Erfahrungen mit MacOS?

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drm

Well-Known Member
Hallo zusammen,

da mein Laptop doch so langsam auseinanderfällt (es ist immer noch dieser hier von Ende 2011), bin ich gerade auf der Suche nach einen neuen Laptop - bislang dachte ich immer an einen Ryzen-Laptop, aber jetzt bin ich auf die neuen Apple-Laptops mit M1-Prozessor aufmerksam geworden. Klingt soweit alles gut: gute Performance, lange Laufzeit, 16:10-Retina-Display, kein Lüfter (im Macbook Air) - und auch mit 16GB RAM und 512GB SSD käme ich wohl hin. Habe hier auch eine Lenovo-Docking-Station, die über USB-C angeschlossen werden kann.

Bleibt nur die Frage, ob ich den Umstieg auf MacOS wagen soll - auch wenn Linux und die BSDs ja bereits auf die neue Architektur portiert werden und ich somit irgendwann auch wechseln könnte. Hatte allerdings noch nie einen Mac und habe keine Ahnung, auf was ich mich da einlassen würde :zitter:

Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Umstieg von Linux/BSD auf MacOS? Habt ihr Programme vermisst? Oder im Gegenteil andere Programme wertgeschätzt? War der goldene Käfig am Ende doch so angenehm, dass ihr geblieben seid, oder seid ihr irgendwann wieder auf Linux/BSD gewechselt?

Freue mich auf eure Erfahrungsberichte!

Viele Grüße
drm
 

gadean

Well-Known Member
Ich bin gerade dabei und wechsle mein Arbeitslaptop (Thinkpad mit Linux Mint -> Macbook), jedoch habe ich mich für den i7 Prozessor entschieden, da ich ungern Beta-Tester spiele.

Meine USB-C "Dockingstation" (HP Teil) funktionierte ohne Probleme, Spotlight empfinde ich als sehr angenehm und brew ist genial (auf mein Tower läuft Windows, da bin ich pkg/brew nicht gewöhnt und vermisse es). Was mich aktuell noch vor eine Herausforderung stellt, ist meine Passwort Datenbank. Unter Windows benutzte ich KeePass mit dem Browser-Plugin "Kee", dafür brauch man ein Plugin namens "KeePassRPC", da bin ich aktuell am schauen wir ich das unter OSX gelöst bekomme.

Ansonsten gibt es eigentlich nur folgende Punkte:
Warum ist das "@" Zeichen auf "L"?
Wo ist "DEL"/"ENTF"? Ctrl + d und andere Kombinationen
Wo ist Pipe/Tilde? Option + 7 / Option + n
Warum sind die Zeichen nicht auf dem Keyboard aufgedruckt?

Irgendwann gewöhne ich mich vielleicht daran, mal schauen.
 

Ktaadn

Member
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Umstieg von Linux/BSD auf MacOS?

Ja. Sehr schlechte. Ich habe den Mac im Januar noch am selben Tag wieder zurückgeschickt. War ein M1 mini mit 16GB/1TB. Das Ding war bei Lieferung defekt: Es wollte sich partout per WLAN verbinden und ignorierte das LAN. Updates im Auslieferungszustand waren nicht möglich und scheiterten (trotz bestehender Internetverbindung!) Konkret bekam ich eine Fehlermeldung, dass ich angeblich für die entsprechenden Apps Rückerstattungen beantragt hätte. Wohlgemerkt, es handelte sich um von Haus aus installierte Apps von Apple wie GarageBand usw. Das waren meine ersten fünf Minuten mit dem 1400 Euro teuren Premium-Computer. Einschalten, freuen, auf Icon mit Update-Hinweisen klicken, Fehlermeldung. Mir fiel dann ein, dass ich vielleicht macOS erst einmal auf den neuesten Stand bringen sollte. Getan. Danach ließen sich die Apps immer noch nicht aktualisieren. In der offiziellen Apple-Community auf einen entsprechenden Thread gestoßen plus den Hinweis, dass 2516 Personen das gleiche Problem hätten. Die von der Community favorisierte Lösung lautete: Apps löschen und neu installieren. Echt jetzt? Bei einem frischen System im Auslieferungszustand? Das war mir zu riskant. Wer weiß, was da sonst noch lauert? Ich entschied mich, macOS neu aufzusetzen. Installation begonnen. Geschätzte Dauer: 7 Stunden. Nein danke!

