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Dokumentation aus dem Jahre 2007, aktuell wie noch nie: The Great Global Warming Swindle

SierraX

Well-Known Member
#51
Da haben die Marketingabteilungen der Automobil-Industrie und die ihnen hörigen Medien und Autoclubs wieder mal ganze Arbeit geleistet. Dass man dafür das öffentlich rechtliche Fernsehen mit GEZ-Gebühren bezahlen muß, ist schon sehr dreist.
Ich weiß ja, in welchem Land ich lebe...
Diese Hysterie hatte sich zu dem Zeitpunkt weniger um die Umwelt gebildet sondern um den Unfall eines SUV mit 4 toten Passanten in Berlin ein paar Tage zuvor.
Man kann von den öffentlich rechtlichen halten was man will... ich halte sie für besser als ihr Ruf... und auch besser als mit EIKE Videos ummernander zu werfen... welche ja als AfD's Hofalchemisten bekannt sind... von dem britischen Breitbart verschnitt ganz zu schweigen... wann kommt hier noch 451Grad oder Hyperion?
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #52
Diese SUV-Thematik halte ich schon fast für off-topic, aber egal. Wir sind im Geplauder.

und auch besser als mit EIKE Videos ummernander zu werfen... welche ja als AfD's Hofalchemisten bekannt sind...
Wusste ich gar nicht, ist mir aber egal. Das disqualifiziert in meinen Augen nicht das Projekt an sich. Ich bin zwar kein Physiker, ich habe aber nicht den Eindruck, dass es sich dabei um Alchemistengeschwafel nach dem Motto "Wie bekomme ich Gold aus Blei" handelt.

Und ach so, auch wenn es hoffentlich in dem Screenshot bzw. in dem Video überspitzt dargestellt ist, ich würde natürlich lieber wie in dem rechten als wie in dem linken Bild leben und lieber 0,1 Cent pro kwh als 1 € für den Strom bezahlen.
 

SierraX

Well-Known Member
#53
Und ach so, auch wenn es hoffentlich in dem Screenshot bzw. in dem Video überspitzt dargestellt ist, ich würde natürlich lieber wie in dem rechten als wie in dem linken Bild leben und lieber 0,1 Cent pro kwh als 1 € für den Strom bezahlen.
https://www.heise.de/tp/features/Atommuellentsorgung-mit-neuem-Reaktor-4467167.html
Ein Testmeiler für Transmutation wird gerade ohne deutsche Beteiligung in Belgien errichtet... es wird nicht mit einer Betriebsbereitschaft vor 2030 gerechnet.
https://www.deutschlandfunk.de/uebe...atommuells.740.de.html?dram:article_id=418338
Also eine Technik die in 15 Jahren oder 20 Jahren Marktreife erreicht (wenn überhaupt) dann noch Bauzeiten von 15 Jahren für Reaktoren hat die zigmal grösser sein müssen (Bayern tut sich ja schon schwer Windräder bei der Bevölkerung durch zu bringen oder eine NordSüd Stromtrasse) und derweilen sollen die alten Meiler schön weiter Uran Pallets verbrennen (und da ist der Rückbau dieser noch garnicht mit drin) ? ... und das ist kein Versprechen nach dem Motto "Gold aus Blei"?
Sorry aber dass ist genau dieses verschieben der Probleme auf nächste Generationen das angeprangert wird.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#54
Und ach so, auch wenn es hoffentlich in dem Screenshot bzw. in dem Video überspitzt dargestellt ist, ich würde natürlich lieber wie in dem rechten als wie in dem linken Bild leben und lieber 0,1 Cent pro kwh als 1 € für den Strom bezahlen.
Das Strom in Deutschland so teuer ist, liegt aber nicht an den regenerativen Energien. Tatsächlich sind Photovoltaik und Wind bereits seit Jahren die günstigsten Technologien zur Stromerzeugung: https://www.ise.fraunhofer.de/de/pr...-guenstigste-technologien-in-deutschland.html Oder auch https://www.bloomberg.com/news/feat...d-power-so-cheap-they-re-outgrowing-subsidies

Was zum kompletten Durchbruch regenerativer Energien noch fehlt, sind großindustriell nutzbare Wege der Stromspeicherung. Aber dort gibt es neben den klassischen, aus verschiedenen Gründen nicht in ausreichendem Maß umsetzbaren Wegen wie Pumpspeicherkraftwerken inzwischen mindestens zwei Ansätze, die ihre Praxistauglichkeit teilweise bewiesen haben. Das sind vor allem batteriebetriebene Speicher, idealerweise als Zweitverwendung verbrauchter Akkus. Elon Musk und Tesla sind da mit 100 MW Anlagen pr-wirksam bei, aber sie sind bei Weitem nicht die Einzigen. Da gibt es weltweit schon mehrere Anlagen im kommerziellen Betrieb.
Der andere Weg sind Wärmespeicher, Siemens hat gerade in Altenwerder eine 130 MWh Testanlage auf Basis von Vulkangestein als Speichermedium in Betrieb genommen. Damit sind sind meines Wissens Vorreiter. Andere Ansätze wie Kalisalze als Medium sind noch in der Laborphase.
 

pit234a

Well-Known Member
#55
Der andere Weg sind Wärmespeicher, Siemens hat gerade in Altenwerder eine 130 MWh Testanlage auf Basis von Vulkangestein als Speichermedium in Betrieb genommen. Damit sind sind meines Wissens Vorreiter. Andere Ansätze wie Kalisalze als Medium sind noch in der Laborphase.
Dazu habe ich mal gelesen, eine kleine und noch unbedeutende Firma habe einen neuen, revolutionären Speicherstein entwickelt. Der muss halt noch patentiert werden...

Man kann von den öffentlich rechtlichen halten was man will... ich halte sie für besser als ihr Ruf... und auch besser als mit EIKE Videos ummernander zu werfen... welche ja als AfD's Hofalchemisten bekannt sind... von dem britischen Breitbart verschnitt ganz zu schweigen... wann kommt hier noch 451Grad oder Hyperion?
Dem stimme ich sicher zu, aber bedeutet EIKE im Namen, dass das IFK mit denen verbandelt ist? Das wüsste ich nicht. Ich denke, die haben hier jemanden eingeladen und ab gefilmt, der eine gute Idee vorstellen wollte. Ich halte das für eine gute Idee, Transmutationsreaktoren zu bauen und ich halte Flüssigsalzreaktoren für eine gute Idee und es gibt oder gab da schon welche, die auf Thorium-Basis liefen. Thorium ist deutlich verträglicher, als Uran, wäre vielleicht eine Alternative.
Aber: wir haben diese Reaktoren nun nicht, keinen einzigen und die Entwicklungen, egal in welchem Land (ja sogar in Norwegen, dass ein ernstes Interesse hätte, Thorium zum Erfolg zu verhelfen, weil es davon ja verdammt viel hat), laufen all diese Entwicklungen in meinen Augen extrem schleppend und unmotiviert. Als sei der einzige Grund für diese Versuche überhaupt, mal einige akademische Arbeiten zum Thema veröffentlichen zu können.
Ich sehe hier keine ernsthaften Anstrengungen.
Das einzige Projekt Deutschlands, wo wirklich mal Geld in die Hand genommen wurde, ist der schnelle Brüter gewesen und obwohl ich sehr dafür bin, Entwicklung staatlich zu betreiben und klar ist, dass das eben auch Geld kostet, breiten wir über den schnellen Brüter besser den Mantel des Schweigens. Aber immerhin: mal ein Versuch!

