Da ich Gedichte, Essays, soziologische, philosophische und politische Artikel verfasse und auch schon (ein nicht veröffentliches Buch) geschrieben habe, hilft mir ein aufgemotzter Hochleistungs PC bei dieser Arbeit überhaupt nichts. Ein einfacher Texteditor reicht mir für den Rohentwurf. Bei längeren Artikeln benutze ich dann auch Latex. Ich schreibe allerdings nur für mich selbst, weil ich Freude daran habe und verfolge keinerlei kommerzielle Absichten.
Das ist meine ganz persönliche Art, mich mit allem auseinanderzusetzen.
Da haben wir offenbar 'was gemeinsam
Das Schreiben war mir denn auch Grund, mir irgendwann "trotzdem" einen PC zu kaufen, der alten Canon Starwriter gingen die Patronen aus . . .
Stellte aber auch mit der Zeit fest, dass mich das schreiben am PC etwas ablenkt. Sich vlt da noch eine Information ansehen, dort noch etwas anschauen . . .
LaTex ist natürlich interssant. Habe für mich Lyx entdeckt. Kennst du ja vielleicht.
Diese Gesellschaft ist am Ar..., weil sie ein Geschäftsmodell ist.
Und Geschäftsmodelle sind halt nur für die da, die absahnen wollen.
Der ganz normale Mensch, der einfach nur leben will passt da nicht
rein. Und was nicht passt, wird passend gemacht... oder er verreckt
halt. So läuft der Hase.
Mh, ich sehe das nicht ganz so, glaube weniger, dass die Mechanismen derart destruktiv sind.
Es scheint mir in den vergangenen 10-15 Jahren Mode geworden zu sein, gesellschaftliche Missstände stets im Zusammenhang mit den eigentlichen Strukturen zu setzen. Bis hin zuzm Wirtschaftssystem oder Politsystem. Das ist ja nicht neu und finde, da haben manche Argumente sicherlich Berechtigung.
Doch das trifft sich doch auch mit dem Thema. So sagt man die Digitalisierung habe die Gesellschaft bzw die gesellschaftlichen Konventionen demokratisiert.
Es scheint mir offensichtlich, dass dieses Bedürfnis innerhalb der Gesellschaft bzw deren Individuen tatsächlich vorhanden sind. Wir sind es schliesslich selber, die uns von Individuen zu "Usern" machen bzw degradierten.
Die Digitalisierung zeigte ja auch auf, wie sehr sich unpopuläre Angebote sehr schlecht durchsetzen. Und auf dem Markt dann wenig Chancen haben. Dazu später nochmals.
Aber : ob alleine die politwirtschaftlichen Strukturen dafür verantwortlich sind? Ich wage es zu bezweiflen.
Ich schreibe nicht etwa, um meine Gedanken und damit jede Lebensäußerung zu kapitalisieren, sondern vielmehr mit der Inspiration und Überzeugung, meine Schriften könnten die Gedanken meiner Zeit verändern. Meine Absicht ist es, Sittlichkeit und Humanismus zu vermitteln. Und damit möglicherweise ein wenig zur Aufklärung beizutragen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Einiges habe ich in Foren veröffentlicht, aber das ist nur die Spitze eines Eisberges.
Irgendwie kommt mir das bekannt, anders ausgedrückt - vertraut vor
Manchmal frage ich mich, was wohl die historischen Humanisten zu unserer Zeit, zu dieser Entwicklung sagen würden. Auch jene Denker des 20.Jhrts welche gekonnt den Spagat zwischen Menschenbejahung und Gesellschaftskritik schafften (zB Erich Fromm, Arno Gruen, Hans A. Pestalozzi usw). Für mich ist dieser Spagat eine Selbstverständlichkeit, meint doch Humanismus doch eben gerade dies. Aber es scheint mir auch eine Auffassungsweise, welche heute trotz der vielen und oftmals auch vortrefflichen soziologischen Äusserungen, kaum Gehör findet.
Vermutlich selbiges Phänomen unter welchem auch die klassische Philosophie leidet.
Immer deutlicher wird mir bewußt, daß zur wertkonservativen Bewahrung
des kulturellen Erbes unserer geistigen Vorväter und zur Beharrung
Wandlung und Weiterschreiten treten müssen, daß das Erreichte und
Gewordene zum Absterben verurteilt ist, wenn es die Fähigkeit zu
weiterem Werden und Sichwandeln verliert.