Man kann deutlich in unter einer Stunde ein komplettes System mit GNU/Linux oder BSD aufsetzen. Die wichtigsten Programme sind dann auch schon dabei.
Der Paketmanager ist logischerweise auch schon an Bord. Bei MacOS muss man erst umständlich brew installieren. Ich habe immer gedacht, dass macOS absoluter Komfort wäre. Aber wenn das schon an so Kleinigkeiten scheitert, dass bei einem Erststart nicht automatisch nach Updates für das Betriebssystem gesucht wird? Wenn Systeminstallationen bei einem Arbeitsgerät sieben wertvolle Stunden dauern? Vielleicht bin ich nach 20 Jahren von Linux so versaut und lege einen zu hohen Anspruch an ein Betriebssystem.
 

Andy_m4

Well-Known Member
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Umstieg von Linux/BSD auf MacOS? Habt ihr Programme vermisst? Oder im Gegenteil andere Programme wertgeschätzt? War der goldene Käfig am Ende doch so angenehm, dass ihr geblieben seid, oder seid ihr irgendwann wieder auf Linux/BSD gewechselt?
Damit hast Du eigentlich die Sache schon auf den Punkt gebracht. MacOS ist halt eher "betreutes Computing". Das ist nicht mal despektierlich gemeint. Viele Leute kommen wunderbar damit klar. Wenn Du Dich also innerhalb der MacOS-Welt und den dort vorgegebenen Pfaden wandeln willst, wird das Dir auch sehr einfach gemacht und ist wunderbar. Schwierig wird es halt, wenn Du davon abweichen willst.

Oder ums mal salopp zu sagen:
Hast Du bisher BSD oder/und Linux eingesetzt, weil man damit alles mögliche machen und jedes Schräubchen drehen und jeden Aspekt konfigurieren kannst, dann wirst Du mit MacOS eher unglücklich sein.
Bist Du eher der Typ dem Linux und Co zuviel Gefrickel ist und Du doch eigentlich nur mit dem Gerät "arbeiten" willst, dann könnte MacOS was für Dich sein.
 

marmorkuchen

Well-Known Member
Salve,
ich habe hier zum kennenlernen ein Macbook Air, ich glaube so 2018/2019 rum, und bin vom Gerät an sich begeistert. Die Bedienung ist halt teils unterschiedlich, sprich man muß sich darauf einlassen.
Allerdings habe ich doch sehr an mir gezweifelt, weil ich den Backslash oder das Pipesymbol via Google suchen musste. :-)
Was mir nicht wirklich gefällt, ist der Trend der Cloudifizierung. Das gilt aber nicht nur fürs Apple-Universum.
Auch fremdle ich ein wenig mit der neuen Oberfläche die mir Big Sur zeigt. Es sieht wie ein zu großes iPhone aus. :-)
Ach ja, Big Sur. Das Update auf Big Sur hat mich insofern überrascht, als das ich dabei zum ersten Mal den Lüfter gehört hatte. Ich dachte bisher, das Gerät hätte gar keinen. :-)
Aktuell überlege ich ebenfalls ernsthaft mir nen Macbook Air M1 oder Mac Mini M1 zu besorgen, da ich mich aber in der Welt von Java bewege...

Gruß
marmorkuchen
 
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drm

Well-Known Member
Danke für eure Antworten!