Betrachten wir die "Anstrengungen", die gesamteuropäisch und mit hohem Deutschen Anteil in die Erforschung von Fusions-Energie geflossen sind, dann verstecken wir uns lieber, weil wir uns ansonsten doch sehr schämen müssten.

Dabei sind das ja noch bei Weitem nicht alle vielversprechenden Ansätze. Wasserstoff-Erzeugung durch gentechnisch veränderte Bakterien etwa, Entwicklung von Brennstoffzellen, ja, das alte Thema von der Mülltrennung, die seit Jahrzehnten immer noch dem intelligenten Menschen obliegt und nicht maschinell bewältigt werden kann, ebenso wenig, wie die Rückgewinnung von Rohstoffen aus gelagertem Müll.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und keine ernsthaften Bemühungen. Kein Forschen, das um jeden Preis forciert würde, auch zu dem Preis, dass eben kein Geld mit neuen Erkenntnissen verdient wird, sondern vielleicht unser Lebensraum erhalten bleibt.

Land- und Forstwirtschaft etwa. Muss der Wald Gewinn abwerfen? Sollten wir hier nicht lieber umdenken? (Nebenbei sind viele Bäume krank, über 70% der Bestände bei uns). Müssen wir 60% der landwirtschaftlichen Erzeugnisse exportieren? Ganze 3 bis 4 % der Fläche wird für Gemüse-Anbau genutzt. Bei entsprechendem Willen, wäre es hier sehr leicht möglich, etwa auf 30% der Einnahmen zu verzichten und neue Wege zu gehen. Dreifelder-Wirtschaft mit regelmäßigen Brachen, Blühflächen, Mischkulturen mit Mehrfachnutzung, bei jeweils geringerem Ertrag der Einzelsorten, Anlage und Pflege von Schutzhecken, um nur mal einige zu nennen. Das würde unserem Lebensraum sehr viel Entspannung bringen und wäre sehr kurzfristig zu realisieren.

Niemand will die Scheiß Windkraft! (Wenn er nicht gerade die Pacht für eine solche Anlage bezahlt bekommt).
Sie ist absolut unzulänglich, wenig erforscht (bei großflächigem Einsatz), nicht effektiv. Aber wir haben einfach keine Alternative, weil wir es verpennt haben!
Helmut Kohl traf ja manchmal trotzdem mit seinen Sprüchen und unmittelbar unter dem Eindruck Tschernobyls erklärte er, man müsse aus dieser Technologie aussteigen. Nun, das tut man nicht, indem man nichts tut, außer regelmäßig die Laufzeiten bestehender AKWs zu verlängern. Und wir alle haben das gewusst und nicht erst seit Gestern!
Es geht ja alles immer noch gut, also braucht sich niemand zu regen. Bisher ging es auch noch gut, aber - vielleicht mal eines meiner liebsten Bilder:
als säßen wir alle in einem Zug und rasen auf einen Abgrund zu. Wir sind in der ersten Klasse, feiern rauschende Orgien und feuern den Heizer auf "schneller, schneller!". Andere reisen nicht so bequem und machen sich wegen Geschwindigkeit und Richtung Sorgen.
Irgendwann erreichen wir den Abgrund oder kommen ihm so nahe, dass er auch für uns sichtbar wird. Ob wir dann noch bremsen können? Selbst eine Vollbremsung ist mehr als riskant und geht nicht ohne Blessuren ab.
Ich weiß nicht, ob wir jetzt noch eine Kurskorrektur einleiten können, um an dem Abgrund vorbei zu fahren (ist ja mit Zügen immer so eine Sache, wenn es keine Gleise gibt...). Je länger wir damit warten, eine Kurskorrektur einzuleiten, desto gefährlicher ist unsere Fahrt.

Deshalb haben diese Kinder vollkommen Recht, wenn sie auf die Straße gehen und schreien.
Es ist vielleicht das Einzige, das sie tun können.
Und ich bin stolz, dass meine Kinder dabei sind!
 

SierraX

Well-Known Member
#56
@pit234a dann lies dir auch noch den Telepolis Artikel dazu und schau dir den Deutschlandfunk Artikel an die ich verlinkt habe...
Die Konzepte mögen ja vielleicht gut sein... wenn es aber keiner Finanziert oder Orte zur verfügung stellt damit man da etwas hinpflanzen kann nützt das alles relativ wenig. Die Wahrscheinlichkeit das ich den das Ende des Rückbaus des letzten gescheiterten Thoriumreaktor Versuches erleben werde ist mit 2048 schon relativ gering.
Und ja 2 Flüssigkeiten hören sich vielleicht interessant an wenn das eine davon nicht ein hochgiftiges Metall wäre. Blei hat einen Schmelzpunkt von unter 400 Grad soll aber bei 1000 Grad gehalten werden, damit es Wasser erhitzt? Ok ich bin ebenfalls kein Physiker... aber für mich klingt das nach Teufel mit Belzebub austreiben.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#57
Am flüssigen Metall, da aber Natrium, sind auch schon die schnellen Brüter gescheitert. Flüssiges Metall ist schon allgemein sehr schwer zu handhaben, dazu wurde es bei den schnelleren Brütern auch noch im Regelbetrieb aktiviert, also hochgradig radioaktiv. In der Folge hatte man es denn bei jedem kleinen Leck mit einer glühend heißen, sich überall durchbrennenden, hochgradig reaktiven und in tödlicher Intensität strahlenden Suppe zu tun. Und Lecks gab es viele, denn flüssiges Natrium unter Hochdruck durch Rohre zu pumpen ist nicht umsonst der Albtraum jedes Metallurgen. Blei ist zwar deutlich weniger reaktiv, aber die grundsätzlichen Probleme dürften bestehen bleiben.
 

pit234a

Well-Known Member
#58
Blei ist zwar deutlich weniger reaktiv, aber die grundsätzlichen Probleme dürften bestehen bleiben.
deutlich weniger.
Vor allem, weil es nicht selbst radioaktiv wird.
Aber natürlich, das sehe ich auch, es ist eine abenteuerliche Konstruktion, Blei flüssig zu halten, als Abschirm- und Kühlmittel (im ersten Kreislauf) gleichzeitig zu nutzen.
Wie gesagt, bei Weitem nicht so abenteuerlich, wie mit Natrium im schnellen Brüter.
Doch, ich denke, es ist in erster Linie eine Frage, ob man es machen möchte. Die Probleme könnten technisch ziemlich sicher gelöst werden. Und gerade, weil man diese Dinger auf den alten AKW-Geländen aufbauen könnte, gefällt mir die Idee so gut. Keine weiten Transporte der Brennstoffe, Infrastruktur bereits vorhanden, am Ende weitaus weniger strahlender Abfall, der "nur noch" für etwas mehr als 500 Jahre gelagert werden werden muss, ausreichend Brennstoff bereits vorhanden, um eine halbe Ewigkeit damit zu befeuern.
Hört sich doch fast zu gut an, um nicht probiert zu werden.

