gewagt" oder gar anmaßend.

*(Damit meine ich explizit nicht Fachkentnisse oder so, oder möchte jemanden "Unwissen" in seinem part unterstellen. Sondern deutlich machen das die IT-Welt sehr breit ist und man selbst ja immer nur "seinen" meist kleineren Bereich bzw. den "seiner" Branche e.t.c. kennt)
 
Gefällt mir: upsi

turrican

Well-Known Member
... Seitenlange aufsätze schreiben...
Lustig, dass du dann gerade auch nen seitenlangen Text schreibst :D

Was ich mit diesem langen Text sagen möchte, ist das die IT-Welt extrem Bunt und Groß und spannend ist, die Plattformen, Einsatzzwecke, Ansprüche, Ziele e.t.c. unglaublich divers sind.
Ja, man sieht nur bis zu seinem Horizont, geb ich dir recht - wie sollte es auch anders sein? Ich kann z.B. nichts über "den einen Docker-Container, an welchem die halbe Firma hängt" sagen, da der in meiner Welt keine Rolle spielt - finde es aber sehr interessant, was andere dazu zu sagen bzw zu schaffen haben, oder auch wie es z.B. in anderen Bereichen ausschaut - du brachtest z.B. die Logistik-Schiene ein, aber halt auch nur die.

Ja, die IT Welt ist bunt, groß und spannend (wie die Realwelt übrigens auch) ... und Betriebssysteme kommen und gehen.
BSD ist seit langem bei uns - und wer kann schon sagen, wie lange es noch bleiben wird?
Die Originalfrage war ja, Interesse an BSD rückläufig?

Für meinen (beschränkten) Horizont könnte ich sagen (und ich denke jeder sieht sowas ja auch nur aus seiner SIcht, die BSD Entwickler würden vieles hier vermutlich komplett anders sehen, für die existieren gewisse Probleme ja anscheinend nicht, die Docker-Kollegen sehen das dann wieder anders usw):
BSD hat in meinem Umfeld (erst Industriesteuerungen, dann fast 20 Jahre HPC und letztens doch wieder Industrieautomation) nie ne Rolle gespielt, nur immer privat. Jegliche meiner Versuche doch mal BSD in ner Firma einzuführen scheiterten, an div. Gründen.
Gerne würde ich es auch privat mehr einsetzen als bislang - schon seit ca. dem Jahr 1998 - scheiterte auch immer an div. Gründen.

In den HPC-Jahren hab ich etliche OS abseits Windows und Linux gesehen, nur nie ein BSD...
In Industriesteuerungen hab ich lange nichts als DOS bzw Win gesehen (bzw war das Software-Ökosystem dahinter nur für Windows ausgelegt, z.B. Siemens Simatic und Konsorten) - sogar konnte ich bei ner Firma letztens noch ein 5er DOS (noch nicht mal das 6.22er) im Jahr 2019 auf nem automatisiertem Meßplatz im Einsatz sehen ...
Ich denke viele Entwickler in diesem Bereich kennen nichts anderes als Windows, bzw können aus div. Gründen nichts anderes einsetzen... da drehen wir uns so gesehen dann auch deswegen systemisch im Kreis...
Beckoff hat jetzt seit neuestem mit TwinCAT/BSD aber sogar ein BSD für Industrieanwendungen im Angebot, scheinbar war ein Markt dafür da bzw sehen sie darin Vorteile, das anzubieten; mich würde es freuen (da kommt dann eindeutig wieder der Enthusiast durch, du beschriebst das ja auch oben in deiner Aufzählung) - aber wie gesagt: alles im eigenen Horizont.
 

Lance

Well-Known Member
Wer jetzt noch Linux auf dem Desktop nutzt macht dies aus einem oder mehreren der Folgenden Gründe:
Ich nutze Ubuntu mittlerweile aus dem gleichen Grund wie macOS:
- Es macht Spaß damit zu arbeiten, denn es ist in meinen Augen benutzerfreundlicher als Windows (ja obwohl ich auch Windows 7+10 viel genutzt hatte und letzteres beruflich nutzen muss)
- Aufbau und Funktionsweise erscheinen mir einfacher und logischer

Bei Ubuntu sehe ich noch mehr bzgl Datenschutz, aber ich hab da auch mit macOS keine Probleme. Und ich muss sagen, Ubuntu ist auch insgesamt am performantesten. Bootet und reagiert am schnellsten.

@turrican : dein langer vorletzter Beitrag spricht mir aus der Seele, bekomme es selbst leider nicht so gut formuliert.
 