Zum Thema "betreutes Computing": Ich nutze jetzt seit fast 10 Jahren OpenBSD, weil es einfach problemlos läuft und ich nicht besonders viel am System einstellen muss - die paar Änderungen, die dann doch gemacht werden müssen, sind aber sehr einfach zu vollziehen. Insofern spiele ich eigentlich kaum am Betriebssystem rum, sondern eher an den Programmen, die ich nutze. Und in der Regel mache ich auch nichts außergewöhnliches - Browser, Mail, Drucken, Scannen, Musik hören, Video gucken, mal ein paar Bilder bearbeiten, etc. Ansonsten entwickle ich ab und zu wahlweise mit vim oder ner IDE, aber auch das läuft ja alles problemlos. Darüberhinaus mache ich noch einiges auf der Commandline, und ich denke, dass ich das für einige Dinge auch beibehalten werde, aber da gibt es ja anscheinend mit brew eine Art Portsystem ;) Ggf. ist die Software zum Musik/Bilder/Videobearbeiten unter Mac ja eher professioneller und als die Programme, die es unter OpenBSD gibt.

Für die Passwörter nehme ich aktuell KeePassXC, davon gibt es wohl auch eine Mac-Version.

Als Tastaturlayout nutze ich das extreme Nischenlayout ADNW-KOY, für das es ein Ukulele-Layout gibt - hat jemand damit Erfahrungen? Wenn ich mein gewohntes Layout nutzen kann, hätte ich auch keine Probleme mit dem @ und der Pipe ;)

Welche Probleme gibt es denn mit Java auf dem M1? Habe gerade gegoogelt und laut diesem Thread scheint IntelliJ mit Spring problemlos zu laufen.

Beim aktuellen Macbook Air kann man wohl nur einen externen Monitor anschließen, aber auch das passt für mich, habe nur einen.

Bislang denke ich, ich könnte es mal wagen - aber vielleicht warte ich auch, bis das neue Macbook Air rauskommt :D
 

Ktaadn

Member
Welche Probleme gibt es denn mit Java auf dem M1? Habe gerade gegoogelt und laut diesem Thread scheint IntelliJ mit Spring problemlos zu laufen.
Zumindest im Januar lief eine gewerblich von mir benutzte Branchensoftware nicht nativ auf dem M1, sondern theoretisch nur mit Rosetta2.
Der Hersteller hat mich mich aber vor bestimmten Problemen gewarnt. Ich wäre bereit gewesen für eine gewisse Zeit Beta-Tester zu spielen, etwa in Verbindung mit Java von Azul oder so.

Meine Enttäuschung in Sachen macOS ist auch hier konkret, dass Rosetta2 nicht automatisch ins Spiel kam, wie in sämtlichen Berichten der Fachpresse behauptet. Ich habe es dann aber eh nicht mehr weiter verfolgt. Eigentlich wollte ich zum Mac, weil ich mich langsam zu alt fühle, um zu frickeln. (Bei BSD bin ich übrigens glücklich, da fast alles logisch und verständlich aufgebaut ist).
 
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chris681

Member
Hei an alle,

es gibt unter macOS Systemeinstellungen -> Tastatur die Option "Tastatur- und Emoji-Übersichten in der Menüleiste anzeigen", dort ein Häckchen setzen.
Dann in der Menüleiste auf das neue Symbol klicken und Tastaturübersicht auswählen.
Dann erscheint eine Virtuelle Tastatur. Jetzt kann man mit Kombinationen von diversen Tasten Sonderzeichen anzeigen lassen.

Christian
 
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Photor

Well-Known Member
Bleibt nur die Frage, ob ich den Umstieg auf MacOS wagen soll - auch wenn Linux und die BSDs ja bereits auf die neue Architektur portiert werden und ich somit irgendwann auch wechseln könnte. Hatte allerdings noch nie einen Mac und habe keine Ahnung, auf was ich mich da einlassen würde :zitter:

Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Umstieg von Linux/BSD auf MacOS? Habt ihr Programme vermisst? Oder im Gegenteil andere Programme wertgeschätzt? War der goldene Käfig am Ende doch so angenehm, dass ihr geblieben seid, oder seid ihr irgendwann wieder auf Linux/BSD gewechselt?

Ich habe ein MacBook Pro von 2011 geerbt und gedacht: nutze ich den doch, um MacOS zu lernen und ein bisschen Bildverarbeitung zu machen.