CO2 Problem, dafür kommen sie nun zu spät. Aber das Problem mit dem radioaktiven Abfall haben wir ja noch laaaange.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#59
Ja, ich bin zwar kein Freund von Atomkraft, aber gebe zu, dass sich nun rächt, dass die Forschung an zivilen Reaktoren irgendwann Ende er 1970er Jahre weitgehend eingestellt wurde. Seitdem hat man sich ja nur auf Minimal-Upgrades der vorhandenen Leichtwasser-Reaktordesigns beschränkt.

Nachtrag: Zumindest bei Reaktoren, die auf Kernspaltung basieren. Kernfusion steht ja immer noch im Zentrum intensiver Forschung, aber auch die wird für das CO2-Problem zu spät kommen. Sofern sie denn überhaupt jemals in industriellem Maßstab funktionieren wird.
 

mr44er

moderater Moderator
Mitarbeiter
#60
Mal eine völlig andere Richtung:
Ich bin jemand, der das alte Stückchen Seife an das neue pappt, damit es restlos verbraucht wird. Mein smartfön ist Bj. 2013. Ich heize im Winter nur ein Zimmer. Da ich allein wohne, kommt das richtig angenehm, wenn man abends durchgefrostet heimkommt und erstmal warten muß, da ich mit Eisfüßen nicht einschlafen kann. Mietwohnung, keine Zentralheizung.
Das Finanzamt hatte mir lange nach Beendigung meiner Selbständigkeit noch eine Nachforderung reingedrückt, die einem Normalo mit zu versorgender Familie den Hals resultierend in Privatinsolvenz zugedrückt hätte. Ja, dafür legt man ja Geld zurück. Wenn du das aber reingedrückt bekommst, während du ALGII beziehst (wo man nur einen Freibetrag X * Lebensjahre besitzen darf), geht einem schön die Luft aus. #Aufschrei, wo?
Im Moment mache ich einen Job, der beschissen bezahlt wird und tlw. bis zu 14 Stunden am Stück erfordert. Die Diskussionen mit meiner Freundin kann man sich vorstellen. Warum mache ich den Job? Weil er eben verfügbar ist, alles und jeder Geld von mir will und ich da eben nicht meinem Vorgesetzten das nächste Auto oder Urlaub bezahle und die Kollegen keine Minusmenschen sind.
Außerdem komme ich wegen den langen Arbeitszeiten nicht auf dumme Gedanken, mir meiner Situation bewußt zu werden.

Wenn mir jetzt irgendein Organ vorschreibt/vorwirft, zuerst einmal bei mir selber anzufangen, ploppen irgendwie Fragezeichen hoch. Resultierende Gegenfrage: Sollte ich mich weghängen, zum Zwecke der Umwelt? Was anderes kann mein Gegenüber doch gar nicht gemeint haben. :ugly:
Muss ich mich schlecht fühlen, für die Umweltfrage weder Zeit noch Ressourcen zu haben? Außerdem sind da ja noch die Rehkitze im Maisfeld...

Der Gedanke zur autarken Isolation/Selbstversorgung ist schon ok. Krankt aber an der Ausweispflicht und die Pflicht einer ladungsfähigen Adresse / Wohnsitz. Mhmja...ganz oder gar nicht.

An alldem ist nichts übertrieben, soll nicht auf die Tränendrüse drücken und depressiv bin ich auch nicht. Die Depression kommt dann spätestens bei Rentenbeginn und frühestens bei der nächsten Umweltsteuer. :D
 

Soonwald

Well-Known Member
#61
...
Was zum kompletten Durchbruch regenerativer Energien noch fehlt, sind großindustriell nutzbare Wege der Stromspeicherung. Aber dort gibt es neben den klassischen, aus verschiedenen Gründen nicht in ausreichendem Maß umsetzbaren Wegen wie Pumpspeicherkraftwerken inzwischen mindestens zwei Ansätze, die ihre Praxistauglichkeit teilweise bewiesen haben. Das sind vor allem batteriebetriebene Speicher, idealerweise als Zweitverwendung verbrauchter Akkus. Elon Musk und Tesla sind da mit 100 MW Anlagen pr-wirksam bei, aber sie sind bei Weitem nicht die Einzigen. Da gibt es weltweit schon mehrere Anlagen im kommerziellen Betrieb.
Der andere Weg sind Wärmespeicher, Siemens hat gerade in Altenwerder eine 130 MWh Testanlage auf Basis von Vulkangestein als Speichermedium in Betrieb genommen. Damit sind sind meines Wissens Vorreiter. Andere Ansätze wie Kalisalze als Medium sind noch in der Laborphase.
Das sehe ich etwas skeptischer. Zwar gibt es fast monatlich Jubelmeldungen über neue revolutionäre Akku- und Speichertechnologien,
von denen man dann nie wieder etwas hört.
Die erste industrielle Revolution ging mit der Erfindung der Dampfmaschine einher - also der Möglichkeit gespeicherte Energie in Wärme und darüber hinaus in mechanische Arbeit zu wandeln.
Würde jemand eine Weg finden, elektrische Energie im grossen Rahmen - und mit vernünftigen Wirkungsgrad und Aufwand speichern zu koennen, dann wuerde dies wieder eine Revolution auslösen, deren Umfang und Auswirkungen wir noch nicht einmal ahnen koennen.

Was nun die Ideen von Elon Musk betrifft, so will ich da jetzt nicht näher darauf eingehen - denn dies würde hier den Rahmen komplett
sprengen.
Nur soviel: in der BRD wird mit viel Getöse und Euphorie ein "Tesla Powerall Stromspeicher" angeboten - das Teil wiegt ueber 100kg
hat eine Kapazität von 7kWh und kostet > 3000Euro.