CommanderZed

OpenBSD User
Mitarbeiter
Lustig, dass du dann gerade auch nen seitenlangen Text schreibst :D
Absolut, ich wollte erst 3 etwas ... emotionale Sätze dazu schreiben, aber irgendwie fand ich dann das doch etwas zu kurz gegriffen

Ich nutze Ubuntu mittlerweile aus dem gleichen Grund wie macOS:
- Es macht Spaß damit zu arbeiten, denn es ist in meinen Augen benutzerfreundlicher als Windows (ja obwohl ich auch Windows 7+10 viel genutzt hatte und letzteres beruflich nutzen muss)
- Aufbau und Funktionsweise erscheinen mir einfacher und logischer
Naja, für mich läuft OpenBSD einfach unglaublich reibungslos, nur halt bei 2,3 Sachen nicht, und Daddeln & HD-Stream ist unter Ubuntu einfach keine Lösung, also halt das "blöde" Windows das für mich auch sehr sehr gut läuft, meine Hardware ist von 2013, das 10 OS hab ich mit dem ersten Release 2015 installiert und seit dem nicht neuinstalliert. Es läuft völlig Problemlos. Muss aber halt auch zugeben das ich mich da schon etwas auskenne da ich Beruflich u.a. ca. 700+ Windows-Desktops administriere

(Ich habe den eindruck das leute die über 10 technisch mit dubiosen Problemen Meckern auch ... puh ... nicht so die richtigen experten was Windows-Systemadministration sind aber andererseits jedem der sagt "Linux ist scheisse" entgegenbrüllt das man sich halt auch etwas beschäftigen muss mit dem System ... damit meine ich ganz explezit dich natürlich nicht)

Meine (erste) FreeBSD Installation ist aufgrund beruflicher Geschichten momentan etwas nach hinten verschoben, aber nen sauber laufendes OpenBSD Desktop System zu bekommen ist wirklich unglaublich angenehm einfach.

Es gibt sicher Einschränkungen, aber ich hab das Gefühlt das das vom admin-aufwand her tatsächlich etwas flacher ist. Nen OpenBSD-XFCE4-Desktop inkl. aller anwendungen ist "geübt" deutlich schneller als Debian z.B.
 

pit234a

Well-Known Member
Ja, man sieht nur bis zu seinem Horizont, geb ich dir recht - wie sollte es auch anders sein?
Da muss man ja zustimmen und nur um das mal ein wenig zu kompletieren, wie groß die Streuung hier ist: Mir sagt nicht nur all das Docker-Zeugs gar nichts, ich verstehe auch nicht, was Daddeln und HD-Stream ist.
Damit wird aber auch vollkommen klar, dass jemand, für den solche Dinge wichtig sind, mit einem OS unglücklich sein muss, wo das nicht im Angebot ist und es wird vielleicht verständlich, dass mir die entsprechenden Angebote, die möglicherweise dann in einem DE oder von Windows oder OS-X großartig automatisch aufpoppen , lästig sind und ich sie als störend empfinde und weg haben will.

Ist doch logisch, dass es hier vollkommen unterschiedliche Interessen und Vorlieben gibt.
Nur: ich muss ja gelegentlich auch Windows nutzen und ich kann das nicht so ändern, wie ich es gerne hätte. Möglicherweise könnte ich es, nachdem ich irgendwelche Kurse belegt hätte, vielleicht geht das aber grundsätzlich nicht. Keine Ahnung. Natürlich werden die 99,9% aller Desktop-Nutzer, die halt mit Windows arbeiten, damit wohl auch glücklich und zufrieden sein. Mir gefällt es nicht und ich baue regelrechten Ärger bis hin zur Wut auf, wenn ich laufend bevormundet werde und gut gemeinte Ratschläge von einem Betriebssystem erhalte.
Das gilt bei mir auch für eine Standard-Installation eines Ubuntu. Den meisten Leuten wird es gefallen, dass sich das System Sorgen um anstehende Updates macht, ich empfinde das als störende Bevormundung. Nur mal so ein paar Beispiele.

Und im Ergebnis bin ich deshalb bei FreeBSD, weil es damit geklappt hat und ich ein System so bekommen konnte, dass ich damit glücklich werden konnte.

Warum ist das eigentlich kein ziel für Linux oder BSD gewesen, die dinger sind ja recht "breit" in der Anwendung,
Weil Linux und *BSD keine Ziele haben?
Also, die Entwickler entwickeln ja ohne Markt- und Geschäftsblick.
Bei Linux werden zwar viele Entwicklungen auch von Firmen gefördert, die einen gewerblichen Nutzen daraus ziehen und eben deshalb die Entwicklung auch in bestimmte Richtung lenken, aber grundsätzlich hat Linux genauso wenig Interesse am Marktgeschehen, wie die *BSDs.
Linux wartet dabei mit GPL auf, was dafür sorgt, dass entsprechende Entwicklungen öffentlich werden.
FreeBSD hat das nicht. Es entwickelt sich nur" aus sich heraus" und die Weiterentwicklungen der wenigen Firmen, die es professionell nutzen, bleiben oft geheim.
 

CommanderZed

OpenBSD User
Mitarbeiter
Daddeln: PC- Spiele spielen

Stream: Über einen Streaminganbieter wie Netflix Videos schauen, geht nicht unter OpenBSD da die streams ein Browserplugin brauchen, so eine art Kopierschutz

FullHD: Höhere Videoauflösung z.b. bei den o.g. Streams, noch höhere nennt sich dann 4k, unter linux nicht verfügbar da noch höherer Kopierschutz

Unter Linux ist nur "SD" verfügbar, das ist zwischen dvd-qualität und full-hd ungefähr.