Fakt ist: ich habe dem MacBook mittlerweile ein FreeBSD 12 gegönnt. Ich konnte mich nicht an MacOS gewöhnen. Und mir fehlt auch das "am System schrauben" zu können. Und ich war auf eine alte Version von MacOS festgenagelt.
PS dazu: dieser "alte" Laptop ist immer noch eine tolle Maschine und tut unter FreeBSD echt gut.

Was heißt das? Du wirst es ausprobieren müssen. Ich komme (als sonst Linux-Nutzer) mit der MacOS-Bedien-Philosophie nicht klar.

Ciao,
Photor
 

jmt

Well-Known Member
Ich benutze schon seit Jahren einen Mac und habe damit durchweg gute Erfahrungen gemacht. Ich bin jetzt auf eine MacBook Air mit M1 umgestiegen und absolut begeistert. Es hat eine sehr gute Performance und keinen Lüfter! Also egal, was man mit der Kiste anstellt, man hört nichts. Die M1-Architektur ist neu und damit muss man sich bei der Software etwas gedulden. Allerdings liegen viele Anwendungen schon native für den M1 vor. Bei den anderen Anwednungen kann Rosetta helfen. Die Performance ist dann immer noch mehr als akzeptabel. Mit homebrew kann mein ein dem BSD-Ports angelehntes System zur Softwareinstallation einrichten. Die Akku-Laufzeit ist so lang, dass ich locker einen Tag ohne Steckdose durchhalte. Und ein MacOS funktioniert einfach. Kurzum, wer ein einfach funktionierendes Laptop haben möchte, der ist hier super aufgehoben.
 
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medV2

Well-Known Member
Generel denke ich das muss jeder für sich entscheiden. Ich konnte mich nie mit MacOS anfreunden. Ich vermisse doch viele Programme, ich finde die Menüführung großteils unintuitiv (vorallem wenn man etwas weniger gebräuchliche Dinge sucht) und der ganze Desktop kommt mir im vergleich zu meinem Linux (KDE) oder Windows träge vor. Auch das Design holt mich persönlich nicht ab (von der Software, die HW ist schön).
Großes Problem sehe ich auch bei der installation von Software am AppleStore vorbei. Das wird immer umständlicher und ich würde mich nicht wundern wenn - ähnlich wie am iOS - die Möglichkeit in ein paar Jahren komplett weg ist. Dann bist du Apple mit Haut und Haaren ausgeliefert ..

Auch mit der Tastatur eines MacBook war ich nie so glücklich wie mit der meines Thinkpads. Auch zu bedenken: Wenn bei Apple was kaputt ist hast du im schlimmsten Fall ne Woche kein Notebook, bei Thinkpads oder z.b. Dell hast du da idr vor Ort Service.
 
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pit234a

Well-Known Member
und Du doch eigentlich nur mit dem Gerät "arbeiten" willst, dann könnte MacOS was für Dich sein.
Spotlight empfinde ich als sehr angenehm
das zeigt vielleicht schon das Dilemma. Wenn du nur so arbeiten möchtest, wie du das willst und wenn MacOS aber anders will, dann bist du oft an der Mac-Lösung fest genagelt. Diese mag in 95% aller Fälle gefallen, aber mich konnte das eben nicht glücklich machen.
Der Spotlight ist eine Sache, die mich immer nur aufregt und mit Siri und Cloud geht das weiter.

Damit haben die Macs vielleicht heute durchaus kein Alleinstellungsmerkmal. Wenn ich über derartige Dinge stolpere, die ich nicht mag und sie nicht los werden kann, dann ärgere ich mich eben und zwar ganz egal, ob das nun ein Ubuntu, Windows oder MacOS ist.

Vermutlich kann dir aber wirklich niemand etwas darüber sagen, was du magst, vielleicht sogar als angenehm empfindest oder was du partout nicht leiden kannst.