Aber bleiben wir bei der grossindustriell nutzbaren Stromspeicherung - und nehmen wir mal das Beispiel des Hochtemperaturspeichers
von Hamburg-Altenwerder. Da nehmen wir zur Kenntnis das diese Anlage 130MWh bis zu einer Woche speichern kann.
Das klingt gut - ist aber eigentlich genauso Bloedsinn, als wenn ich sagen wuerde eine Talsperre hat eine die Kapazität mehrer hundert MWh Strom zu speichern - aber gleichzeitig unterschlage, dass die von den Turbinen angetriebenen Generatoren nur ein paar MW leisten.
Beispiel: ( Bleilochtalsperre der Saalekaskade: mehrer hundert MegaWatt-Stunden ... elektrische Leistung: 0,08Megawatt)
Die Leistung der Dampfturbine in Hamburg Altenwerder findet man nirgends - überall werden nur sie 130Megawattstunden Kapazität bejubelt - warum wohl?
Umgekehrt funktionieren solche beeindruckenden Thesen auch:
Der Motor meines Modellflugzeuges zieht bis zu 120A - bei durchschnittlich 12V - es ist also keine Lüge, wenn ich sage, dass ich ein akkubetriebenes Flugzeug mit 1,44kW habe! Das das allerdings nur 2 bis 3 Minuten funktioniert ( bei theoretischer Voll-Last) sage ich
dann natuerlich nicht extra:-)

Mit einer Tonne Wasser im Pumpspeicherkraftwerk, kann man eine kWh Strom speichern,
wenn man das Wasser ca. 100m hochpumpt.
Mit einer Tonne:
Blei-Säure Akku ... 40kWh
Litium-Ionen-Akku ... 130kWh
Latentwaermespeicher ... 50 - 150kWh
Thermochemische Speicher ... 100 - 250kWh
Benzin oder Diesel ... 10.000kWh
Wasserstoff ... 30.000kWh
( natuerlich alles ganz grobe und ungenaue Werte )

Daran sieht man aber, dass allein Wasserstoff das Potential hat, elektrische Energie im grossen Umfang zu speichern.
- was übrigens gerade bei Überschüssen aus Wind und PV Sinn macht, sofern man vor Ort Wasserstoff produzieren
wuerde, denn sowohl die Windräder als auch die PV Anlagen machen primaer Gleichstrom, den man ja zur Elektrolyse braucht.
 

SierraX

Well-Known Member
#62
...Wenn du das aber reingedrückt bekommst, während du ALGII beziehst (wo man nur einen Freibetrag X * Lebensjahre besitzen darf), geht einem schön die Luft aus. #Aufschrei, wo?
Der ist bereits durch die allgemeine Ablehnung und Erkenntnis das HartzIV kacke ist abgedeckt.

Wenn mir jetzt irgendein Organ vorschreibt/vorwirft, zuerst einmal bei mir selber anzufangen, ploppen irgendwie Fragezeichen hoch. Resultierende Gegenfrage: Sollte ich mich weghängen, zum Zwecke der Umwelt? Was anderes kann mein Gegenüber doch gar nicht gemeint haben. :ugly:
Muss ich mich schlecht fühlen, für die Umweltfrage weder Zeit noch Ressourcen zu haben? Außerdem sind da ja noch die Rehkitze im Maisfeld...
Wenn du dir trotzdem noch Flüge nach Malle leistest oder ein Auto fährst das 15 Liter auf 100km schluckt um damit die Kippen an der Ecke zu holen dann solltest du dich schämen... . z.Z. schreibt oder wirft weder ein Organ noch ein 16 Jähriges Mädchen dir persönlich deinen Lebensstil oder die Umstände oder gar die anderen einzelnen vor...
Die Politik hatte 30 Jahre Zeit die Weichen zu stellen weil das alles schon bekannt war... es war denen lieber auf Wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zu scheissen um Massnahmen zu fördern die nach aussen besser aussehen und ihr Image pflegen (Ewiges Wachstum). Jetzt kommt halt jemand daher um sie an die selbst gesteckten Ziele zu erinnern, mit drastischen Worten und Taten... aber das sie anders nicht zuhören wissen wir ja schon. Wie in der Schule "Ihr wisst schon das morgen Prüfung ist?" - "Oh scheisse morgen ist Prüfung und ich hab noch nix gelernt" aber anstelle das man versucht wenigstens noch ein paar Sachen bis morgen zu pauken wird auf demjenigen rumgehackt der es gewagt hat zu erwähnen das morgen Prüfung ist.
 

mr44er

moderater Moderator
Mitarbeiter
#64
Wenn du dir trotzdem noch Flüge nach Malle leistest
Ich würde Geld bezahlen, da eben nicht hinzukommen. ;) Ansonsten: Ich habe außer im Technikmuseum Sinsheim noch nie im Flieger gesessen, es mangelt an Interesse. Der Witz ist, dass 15l sparsam sind, wenn Nachbar's PS-Protz 30l nuckelt. Selbst wenn der SUV nur 3l verbraucht, läuft das Ablenkungsmanöver vom Wesentlichen.

z.Z. schreibt oder wirft weder ein Organ noch ein 16 Jähriges Mädchen dir persönlich deinen Lebensstil oder die Umstände oder gar die anderen einzelnen vor
Korrekt. Es fühlt sich aber nicht so an, was perfide ist. Der Klingelbeutel in der Kirche funktioniert auch nur so gut, weil man (sich) schlechtes Gewissen einredet. ;)

selbst gesteckten Ziele zu erinnern, mit drastischen Worten und Taten... aber das sie anders nicht zuhören wissen wir ja schon.
Ich weiß es als doofer Bürger nicht, bilde mir aber ein, dass das gute Mädel keine Bühne bekommen hätte, wenn nicht alles nach Plan verliefe.
 

pit234a

Well-Known Member
#65
@pit234a dann lies dir auch noch den Telepolis Artikel dazu und schau dir den Deutschlandfunk Artikel an die ich verlinkt habe...
Es wird doch probiert... bloss halt nicht mit deutscher Beteiligung.
Aus dem TP-Artikel:
Am 25. April 2019 berichtete das im VDI-Verlag erscheinende Onlinemedium Ingenieur.de über den DFR, merkt jedoch an, dass damit vielleicht das Problem CO2 lösbar wäre, der Reaktor allerdings erst in 10 oder 20 Jahren den Betrieb aufnehmen könne. Obwohl die Patentanmeldung inzwischen wohl erfolgreich war, existiert der DFR bislang nur als Konzept. Die Weiterentwicklung soll mehrere Milliarden kosten. Wer die aufbringen soll, ist derzeit nicht bekannt.
Belgien kommt in dem Artikel nicht vor.
Beim Deutschlandfunk liest man indessen:
Doch die Endlagerkommission will den Weg gar nicht weiter verfolgen – zu teuer, zu aufwändig, zu ineffektiv. Im Ausland sieht man das anders: In Belgien entsteht ein milliardenteurer Prototyp, der das Verfahren erstmals unter realitätsnahen Bedingungen erproben soll.

