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Experiment: FreeBSD als HTPC-System auf Gemini Lake Architektur

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#76
Nachtrag: Für ein gutes Filmerlebnis ist übrigens die Qualität an sich gar nicht mal so wichtig. Klar, ein schlechtes Bild ist schlecht, aber der Unterschied zwischen einem guten und einem perfekten Bild ist zu gering, um bei 3 Metern Sitzabstand und dunklem Raum überhaupt klar wahrnehmbar zu sein. Wesentlich wichtiger ist die Zeitskalierung, also wie schafft man es auf einem 60hz Display einen 24p Film darzustellen, ohne das Bilder verdoppelt oder weggelassen werden. Das führt zu Mikrorucklern, die sich z.B. in leicht hakelnden Kameraschwenks äußern.

mpv ist meines Wissen nach wie vor der einzige Software-Player, der das wirklich gut hinbekommt. Siehe https://github.com/mpv-player/mpv/wiki/Display-synchronization Allerdings muss mpv dafür sauber gegen das Display synchronisieren können, sonst erkauft man sich ein ruckelfreies Bild mit nervendem Tearing. Das hängt unter Linux stark vom verwendeten Grafiktreiber (im Kernel, nicht in X.org) ab und FreeBSD kann es überhaupt nicht.
 

ralli

BSD Fanboy
#77
Hallo,

ein kurzer Zwischenbericht: Zusatztreiber wie libva-intel, libva-intel-hybrid oder libva-intel-video-driver bringen bei meinem alten Ironlake keine Verbesserung. Aber wie gesagt, ein Video wie das hier über vlc abgespielt, bringt mir eine brilliante Wiedergabe, und die CPU-Last bei allen Kernen liegt unter 10%.
Bei mir ebenfalls eine brilliante Qualität, allerdings bei einer CPU Auslastung von 30% beider Kerne. Das ist natürlich der älteren Hardware und dem für heutige Hardware minimalen 2 GB RAM.

Schaue ich mir das Video on demand über den Firefox an, geht die Last der Kerne auf ca. 15 % hoch, aber das Video wird immer noch ordentlich abgespielt.
Ja, so ist es. Ich vermeide es, wenn es geht Videos im Browser anszuschauen.

Mit VLC hole ich mir wieder die Qt5 Abhängigkeiten an Bord... ;)
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #78
Noch ein Nachtrag zu fbsd 11.2 versus 12.0:

was ich zumindest mit meinem Ironlake nicht bestätigen kann, ist eine schlechte Grafik-Performance mit fbsd 12.0. Videowiedergabe läuft sehr flüssig auch mit dieser älteren Intel-CPU.
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #79
Nachtrag 2: Nun bin ich doch ein wenig baff. Gerade habe ich das ziemlich frische GhostBSD als Livemedium gestartet. Wenn ich vorhin FreeBSD 12 als flüssig hinsichtlich der Grafik bezeichet habe, dann würde ich GhostBSD ein "ausgesprochen flüssig" verpassen.

Videowiedergabe on demand des vorhin verlinkten Mediathek-Videos lastet unter GhostBSD vom Stick die CPU-Kerne nur mit knapp 10% aus, unter FreeBSD 12.0 sind es immerhin um die 15%. Irgendwas machen die bei GhostBSD anders ...

Das Livemedium, was auch Uefi-fähig sein soll, werde ich mal an meinem Mini-PC testen. Irgendwie ist es ja auch ein FreeBSD, wenn auch ein offenbar etwas "aufbereitetes" :)
 

ralli

BSD Fanboy
#80
Vom Monitor. Der entscheidende Punkt beim Monitor ist die Farbraumabdeckung. Gerade günstigere Monitore und immer noch viele Laptopbildschirme haben haben eine sehr niedrige Abdeckung von oft unter 50% NTSC, was dann einfach zu einer miesen Farbdarstellung führt. Dazu kommt, dass die Computermonitore immer recht lichtschwach sind, wodurch Dynamic verloren geht.
Das ist mein Monitor (28 Zoll Samsung Monitor - 4k Auflösung - Samsung U28E850) Hier ein Überblick:
Monitor Test

Die Farbraumabdeckung liegt demnach bei 85%. Kein Spitzenwert, aber auch nicht grottenschlecht. Also ich bin mit dem Monitor sehr zufrieden, ist ja auch kein Billiggerät.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#82
Ja, 85% sind völlig okay. Vor allem wenn man bedenkt, dass NTSC bezogen auf die menschliche Wahrnehmung eher weltfremd ist. Menschen sehen das grüne Spektrum am intensivsten und damit detailiertstem, aber NTSC ist ausgerechnet im grünen Spektrum am schwächsten. Es gäbe geeignetere Farbräume, aber die haben sich für Consumer-Monitore irgendwie nie durchgesetzt.
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #83
Hallo,

ich breche an dieser Stelle das Experiment ab.

Mit Ghostbsd ist bei kodi dann ebenfalls die Performance im Keller, ein leichtes Bewegen der Maus lässt die CPU-Auslastung auf 100% hoch schnellen.

Mit fbsd 12.0 habe ich es gerade nochmals probiert. Und bin den Empfehlungskatalog (FreeBSD Wiki, freebsd-forums) hinsichtlich drm-kmod durch gegangen, habe mit verschiedenen intel.conf Dateien in xorg.conf.d getestet, mit den Zusatztreibern für Intel hinsichtlich Beschleunigung .... es bringt nichts.

Zum Vergleich habe ich mal aus meinem Desktop-PC die Nvidia-Karte ausgebaut, und mit Intel Haswell den drm-kmod getestet. Die Grafik rast, bei Plasma5 samt eingeschaltetem Kompositor laufen Videos sehr gut in Firevox, im vlc, in kodi.

Ich vermute, Gemini Lake und FreeBSD passen (noch) nicht gut zueinander. Woran das nun im Detail liegen mag, möchte ich vorerst nicht weiter verfolgen. Ich habe schon dermaßen viel Zeit mit dieser Testerei verbracht, mir geht da ein wenig die Geduld aus. Aber auch das ist ja ein Resultat, die Kombination FreeBSD 12 und Gemini Lake vorerst zu meiden.

Trotzdem Danke für Euer Interesse.
 
#84
Ich vermute, Gemini Lake und FreeBSD passen (noch) nicht gut zueinander. Woran das nun im Detail liegen mag, möchte ich vorerst nicht weiter verfolgen. Ich habe schon dermaßen viel Zeit mit dieser Testerei verbracht, mir geht da ein wenig die Geduld aus. Aber auch das ist ja ein Resultat, die Kombination FreeBSD 12 und Gemini Lake vorerst zu meiden.
Hallo Holger,

das kann ich gut verstehen. So viel Geduld habe ich garnicht. Ich kann mir vorstellen, das Du ganz schön frustriert bist, weil Du Dir mehr Leistung versprochen hast. Wie auch immer, bald habe ich ja meinen neuen PC repariert. Da ist der Prozessor natürlich ein anderes Kaliber als der Celeron und in Verbindung mit der Onboard Grafik und Haswell die Performance natürlich noch überschnittlich gut. Ich habe hier auch mitgetestet und viel dabei gelernt. Es sind einfach zu viele Einflüsse, die wirkmächtig sein können, einmal das OS, dann die Version des OS, dann der Treiber, der Video Player und und und. Ich habe mit der selben Hardware auch schon völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Ehrlich gesagt hilft nur try and error, ausprobieren durch Versuch und Irrtum.
Es wäre schön, wenn es verläßlicher ginge, aber das ist leider eine Illusion.

Grüße

Ralph