Auch zu bedenken: Wenn bei Apple was kaputt ist
und zwar, wenn er mal älter ist und du den selbst reparieren möchtest. Die Philosophie bei denen geht da immer weiter in Richtung cannot do it yourself. Das nimmt teilweise schon bizarre Formen an, wie ich gelesen habe. Da muss der Mac-Dealer vor Ort erst von jedem Gerät einen automatisierten Scan durchlaufen lassen, bei dem niemand weiß, was genau an Daten gesammelt wird. Es geht also nicht, nur mal eben einen lauten Lüfter zu tauschen (als Beispiel). So etwas möchte ich lieber nicht unterstützen.
 
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Andy_m4

Well-Known Member
Da muss der Mac-Dealer vor Ort erst von jedem Gerät einen automatisierten Scan durchlaufen lassen, bei dem niemand weiß, was genau an Daten gesammelt wird.
Ich finde das ja auch generell mit diesem "in Reparatur geben" befremdlich. Genau das dem Grund das eben dadurch der Reparateur potentiell Zugriff auf meine Daten hat. Ich würde ja auch mein Tagebuch nicht in Reparatur geben. Selbst wenn mir derjenige verspricht nicht reinzugucken. :-)
 

medV2

Well-Known Member
Ich finde das ja auch generell mit diesem "in Reparatur geben" befremdlich. Genau das dem Grund das eben dadurch der Reparateur potentiell Zugriff auf meine Daten hat. Ich würde ja auch mein Tagebuch nicht in Reparatur geben. Selbst wenn mir derjenige verspricht nicht reinzugucken. :-)

Gerade im Notebook hast du ja hoffentlich die komplette Platte/SSD verschlüsselt :)
 

Ktaadn

Member
Ich finde das ja auch generell mit diesem "in Reparatur geben" befremdlich. Genau das dem Grund das eben dadurch der Reparateur potentiell Zugriff auf meine Daten hat. Ich würde ja auch mein Tagebuch nicht in Reparatur geben. Selbst wenn mir derjenige verspricht nicht reinzugucken. :-)

Da war beispielsweise Lenovo geschäftstüchtiger als Apple: Dank "Keep your Drive" erlaubt es einem Lenovo, vor der Reparatur Laufwerke auszubauen. Und die Kunden bezahlen sogar noch dafür! :D
 

pit234a

Well-Known Member
Ich finde das ja auch generell mit diesem "in Reparatur geben" befremdlich.
logisch.
Aber gerade bei Apple kommt ja erschwerend hinzu, dass mehr und mehr Spezialwerkzeuge notwendig und Spezifikationen immer spärlicher veröffentlicht werden. Das ist, wie oben schon gesagt, nicht nur bei Apple so. Früher konnte man aber immerhin noch halbwegs auf den Baugruppen lesen, was denn da verbaut ist. Also, wenn man denn die Gehäuse erst mal offen hatte.

Das will ich deshalb am liebsten so zusammenfassen, dass es sowohl für Software als auch für Hardware gilt, dass man sich Apple und MacOS wirklich ausliefert und das schon mögen muss.
Kann man das mögen, ist es sicher gar nicht schlecht.

Früher konnte ich das zumindest tolerieren, bei den neueren Versionen gilt das nicht mehr.
Für mich käme derzeit kein Apple und kein MacOS in Frage, aber auch kein HP-Laptop mit Win10 (beispielhaft für solche Geräte, die gar nicht mehr Frei booten können sondern nur noch Win10 mögen).
 

Andy_m4

Well-Known Member
Gerade im Notebook hast du ja hoffentlich die komplette Platte/SSD verschlüsselt
Auch dann würde ich mich nicht wohlfühlen. Wenn ich mir dann vorstelle dieser Reparaturversuch beinhaltet dann auch irgendwie noch irgendwelche Firmware-Updates die über irgendeine verranzte Windows-Büchse gezogen werden, dann repariere ich mein Zeug lieber selbst.
Wobei mir jetzt ein Notebook auch noch nie kaputt gegangen ist. Ich hab jetzt mein Notebook schon ziemlich deutlich über 10 Jahre und das erfreut sich bester Gesundheit. Manchmal glaub ich ja, das hat auch viel damit zu tun wie pfleglich man solche Geräte behandelt. Das ist offenbar häufig ein Problem, was sich auch daran schön bestaunen lässt, wie viele Leute die "Spider-App" auf ihrem Handy "installiert" haben.
 