Auch Großbritannien setzt einige Hoffnung in die Technologie – und hat Experten aus Deutschland abgeworben, die in ihrer Heimat keine Perspektive mehr sehen.
und weiter:
Jetzt soll so eine Anlage in Belgien gebaut werden – auf ihr ruhen die Hoffnungen der Transmutationsbefürworter. MYRRHA, so heißt sie. Sie basiert auf einem Teilchenbeschleuniger, der Unmengen von Neutronen erzeugt und auf einen Kernreaktor feuert. In ihm stecken Brennelemente mit langlebigem Atommüll, der unter dem Neutronenhagel entschärft wird.
Ich weiß nun nicht genau, was die in Belgien realisieren wollen. Es gibt einige Konzepte, die zur Transmutation genutzt werden können. Generell gibt es da mehrere Möglichkeiten. Ich zitiere mal aus Wikipedia (und ja, ich hätte natürlich auch weiter lesen können):
Transmutation mit beschleunigergetriebenen Reaktoren
Hauptartikel: Accelerator Driven System

Im Brennstoff kritischer Reaktoren dürfen die minoren Actinoide nur eine geringe Beimischung bilden, denn wegen ihres zu kleinen Generationenfaktors wird sonst die Kritikalität nicht erreicht. Diese Beschränkung entfällt aber, wenn der Reaktor unterkritisch mit einer äußeren, von einem Teilchenbeschleuniger „getriebenen“ Neutronenquelle betrieben wird. Mit der Entwicklung der Spallations-Neutronenquellen sind Leistungsreaktoren dieser Art in den Bereich des Möglichen gerückt. Solche Accelerator Driven Systems (ADS) könnten alle überhaupt spaltbaren Nuklide energieliefernd verwerten.[4][13]

Zwei Konzepte sind besonders bekannt geworden: das Konzept von Bowman u. M.[4][5] und der Energy amplifier (Energieverstärker) nach Carlo Rubbia u. M. (manchmal auch als „Rubbiatron“ bezeichnet).[14][15] Bowmans Vorschlag ist der technologisch anspruchsvollere und „radikalere“ (mit Transmutation auch der Spaltprodukte). Er hat aber – zumindest bis 2013 – nicht zu detaillierten Entwicklungsarbeiten geführt.[16] Rubbias Vorschlag hält sich näher an schon erprobte Technologien.

Die europäische ADS-Demonstrationsanlage MYRRHA (Multi-purpose hYbrid Research Reactor for High-tech Applications) soll im Forschungszentrum Mol in Belgien errichtet werden und etwa 2030 in Betrieb gehen.[17][18][19] Eine ADS-Versuchsanlage am Beschleunigerzentrum J-PARC in Japan ist im Bau und soll den Betrieb mit Transmutationsbrennstoff etwa 2020 aufnehmen.[20]
Also kurz, dieses Konzept hat einen Hauptaugenmerk auf der Transmutation, mit dem Ziel, Atom-Müll "zu entschärfen"
Der DFR ist aber quasi ein weiterentwickelter Thorium-Flüssigsalz-Reaktor, mit dem Schwerpunkt der Energie-Erzeugung und der zusätzlichen Möglichkeit, unseren Atom-Müll beizumischen und diesen "zu Verbrennen", zur Energiegewinnung zu nutzen und dabei gleichzeitig zu verwandeln. Der entstehenden Abfall ist nicht so weit "kühl", wie dies in spezialisierten Anlagen machbar ist. 500 Jahre gefährliche Reststrahlung gegenüber vielleicht 300 Jahren, um es mal etwas flach auf diesen Faktor herab zu brechen.

Wie schnell kann man so einen Reaktor bauen?
Auch die Anlage in Belgien ist eine Forschungsanlage und noch weit weg, von einem Prototyp, selbst, wenn sie 2030 in Betrieb gehen sollte. Und ich begrüße, dass es überhaupt noch Forschung zu dem Thema gibt!
Wie schnell könnte ein DFR aufgebaut werden, wenn man wirklich wollte und Geld keine Rolle spielt? Das Konzept steht immerhin und ist auch weit ausgearbeitet, im Vergleich zu manch anderer Idee und zwar von Leuten, deren Profession das ist. Selbst dann, wenn man alle Patentfragen beiseite ließe, alle Finanzierung außer Betracht lassen und rein davon ausgehen würde, dass hier ein Projekt zur "Rettung der Menschheit" betrieben wird, an dem alle nach Kräften mitarbeiten und auch ein Standort geklärt wäre, es keine Bedenken von Umweltschützern oder Anwohnern gäbe, wenn als einfach alles Bestens wäre und man quasi sofort loslegen könnte und die ersten Gruben ausschachten könnte, dann würde es ganz sicher noch wenigstens fünf, eher zehn Jahre dauern, bis selbst so ein kleiner Reaktor zünden könnte.
Wollte man also diese Technologie als Klima-Retter einsetzen, müsste man riesige Mengen an Geld in die Hand nehmen (was wir nicht haben, weil wir total verschuldet sind) und dann eine Anlage beginnen und in etwa drei Monaten die nächste am nächsten Standort loslegen und so weiter, so dass man dann nach vielleicht zehn Jahren den ersten hätte und dann alle drei Monate einen weiteren ins Netz nehmen könnte. Dann könnte diese Technologie vielleicht noch als Ersatz für Windenergie und Co genommen werden. Falls sie denn funktioniert!

Die Amis brauchten damals eine Dekade, um zum Mond zu fliegen. Wie einfach damals noch Technik war!
Als sie mit diesem Projekt starteten, waren wohl die ersten Thorium-Reaktoren schon wieder ausgeschaltet. Es gibt dazu eine langweilige Doku der Öffentlich-Rechtlichen und zitiere nur aus der Erinnerung, dass Thorium-Reaktoren die ersten funktionierenden Spalt-Reaktoren waren, vor den Druckwasser-Reaktoren mit Uran. Druckwasser-Reaktoren mit Uran wurden schließlich deshalb bevorzugt, weil militärische Fragen im Vordergrund standen, nicht die zivile Nutzung der Kernenergie. Deshalb wurde das Konzept der Flüssigsalz-Reaktoren mit Thorium als Spalt-Material aufgegeben, weil es keine Waffen-tauglichen Abfallprodukte lieferte. Deshalb haben wir heute überall in der Welt Druckwasser-Reaktoren am Laufen. Das ist schon fast zum verrückt werden.

Und deshalb mal wieder enger ans Thema.
Klimawandel hin oder her. Niemand leugnet einen Klimawandel. Oder?
Die Frage wird immer nur heruntergebrochen auf das Wort: "Menschengemacht" und wenn er nicht Menschengemacht ist? Ist das dann ein Grund, so weiter zu machen, wie bisher?
Glaubt irgendjemand, dass wir einem Klimawandel damit besser begegnen können, indem wir genauso weiter machen? Wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, Kapital über Alles, Sorglosigkeit und Brasserei mit den begrenzten Ressourcen unserer Umwelt? Forschung minimieren und nur der betroffenen Industrie überlassen, Aufrüstung betreiben, Stärke gegenüber Anderen zeigen, Produktivität steigern und Wachstum mehren?
Es hätte die Chance gegeben, seit über vierzig Jahren, das Ruder herumzureißen und vernünftige Sachen zu machen. (Natürlich hätte man von Anfang an und schon immer vernünftig sein können, aber spätestens seit Tschernobyl wäre es wirklich Zeit gewesen.)
Was haben wir gemacht?
Computer gekauft, um damit Spiele zu spielen!
Ich will das gar nicht weiter führen, die Liste unserer Verfehlungen ist lang, sehr lang. Das Versagen unserer Generation ist groß, sehr groß. Das müssen wir 50+ einfach einsehen. Wir sind unserer Verantwortung nicht gerecht geworden. Wir haben es verbockt.

