@soul_rebel
bei mir an der uni sind 50% debian kisten, dann gibts noch einen solaris raum, und die fachschaft bzw. "uni-lug" (spline) hat dann noch einen extra raum in dem linux kisten, ein openbsd-pc und bald auch ein freebsdserver (von mir ) stehen.
Ich gehe mal davon aus, dass Du Informatik studierst und sich die 50% nicht auf die allgemein zugänglichen Pools beziehen, sondern auf die der Informatiker.
Falls wirklich 50% _aller_ Rechner auf eurer Uni unixoid sind, meinen Glückwunsch!
Ich studiere allerdings nicht Informatik, sondern Computerlinguistik. Somit fällt mein Fachbereich unter die Geisteswissenschaften und die Informatiker sind auf einem anderen Campus. Wir haben einen eigenen kleinen Pool mit Dualboot-Kisten (Linux/Win) und unsere gesamte praktische Ausbildung (im Moment Java Proseminar/Übung) machen wir unter Unix/Linux. Wie gesagt, ich habe Glück gehabt
Was ich meinte sind die 'normalen' Pools -- diese sind ausschießlich mit Win bestückt, was ich schade finde, denn wenn ich andere Fächer hätte, wäre es um meine Freiheit schlecht bestellt.
Da die Mittel einer Uni (gerade heutzutage) sehr beschränkt sind (und wir die doppelte Zahl an Studis haben, für welche die Uni eigentlich mal ausgelegt war) muss man die Mittel natürlich so einsetzen, dass die Versorgung für alle halbwegs in Ordnung ist.
Wenn niemand die Linux/Unix-Kisten benutzt (und so war es anscheinend), ist es (so leid es mir tut) eine Verschwendung an Mitteln die Rechner mit einem BS zu bestücken, dass im Endeffekt niemand nutzen will.
auch wenn ich selber nich "missioniere" halte ich dieses "der nutzer hat die freie wahl" -gerede für völligen blödsinn. der mensch ist doch kein abstrakt logisch denkendes wesen, sondern ein verdammtes gewohnheitstier!
JA, der mensch ist vernunftbegabt, aber es ist nicht von natur aus vernünftig, deswegen muss er lernen zu lernen und der staat muss pluralismus und offenheit fördern und vertreten.
also sollte es aufgabe einer uni sein, diversität zu vermitteln und nicht rumzuweinen, dass ja leider mehr leute windows mögen und deswegen die anderen betriebsysteme keine daseinsberechtigung haben.
Zum Teil gebe ich Dir recht, aber da dies nicht der Richtige Thread für eine solche Diskussion ist, will ich hie nur kurz drauf eingehen:
Es ist eine brisante philosophische Frage, ob man Menschen "zu ihrem Glück zwingen" sollte oder nicht. Ich weiß, Du redest nicht direkt von "zwingen" sondern von "Fördern", aber wenn Jemand keine Andere Wahl hat, weil alle Win-Kisten belegt sind, so ist das eine Form von Zwang.
Und selbst wenn man auf philosophischem Wege zu der Erkenntnis käme, dass ein solcher Zwang gerechtfertigt sei, so muss man mit der Umsetzung einer Philosophie immer äusserst vorsichtig sein. Der Sinn der Philosophie ist nunmal gerade _nicht_ die praktische Umsetzung. Der Marxismus ist ein gutes Beispiel; auch wenn ich einige Ansichten Marx' vertreten kann und diese durchaus vernünftig sind, ist die Umsetzung doch in allen mir bekannten Fällen mangelhaft.
Wir könnten sicherlich eine interessante Diskussion über dieses Thema führen, und ich weiß, dass ich Dir mit dieser Antwort nicht 100%ig gerecht werde, aber darum geht es in diesem Thread nicht.
warum seid ihr (die anscheinend-nicht-windows-liebhaber) nicht besser organisiert?
Alle meine Aussagen beziehen sich zunächst mal nur auf meine Eigene Meinung, dh. nicht auf ein 'Wir'. Dass bei der Einführungsveranstaltung des RZ die "Windowfizierung" der Unix-Rechner wie oben genannt begründet (und vom Dozenten auch bedauert) wurde erwähnte ich nur, um klarzumachen, dass es eine auf den Vorlieben der User fußende Entscheidung war.
Ich nehme mal an, dass die meisen Unixliebhaber Info studieren und in Ihrem Fachbereich auch mit entsprechenden Kisten versorgt sind.
Sorry an Alle, für die dieser Post OT war!!!