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Lance

Well-Known Member
Bei MacOS muss man erst umständlich brew installieren. Ich habe immer gedacht, dass macOS absoluter Komfort wäre. Aber wenn das schon an so Kleinigkeiten scheitert, dass bei einem Erststart nicht automatisch nach Updates für das Betriebssystem gesucht wird?
Wenn ich sowas lese, dann kann ich nur den Kopf schütteln.

Oder ums mal salopp zu sagen:
Hast Du bisher BSD oder/und Linux eingesetzt, weil man damit alles mögliche machen und jedes Schräubchen drehen und jeden Aspekt konfigurieren kannst, dann wirst Du mit MacOS eher unglücklich sein.
Bist Du eher der Typ dem Linux und Co zuviel Gefrickel ist und Du doch eigentlich nur mit dem Gerät "arbeiten" willst, dann könnte MacOS was für Dich sein.
Ja, gut formuliert!
Beim aktuellen Macbook Air kann man wohl nur einen externen Monitor anschließen, aber auch das passt für mich, habe nur einen.
Es geht wohl auch mit zwei, die Mac & i hatte da einen speziellen Splitter benutzt, mit dem es ging. Mit anderen nicht.
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Umstieg von Linux/BSD auf MacOS?
Ich bin damals von Linux teilweise bzw parallel (hatte Linux noch lange nebenbei am Laufen) zu macOS zurückgewechselt. Viele Linux- aber vor allem BSD Befehle gehen auch in der Mac Command-Line. Einige Befehle sind halt apple-typisch.

Ich las, schaute und hörte mir allerlei Testberichte und Erfahrungsberichte von M1 Usern (auch aus der Mac & i Redaktion) an. Das Feedback ist durchweg (teilweise sehr sehr) positiv. Ich will den Mac bzw macOS gar nicht mehr missen. Es ist eine wunderbare entspannte Welt die sich Apple halt bezahlen lässt aber die Unix Strukturen machen mir vieles einfacher. Anbei, ich bin zwar nicht der grosse Linux Freund aber ich finde auch ein Ubuntu ist mittlerweile sehr einfach und bequem geworden. (je nach Anspruch).
 
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drm

Well-Known Member
Hu, hier geht's ja richtig ab :D

Ich habe mir mal ein paar Zitate rausgepickt, aber danke an alle, die hier mitschreiben!

Ich konnte mich nicht an MacOS gewöhnen. Und mir fehlt auch das "am System schrauben" zu können. Und ich war auf eine alte Version von MacOS festgenagelt.
PS dazu: dieser "alte" Laptop ist immer noch eine tolle Maschine und tut unter FreeBSD echt gut.
Da das jetzt schon öfter aufkam: Was genau schraubt ihr denn so an euren Linux- oder BSD-Systemen, bzw. was meint ihr damit? Editiert ihr dauernd Configs in /etc oder kompiliert ihr täglich eure Kernel mit anderen Einstellungen neu?
Man muss aber fairerweise dazu sagen:
Du hast zwar nicht alle Freiheiten wie bei BSD und Co, darfst dafür zum Ausgleich aber Apothekenpreise zahlen. :-)
Welche Freiheiten fehlen oder werden eingeschränkt? Ernstgemeinte Frage, ich kenne mich einfach nicht aus. Und kommen noch andere Kosten neben den Anschaffungskosten dazu? Die Aufpreise für RAM und SSD finde ich schon sehr happig, aber ein Premium-Thinkpad oder andere Business-Geräte sind auch nicht wesentlich billiger...
und zwar, wenn er mal älter ist und du den selbst reparieren möchtest. Die Philosophie bei denen geht da immer weiter in Richtung cannot do it yourself.
Es stört mich schon sehr, dass alles verklebt ist und man RAM und SSD nicht aufrüsten kann - zumindest beim RAM finde ich das aber auch immer häufiger bei anderen Laptops, wo mindestens ein RAM-Modul verklebt ist. Für einen perfomanten und lüfterlosesen ARM-Laptop würde ich das aber tatsächlich in Kauf nehmen, vor allem da ich - mit Ausnahme des Pinebook Pro - keinen anderen verfügbaren ARM-Laptop kenne. Dann ist da auch das Prinzip Hoffnung, dass die Hardware einfach gut ist und lange hält - und ich in Zukunft auch Linux oder ein BSD installieren kann, wenn mir MacOS nicht gefällt. Die Macbooks haben ja in der Regel einen guten Support unter Linux und sogar den BSDs.
 