Wir sollten uns bemühen, das nun noch zu korrigieren, was geht. Stattdessen schimpfen die meisten auf "Schulschwänzer" und regen sich über junge Mädchen auf, die irgendwie zur Ikone einer kleinen Bewegung wurde.
 

PMc

Well-Known Member
#66
Ich weiß es als doofer Bürger nicht, bilde mir aber ein, dass das gute Mädel keine Bühne bekommen hätte, wenn nicht alles nach Plan verliefe.
Hmja, so sieht es aus.

Ich fühle mich von Dir angesprochen, weil ich durchaus zu denen gehöre, die sagen, man kann nur bei sich selber anfangen. Das meint aber nicht, dass man in vorauseilendem Gehorsam lieber erstmal verhungern oder erfrieren soll, sondern es meint, dass auf-den-Staat-schieben nicht funktioniert. (Und zwar weder in Richtung Beschränkung noch in Richtung neuer Technologien.)

Es funktioniert deshalb nicht, weil die öffentliche Hand noch desolater funktioniert als die Privatwirtschaft. Ein privater Unternehmer will Profite machen, und dazu muss er zumindest erfolgreich wirtschaften. Die Politik will nichtmal das, sondern einfach nur an der Macht bleiben, egal wie. Selbst wenn die Hälfte der Bevölkerung verreckt, ist das einem Politiker egal, solange er dabei nur an der Macht bleiben kann.
Die Idee, dass die öffentliche Hand irgendwie "besser" ist als die Privatwirtschaft, ist marxistische Denke - und sie ignoriert, dass ein politischer Machtapparat genau dieselben massiven Defekte hat wie ein kapitalistisches Profitsystem. Das ist das entscheidende, was man aus Chernobyl hätte lernen müssen.

Soweit ich sehe, gibt es drei potentielle Richtungen:
  1. Bahnbrechende technische Neuerungen, verbunden ggfs. mit einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Infrastruktur. Das ist es, was hier überwiegend diskutiert wird, damit hätte man aber schon vor zig Jahren anfangen sollen, um überhaupt herauszufinden, was davon funktionieren kann.
  2. konsequente Selbstbeschränkung. Da wissen wir dass es funktioniert - ich hatte oben etwas über die Amish-People geschrieben, dazu sagt aber interessanterweise niemand etwas. Das will also offenbar niemand.
  3. Staatliche Regulierung. Das bedeutet: mehr Sozialismus, mehr Repression, mehr Armut. Der Staat als Super-Nanny. Das wollen alle Politiker, weil es für sie Machtgewinn bedeutet (und deswegen ist Greta so wichtig). Für das Klima wird es jedoch kaum etwas bewirken.
 

PMc

Well-Known Member
#67
Es hätte die Chance gegeben, seit über vierzig Jahren, das Ruder herumzureißen und vernünftige Sachen zu machen. (Natürlich hätte man von Anfang an und schon immer vernünftig sein können, aber spätestens seit Tschernobyl wäre es wirklich Zeit gewesen.)
Was haben wir gemacht?
Computer gekauft, um damit Spiele zu spielen!
Ich will das gar nicht weiter führen, die Liste unserer Verfehlungen ist lang, sehr lang. Das Versagen unserer Generation ist groß, sehr groß. Das müssen wir 50+ einfach einsehen. Wir sind unserer Verantwortung nicht gerecht geworden. Wir haben es verbockt.
Was bringt Dich denn auf diese Idee?

Wir haben die Computerei und die Netzwerke möglich gemacht.
Und warum ist das wichtig: dazu muss man die Geschichte anschauen.

Vor ungefähr 150 Jahren begann die Industrialisierung. Bis dahin haben die Leute in größeren Familien zusammengelebt, haben ihre Arbeit i.W. zuhause gemacht, und hatten einen minimalen ökologischen Fußabdruck.
Dann kam die Industrialisierung, und das bedeutet, man musste zur Arbeit irgendwo hin fahren, oder irgendwo hin umziehen, wo Industrie ist. Damit wurden die Familienstrukturen zerlegt, und Wohnsitz und Arbeitsplatz wurden voneinander getrennt. Damit ist überhaupt erst der ganze Mobilitätsbedarf entstanden (Berufspendler), und dazuhin ist eine Versorgungs-Infrastruktur nötig geworden, weil die Nahrungsmittel nicht mehr lokal/regional produziert wurden (Verstädterung).

Durch die Computerei können wir jetzt sehr viel Industrie automatisieren, und durch die Netzwerke können wir viele Tätigkeiten praktisch von überall ausführen.
Wir haben also jetzt die Werkzeuge, um die Fehlentwicklungen der Industrialisierung rückgängig zu machen, ohne dabei auf Technologie zu verzichten.

Ich für meinen Teil hab jedenfalls Computer nie zum Spiele spielen verwendet, sondern um genau diese Vision zu verwirklichen.
 

Soonwald

Well-Known Member
#68
...
Vor ungefähr 150 Jahren begann die Industrialisierung. Bis dahin haben die Leute in größeren Familien zusammengelebt, haben ihre Arbeit i.W. zuhause gemacht, und hatten einen minimalen ökologischen Fußabdruck.
Dann kam die Industrialisierung, und das bedeutet, man musste zur Arbeit irgendwo hin fahren, oder irgendwo hin umziehen, wo Industrie ist. Damit wurden die Familienstrukturen zerlegt, und Wohnsitz und Arbeitsplatz wurden voneinander getrennt. Damit ist überhaupt erst der ganze Mobilitätsbedarf entstanden (Berufspendler), und dazuhin ist eine Versorgungs-Infrastruktur nötig geworden, weil die Nahrungsmittel nicht mehr lokal/regional produziert wurden (Verstädterung).
....
Diese Thesen implizieren, dass der "ökologische Fussabdruck", hauptsaechlich mit Mobilität- Dingen wie Fahrt zur Arbeit, Fahrt in den
Urlaub, Fahrt zu Tante Emma zum Kaffee zu tun hat.

Der Anteil des durch Strassenverkehr produzierten CO2 liegt bei unter 18% !! Und da ist Personen und Güterverkehr schon zusammengerechnet

Ich meine, man sollte auch mal auf die anderen 82% schauen .. oder?
 

TCM

Well-Known Member
#69
Diese Thesen implizieren, dass der "ökologische Fussabdruck", hauptsaechlich mit Mobilität- Dingen wie Fahrt zur Arbeit, Fahrt in den
Urlaub, Fahrt zu Tante Emma zum Kaffee zu tun hat.

Der Anteil des durch Strassenverkehr produzierten CO2 liegt bei unter 18% !! Und da ist Personen und Güterverkehr schon zusammengerechnet

Ich meine, man sollte auch mal auf die anderen 82% schauen .. oder?
Gut, wenn wir schon dabei sind, warum schauen wir dann überhaupt auf die 2% von Deutschland?
 