Das sehe ich genau so. Sehr treffend formuliert
Das alles funktioniert auch ohne Digitalisierung. Wir können weder Emotionen noch schöpferische Kreativität digitaliseren. Der PC ist dabei lediglich ein willkommens Arbeitstier und Hilfsmittel.
Frage an dieser Stelle : Funktioniert es anders? Also unterschiedlich mit und ohne Digitalisierung?
Und wenn ja, ist dies dermassen essentiell dass sich dies auch auf die konkreten Inhalte auswirkt?
Schöpferische Kreativität kann nur aus dem inneren Wesenskern und dem Charakter eines Menschen entstehen. Dafür sind Emapathie, Phantasie, Vorstellungskraft und ein gesundes Urteilsvermögen gefragt und erforderlich.
Wenn wir den ganzheitlichen Menschen aus dem Fokus verlieren und mit Hilfe der Digitaliserung jede Lebensäußerung der Menschen instrumentalisieren, dann kann das Ganze auch nach hinten losgehen ...
Das sehe ich auch so.
Aber wo Risiken sind, da sind bekannter Weise natürlich auch Chancen.
Selbstverständlich. Und ja, die Digitalisierung birgt auch Chancen. Und finde, dass diese Chancen auch schon oft genutzt wurden.
Ich stelle auch das das "weniger wird" generell in Frage - viel wird nun im Ausland produziert, oft in Fernost, aber dort sind die Arbeitsplätze ja trotzdem von Menschen besetzt unter oft schwierigsten Bedingungen. Villeicht sollte man Produktion auch Global wieder etwas besser aufteilen - dann hätten wir schwupps auch wieder etwas mehr Arbeitskräftebedarf hier, ggf. auch für menschen die nicht "irgendwas mit Maschinenbau oder DIenstleistung" machen wollen/können.
Nur fragt sich mir : inwiefern Anteil hat daran eignetlich nicht das System, bzw die Strukturen, sondern das Individuum an sich?
Nüchtern betrachtet, funktioniert die Globalisierung - und damit auch dieses Phänomen der Produktionsauslagerung - schliesslich systemübergreiffend.
Das hat also herzlich wenig damit zu tun ob nun Kapitalismus oder kommunistischer Sozialismus.
Es ist also weniger eine Systemfrage, sondern eine der konkreten, tatsächlichen Möglichkeiten.
Die Digailisierung brachte es mit sich, dass Daten in Windeseile um den Globus geschickt werden können. man denke da nur schon an die Finanzmärkte welche Prozesse nutzen die in Sekundenbruchteilen stattfinden.
Aber noch viel wesentlicher scheint mir die Kommunikation an sich. So werden CAD-Dateien bis hin zu Text/Grafik-Dateien usw um den Globus zur Bearbeitung und Produktion gesendet.
Damit wurden auch viele einstige Hürden überwunden.
Unter selbiges Phänomen setze ich das Kaufverhalten des privaten Individuum's.
So liefert uns das Internet per sofort Preisvergleiche und wer da als Anbieter nicht mitmacht, hat schon mal einen Nachteil.
Schlussendlich führt dies zusehends doch zu einer Monopolisierung bzw Monopolstrebung des Marktes.
Schuld daran ist aber nicht das Internet selber, sondern wir alle welche solche Dienste nutzen.
Erschreckend daran finde ich, dass es kaum mehr Bereiche gibt, die nicht mehr davon betroffen sind. Und technisch-strukturell werden die Dienstleistungen immer verzahnter.
Nicht umsonst kümmern sich internationale Grosskonzerne um "Erweiterung der Geschäftsfelder". Nicht nur aus rein wirtschaftlichen Gründen, sondern auch um dieses Netz an Dienstleistungen enger zu gestalten.
Somit relativiert sich das "Konkurrenz belebt den Markt".
Und dies hat sich - auf die reale Welt des Deatilhandels beispielsweise - bereits auch so ausgewirkt.
Wie verhält es sich bei Kommunikationsmittel die wir per Internet nutzen?
Auch hier ist die Tendenz dass immer mehr Menschen auf immer weniger Dienstleister zurückgreiffen, gut beobachtbar. Dienste wie facebook oder twitter sind diesbezüglich beste Beispiele.
So las ich zB kürzlich, dass das klassische E-Mail in der privaten Anwendung künftig an Bedeutung verlieren wird.
Dass solche "KommunikationsGiganten" dann natürlich auch kleinere "Fische" aufkaufen (facebook - WhatsApp usw, Google - blogger usw) bestätigt obig beschriebenes Phänomen.
Übrig scheinen schlussendlich die "Special Interest" -Foren & Plattformen zu bleiben.