Ktaadn

Member
Wenn ich sowas lese, dann kann ich nur den Kopf schütteln.
So ging es mir auch, als ich vor dem Monitor saß und mir klar wurde, dass Apple auch nur mit Wasser kocht bzw. der Kaiser nackt ist.
Unter der Haube ist macOS nur ein rustikaler Überbau, der über ein Unix gestülpt wurde.
Es ist eine wunderbare entspannte Welt die sich Apple halt bezahlen lässt aber die Unix Strukturen machen mir vieles einfacher.
Genau, die lassen sich etwas bezahlen, das Freiwillige unentgeltlich besser hinkriegen.
Edit: Da spende ich lieber für ein Projekt meiner Wahl.
 
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Lance

Well-Known Member
Genau, die lassen sich etwas bezahlen, das Freiwillige unentgeltlich besser hinkriegen.
Sorry aber das ist der größte Bullshit, den ich heute gelesen hab. Was kriegen Freiwillige besser hin? 10 Desktops plus zig Varianten? Automount von USB Laufwerken unter FreeBSD? Hässliche Icons?
Ne, bis auf Freiheit, Offenheit und nahezu absoluten Datenschutz sehe ich NICHTS was die besser machen, alles andere ist teilweise weitaus schlimmer. Aber die BSDler sind schon manchmal n Völkchen für sich...
 
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.not

Well-Known Member
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Umstieg von Linux/BSD auf MacOS? Habt ihr Programme vermisst? Oder im Gegenteil andere Programme wertgeschätzt? War der goldene Käfig am Ende doch so angenehm, dass ihr geblieben seid, oder seid ihr irgendwann wieder auf Linux/BSD gewechselt?
Disclaimer: Persönliche Erfahrungg, YMMV.

Ich hab bis vor meinem Wechsel auf ein Apple-Gerät vor zwei knapp einem Jahr im Beruf ausschließlich GNU/Linux verwendet, Großteils Debian und dessen Derivate. Was wirklich angenehm war nach dem Wechsel war, dass einfache, grundlegende Aufgaben zuverlässig funktioniert haben - auch wenn das auf den ersten Blick offensichtlich der Fall sein sollte, so gab's unter Debian immer wieder Dinge, die ich als anstrengend erlebt habe. Wechselnde Sound-Devices (meine Bluetooth-Kopfhörer waren da ein Dauerkandidat für Probleme), Suspend & Resume (das hat in den meisten Fällen funktioniert, .. bis es dann nicht mehr funktioniert hat), der Umgang mit proprietären Dateiformaten (auch wenn ich es hasse, gelegentlich kommen Kundenanforderungen halt als vergewaltigtes Excel-Sheet), Drucken (funktioniert generell ganz gut, Kombigeräte sind unter Debian aber anscheinend immer noch Teufelswerk).

Ein großes "aber" gibt es aber: Sobald es anspruchsvoll wird, im Sinne der geforderten Leistung, wird es problematisch. Ein stark belastetes Macbook Pro macht einem Düsenjet Konkurrenz, das System wird als gesamtes relativ instabil und neigt zu Abstürzen und der Akkustand bewegt sich auch mit Vollgas gegen Null. Und auch generell habe ich das Gefühl, dass das System mit jeder Major Version ein bisschen unbequemer zu nutzen wird. Bei den Bugs, die da kurz nach Releases auftauchen fragt man sich als geneigter Nutzer doch ein wenig, ob Apple noch irgendeine Form von Q&A betreibt.