Soonwald

Well-Known Member
#70
Gut, wenn wir schon dabei sind, warum schauen wir dann überhaupt auf die 2% von Deutschland?
Es ist doch letztendlich egal, wieviel % es sind.
Ressourcen müssen geschont werden - dem wird ja wohl niemand widersprechen.
Die Tatsache mit dem 18% Straßenverkehranteil am gesamt CO2 hab ich nicht deshalb hier benannt, weil ich der Meinung wäre - es würde alles nichts bringen und man sollte so weitermachen wie bisher ... Nein im Gegenteil! Aber ich denke man sollte die Menschen nicht verblöden und die Dinge schon richtig beschreiben und ins Verhältnis setzen.
Dazu gehören auch so unbequeme Wahrheiten wie: wenn ab sofort in der BRD kein Privat PKW mehr fahren würde - und alle Leute mit Fahhrad, Ochs- und Eselkarren oder Floß sich fortbewegen würden - und alle anderen Dinge würden so bleiben, wie sie derzeit sind... hätten wir immer noch ein höheren CO2 Ausstoß pro Kopf - als z.B. Frankreich!
 

PMc

Well-Known Member
#71
Der Anteil des durch Strassenverkehr produzierten CO2 liegt bei unter 18% !! Und da ist Personen und Güterverkehr schon zusammengerechnet

Ich meine, man sollte auch mal auf die anderen 82% schauen .. oder?
Ja natürlich - und?

Wenn Du diese Zahlen schon hast, dann wäre es hilfreich, wenn Du die übrigen größeren Brocken kurz genannt hättest. Ich finde das nämlich grad nicht. (Ich finde stattdessen zB das hier - was auch problematisch ist, denn man kann ja nicht einfach die Umweltbelastung auf die Industrie schieben, die nur das produziert, was dann von den Bürgern gekauft wird.)

Und dann ist es so, dass das CO2 mich erstmal gar nicht interessiert. Was mir Gedanken macht, ist zB, dass es nicht sinnvoll sein kann, das ganze vorhandene Öl zu verbrennen (weil das vielleicht in tausend Jahren mal jemand für was anderes brauchen könnte). Oder dass es nicht sinnvoll scheint, wenn Millionen von überwiegend gefrusteten Leuten jeden Tag zwei Stunden in einer Blechlawine sitzen.
Und wenn man diese Dinge zuende denkt -und dann tatsächlich verbessert!-, dann hat das ja automatisch auch einen Einfluss auf CO2. Aber das ist Nebeneffekt - die Hauptsache ist ein lebenswertes Leben. Jedenfalls seh ich das so - weil wenns nicht lebenswert ist, dann kann man sich gleich das ganze sparen.

Ein anderer Teil von den 82% dürften wahrscheinlich die Heizungen sein. Da gibt es auch Konzepte für Nullenergie-Häuser und dgl. - das ist aber nichts was mich fasziniert, denn ich hab kein Faible fürs Häuserbauen (ich kenn aber genug Leute die nichts lieber tun); meine Passion und Begabung lag bei den Computern. Auch da gilt: lebenswertes Leben - man widmet sich eben dem, was einen sowieso interessiert; für das andere gibt es andere Leute, die sich dafür interessieren.
 

Soonwald

Well-Known Member
#72
Ja natürlich - und?

Wenn Du diese Zahlen schon hast, dann wäre es hilfreich, wenn Du die übrigen größeren Brocken kurz genannt hättest. Ich finde das nämlich grad nicht. (Ich finde stattdessen zB das hier - was auch problematisch ist, denn man kann ja nicht einfach die Umweltbelastung auf die Industrie schieben, die nur das produziert, was dann von den Bürgern gekauft wird.)
...
Also ich habe hier nen Link zu nen Artikel im ManagerMagazin ... da steht allerdings der Verkehr mit 22% drin - wobei dann hier auch Flug- Schiff- und Bahn dabei ist.

CO2 anteilig

hier noch eine andere Darstellung der
Bundeszentrale fuer politische Bildung

https://www.bpb.de/gesellschaft/umw...r-treibhauseffekt?type=galerie&show=image&k=1

darin siehst Du, dass private Haushalte mit 11% eine noch geringere Rolle spielen.

Der Löwenanteil ist nun mal die Energiewirtschaft mit den Kraftwerken.
Das erklärt auch gut, warum Frankreich mit seinen vielen Kernkraftwerken so wenig CO2 pro Kopf entstehen lässt -
und ist auch der Grund, weshalb Macron so sehr auf teure CO2 Zertifikate hofft - dann wird das für Frankreich wie eine Gelddruckmaschine, denn die BRD wird sich ja freikaufen müssen - damit die Politkasper dem Volk erzählen können, dass sie
das Erreichen der CO2 Ziele hart erkämpfen LOL
 

PMc

Well-Known Member
#73
Hab Dank für Deinen Beitrag,

er benennt einiges was ich mir schon fast so dachte (zB betreffend Frankreich).

Also ich habe hier nen Link zu nen Artikel im ManagerMagazin ... da steht allerdings der Verkehr mit 22% drin - wobei dann hier auch Flug- Schiff- und Bahn dabei ist.

CO2 anteilig
Okay, dann lass uns da mal ein bischen drüber nachdenken. Klar ist wohl, dass egal ob das nun 15 oder 18 oder 22 % sind, es bestimmt nicht verkehrt ist auf eine Verringerung hinzuarbeiten.

Aber dann scheint es mir, dass in der öffentlichen Diskussion der Individualverkehr aktuell als das vorrangig größte Problem dargestellt wird. Siehe eben die Diskussionen zu SUV-Verbot, Tempolimits, oder Straßenblockaden. Und durch diese Eindrücke werde ich natürlich auch beeinflusst, auch wenn meine Philosophie primär freiheitlich ist (d.h. auch, der Mensch sollte nicht so sehr zur Mobilität gezwungen sein).
Deswegen bin ich dankbar dass Du das relativierst.

Wenn ich dann über die Hintergründe nachdenke, dann kommt mir folgendes in den Sinn: die Klima-Aktivisten haben eine große und deutliche Schnittmenge mit sozialistischen Ideologien. Das ist nichts neues, schon die Umweltbewegungen der 70/80er Jahre waren ziemlich deckungsgleich mit marxistischen Bewegungen, und die damalige Kritik an AKWs bezog sich nur zum Teil auf die dabei entstehende ökologische Sauerei, und mindestens gleichermaßen darauf, dass es sich bei AKWs um "kapitalistische" Großprojekte handele und man den Kapitalismus bekämpfen müsse.
Somit könnte man folgern, dass der Focus der Klima-Besorgten auf den Verkehr auch damit zusammenhängt, dass wir eine bedeutende Automobilindustrie haben, und dass man sich gar nicht so sehr um das Klima sorgt, sondern vielmehr darauf zielt, die "kapitalistische" Industrie endlich nachhaltig zu sabotieren.

