Insofern frage ich mich gerade, wo Du hin willst bzw. was Du sagen willst.
Allein aufgrund der ökonomischen Zwänge im Spätkapitalismus wird die KI allerorten eingesetzt werden, selbst da, wo sie mehr schadet als nutzt. Auch um den Preis des Kontrollverlusts an einzelnen Stellen.
Es muss ja nicht immer gleich Skynet sein.
Ich will natürlich nichts ausschließen, aber ich würde da erst mal noch die weitere Forschung abwarten.
Dito.
In Anbetracht der Tatsache, dass wir schon in der Vergangenheit mit emergent abilities an unterschiedlichsten Punkten der gesteigerten Parameterzahl gesehen haben, glaube ich nicht an das Ende dieser Entwicklung. Mit aktuell 671 Milliarden Parametern (oder wo auch immer aktuell die Obergrenze liegt) ist das Ende der Fahnenstange vermutlich noch nicht erreicht.
Das wird aber nur die Zeit zeigen...
Ist halt die Frage, inwieweit das im Augenblick vielleicht nur eine Folge des Hypetrain ist.
Mit Sicherheit spielen dort
- die ökonomische Lage
- die tatsächliche Produktivitätssteigerung (die man halt aktuell auch nicht in neue Projekte/Produkte investiert) und
- der Hype
Ein grundsätzlicher Bedarf an Programmierern ist also nach wie vor gegeben.
Die Nachfrage nach (günstigen) Seniors ist ja auch nach wie vor vorhanden. Man sieht schon noch einige Stellenausschreibungen für Senior Developer, Lead Developer, Software Architect u.ä. Positionen.
Die Programmierer die da sind werden durch KI-Tools mit einem Schlag produktiver und schaffen in der gleichen Zeit mehr. Logischerweise sinkt dann erst mal der Bedarf. Und das Junior-Developer besonders betroffen sind, wundert mich auch nicht. Programmieren ist ein Handwerk das sehr von Erfahrung lebt. Und wie ich gerade sagte, profitiert man am meisten von KI-Tools wenn man weiß, was man tut. Erfahrung ist aber genau das, was ein Junior-Developer eher nicht hat.
Korrekt. Die Pipeline an Juniors bricht momentan ziemlich ein.
An den hier ansässigen Hochschulen satteln aktuell viele Studenten um, weil fast komplette Informatik- und Software-Engineering-Jahrgänge in die Arbeitslosigkeit gehen.
Die Fachhochschüler haben sogar Probleme, ihre Pflichtpraxissemester zu absolvieren, weil die Unternehmen nicht mal Werkstudenten nehmen.
Selbst die sonst eher schwer unterkommenden BWL-Absolventen sind besser dran, während frisch examierte Juristen trotz der Rezession vergleichsweise einen Boom erleben.
Wie sich das langfristig auswirkt, muss man gucken. Wir hatten ja jetzt schon in den letzten Jahren viele Neuerungen die die Produktivität erhöht haben und z.B. uns auch ermöglicht haben, komplexere Programme zu schreiben. Und allein die ability komplexere Programme zu schreiben, hat ja dann auch dazu geführt, das zu tun, was den gewonnenen Zeitvorteil dann auch gern mal wieder aufgefressen hat.
Es bleibt spannend. Günstigere Softwareentwicklung kann ja auch dazu führen, dass in Summe mehr Software geschrieben wird, weil einfach viele Prozesse zu den bisherigen Preisen nicht wirtschaftlich digitalisiert werden konnten.
Zudem ist in dem KI-Bereich sehr viel Bewegung drin. Kommt ja quasi jede Woche ne neue Meldung raus, was KI jetzt alles kann und was damit realisiert wurde usw. Wenn ich Arbeitgeber wäre, würde ich auch überlegen: "Stell ich jetzt jemanden ein, den ich ja auch erst mal anlernen muss und all die weiteren Reibungsverluste die man anfänglich eben so hat und denn ich dann aber nächstes Jahr vielleicht nicht brauche, weil es dann wieder irgendwas Neues gibt, was den überflüssig macht?" Da wäre ich auch eher zurückhaltend mit Neueinstellungen und würde zunächst mit den Leuten weiter wurschteln, die ich bereits habe.
Sehr gut beschrieben; genau das kann man momentan auf dem Arbeitsmarkt beobachten.
Wir laufen auch Gefahr, den nächsten Schweinezyklus zu erleben, weil die Pipeline an Nachwuchskräften momentan eben zum Erliegen kommt.
Und ja. Die KI wird sich in den nächsten Jahren verbessernd und wird sicherlich nicht schlechter werden.
Aber seriös vorherzusagen, wieviel Programmierer wir z.B. in 5 Jahren brauchen werden, das halte ich für schwierig.
Das würde ich mir auch nicht anmaßen - ich bin bei der Prognose der Zukunft genauso schlecht wie alle anderen.