Mein Arbeitgeber ist, mit Ausnahme einiger Entwickler, eine reine OSX-Umgebung. Und ich höre immer wieder von Leuten, die ernsthaft darüber nachdenken, auf ein Linuxgerät zurückzuwechseln, weil der Qualitätsstandard gefühlt immer weiter sinkt - zumindest bei den Geräten der Pro-Serie. Die neuen Macbooks mit M1-Chip sollen aber angeblich wieder ein signifikanter Schritt nach vorne sein, in jeder Hinsicht. Vielleicht beklaue ich mal meinen Geschäftsführer zu Testzwecken. :D

Oh, und: Wer auch immer diese vermaledeite, unnötige und gänzlich sinnbefreite Touchbar erfunden hat möge sich bitte bei mir melden, ich hätte da ganz, ganz leise Kritik anzumelden. :ugly:

Ne, bis auf Freiheit, Offenheit und nahezu absoluten Datenschutz sehe ich NICHTS was die besser machen, alles andere ist teilweise weitaus schlimmer. Aber die BSDler sind schon manchmal n Völkchen für sich...

Wenn BSD so grottig ist & die Community so seltsam, was genau hält dich eigentlich noch hier?
 
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Ktaadn

Member
Sorry aber das ist der größte Bullshit, den ich heute gelesen hab.
Und ich möchte dich bitten, einen deutlich weniger aggressiven Tonfall anzuschlagen. Es war schon eine Frechheit, mit dem "Kopf schütteln" in die Diskussion einzusteigen. Dir geht es offensichtlich nur ums Provozieren und nicht um konstruktive Beiträge.

Tatsächlich bekommen Freiwillige es gebacken, nach dem ersten Start entweder automatisch upzudaten oder dies dem Benutzer anzubieten. Letzteres halte ich persönlich für die bessere Lösung. Gegen Ersteres habe ich nichts einzuwenden, wenn es z. B. vordem ersten Login geschieht, also quasi vor der Übergabe des neuen Systems an den Benutzer.

Und ja, das mag als Pedanterie erscheinen. Aber es handelt sich halt um eine klassische Komfortfunktion. Dafür wird doch Apple so sehr verehrt. Man hört doch immer so Sprüche: "Ich muss mich um nichts kümmern", "Ich kann einfach damit arbeiten" usw.

Gerade diese simplen Sachen werden in Linux-Distros nicht von den angestellten Profi-Entwicklern der großen Firmen entwickelt, sondern von der Community in der Freizeit.
 
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marmorkuchen

Well-Known Member
Und ich möchte dich bitten, einen deutlich weniger aggressiven Tonfall anzuschlagen. Es war schon eine Frechheit, mit dem "Kopf schütteln" in die Diskussion einzusteigen. Dir geht es offensichtlich nur ums Provozieren und nicht um konstruktive Beiträge.

Tatsächlich bekommen Freiwillige es gebacken, nach dem ersten Start entweder automatisch upzudaten oder dies dem Benutzer anzubieten. Letzteres halte ich persönlich für die bessere Lösung. Gegen Ersteres habe ich nichts einzuwenden, wenn es z. B. vordem ersten Login geschieht, also quasi vor der Übergabe des neuen Systems an den Benutzer.

Und ja, das mag als Pedanterie erscheinen. Aber es handelt sich halt um eine klassische Komfortfunktion. Dafür wird doch Apple so sehr verehrt. Man hört doch immer so Sprüche: "Ich muss mich um nichts kümmern", "Ich kann einfach damit arbeiten" usw.

Gerade diese simplen Sachen werden in Linux-Distros nicht von den angestellten Profi-Entwicklern der großen Firmen entwickelt, sondern von der Community in der Freizeit.
Meiner Meinung nach gehen automatische, initiale Updates gar nicht. Man stelle sich die Netzverbindung via getacktete Anbindung oder mit nem Volumenvertrag vor... :)
 
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