Die Frage, wovon die Arbeiter dann ohne Industrie leben sollen, wird meist damit beantwortet, dass man ja auch ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert. Für mich ist das, wie auch die ganze marxistische Ideologie, sachlich nicht nachvollziehbar - aber das macht ja nichts. Die Märchen in der Bibel sind für mich auch nicht nachvollziehbar, und da genügte es völlig, Andersdenkende einfach als Ketzer zu verbrennen. Heute genügt es auch, Kritiker der linken Ideologien als "rechts" zu bezeichnen (was nur logisch ist) und das als gleichbedeutend mit "böse" zu erklären. Mithin nix neues.

Also weiter: In dem von Dir Verlinkten liegt der größte Anteil bei der Energiewirtschaft (und Industrie). Diese Energie wird nun nicht zum Spaß erzeugt, sondern weil sie gebraucht wird. Ein Teil davon fließt in die Privathaushalte, ein Teil in die Industrie. Die Industrie wiederum produziert Dinge, die letztlich von Privathaushalten verbraucht werden.

Somit dürfte auch dieser Anteil ganz wesentlich vom Verbraucher bestimmt sein - aber da würde es nichts helfen, demonstrieren zu gehen, sondern da müsste man bei sich selber und dem eigenen Konsumverhalten anfangen - was man verständlicherweise nicht will, denn eine Ideologie lebt fast immer davon, dass sie die feindlichen Anderen definiert, gegen die man sich solidarisieren muss.

Was die Statistik selber betrifft, könnte man diesen Anteil der Energiewirtschaft auch auf die tatsächlichen Endverbraucher umrechnen - ich denke, beide Darstellungen sind ebenso zulässig, und es kommt nur darauf an, wer die Statistik macht und mit welchen Prämissen - man kann nicht sagen, dass das eine oder das andere falsch sei, es kommt aber jeweils etwas anderes heraus - womit sich das zynische Bonmot des CCC erklärt: Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Das ist auch ein Grund, warum ich die CO2 Diskussion insgesamt und die Herumrechnerei im Besondern für nur sehr begrenzt sinnvoll halte: denn in die Berechnungen kann man viel Arbeit (und viel Diskussion) investieren, ohne dadurch soweit irgendwas zu verbessern.

Letztlich haben wir eine Summenformel, nämlich die Gesamtmenge (wo man sagt dass das zu viel ist), und die pro-Kopf-Umrechnung. Diese ist sinnvoll, weil es eben die Haushalte sind, die das alles auf die eine oder andere Weise verbrauchen. Das könnten wir auch noch weiterführen: es sind also die Menschen, die das Problem sind, und wir müssten doch eigentlich nur die Menschen loswerden!
Auch das ist noch nicht hinreichend abstrus, als dass es nur mir einfallen würde, sondern da gibt es auch eine Umweltschutzbewegung, die eben das verlangt: die Antinatalisten. Und der "Club of Rome" hat angeblich gefordert, man möge Frauen (in Industrienationen), die bis zum 50. Lebensjahr kein oder nur ein Kind haben, eine Prämie von 80.000$ für praktizierten Umweltschutz zahlen (Quelle).

Auch das ist nicht wirklich neu - schon in den 70ern, als die Friedensbewegung und der Feminismus populär wurden (die ebenfalls eng mit linker Ideologie verbunden sind), kam die Erkenntnis auf, dass doch alle Gewalt, alle Kriege, alle Ausbeutung, alle Umweltverschmutzung und alle Unterdrückung nur von Männern ausgeht, und dass es daher das beste wäre, wenn man Männer gleich nach der Geburt kastriert.

Nun passiert freilich der Geburtenverzicht sowieso ganz von allein: in den Industrienationen ist die Geburtenrate deutlich rückläufig - was Sinn macht, weil man mit zunehmender Automatisierung weniger Leute braucht.

hier noch eine andere Darstellung der
Bundeszentrale fuer politische Bildung

https://www.bpb.de/gesellschaft/umw...r-treibhauseffekt?type=galerie&show=image&k=1

darin siehst Du, dass private Haushalte mit 11% eine noch geringere Rolle spielen.
Hier ist interessant, dass die "Forstwirtschaft" mehr CO2 verursacht als der "Verkehr". Nun dachte ich eigentlich, dass die Bäume CO2 fressen, dieser Anteil also eigentlich negativ sein müsste. (Und es gibt ja eine Untersuchung aus der Schweiz, die besagt, dass wir "nur" etwa die Fläche der USA mit zusätzlichen Wäldern bepflanzen müssten, um das ganze Problem zu lösen.)

Wenn ich dem nachgehe, finde ich, dass hier nicht Forstwirtschaft gemeint ist, sondern Waldrodung, nämlich in den Tropen, um dort stattdessen Futtermittel für unsere Fleischproduktion anzubauen. Auch das liegt also im grunde am Endverbraucher, den privaten Haushalten.
Darüber könnte ich auch einen Aufsatz schreiben: dass jeder, der ein Feuer machen kann, auch ein Stück Fleisch in die Pfanne schmeissen kann, dass man aber kochen können muss, um aus Gemüse etwas Schmackhaftes zu fabrizieren. Die meisten Kantinen schaffen das bis heute nicht. Und auf derlei Umwegen kommt das auch wieder auf mein Voriges zurück, dass man nämlich in der Vorzeit (minus 100 Jahre) für die ganze Familie gekocht und gemeinsam gegessen hat, und die dabei verwendeten Kunstgriffe von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Da brauchte man nur am Sonntag Fleisch (oder konnte sich eh nicht mehr leisten) - was eh gesünder wäre.

Gucken wir doch mal, wo es besser läuft. Da finden wir etliche Länder, die das Idealziel von 2 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr erreichen. Da will aber komischerweise niemand hin. (Einige dieser Länder hab ich selber bereist, natürlich abseits der Touristenpfade, und ich finde, da lebt man gar nicht so schlecht.)
Gerade im Gegenteil, die globalen Migrationsbewegungen sind durchweg Bewegungen in Richtung von sehr viel höherem CO2-Ausstoß. Es handelt sich da zum großen Teil offenbar nicht um Fluchtbewegungen, sondern um Bewegungen hin zu mehr sinnlosem Konsum, hin zu mehr Wegschmeissen (also das was man üblicherweise "Wohlstand" nennt).

Der Löwenanteil ist nun mal die Energiewirtschaft mit den Kraftwerken.
Das erklärt auch gut, warum Frankreich mit seinen vielen Kernkraftwerken so wenig CO2 pro Kopf entstehen lässt -
und ist auch der Grund, weshalb Macron so sehr auf teure CO2 Zertifikate hofft - dann wird das für Frankreich wie eine Gelddruckmaschine, denn die BRD wird sich ja freikaufen müssen - damit die Politkasper dem Volk erzählen können, dass sie
das Erreichen der CO2 Ziele hart erkämpfen LOL
Und das sind genau die Art von Gründen, weswegen ich so sehr skeptisch gegenüber staatlichen Lösungen bin - denn da geht es nur um Eigeninteressen, um ein Hin- und Hergeschiebe von sog. "Sachzwängen" - sogar innerhalb Europas - und in größeren Zusammenhängen noch mehr.

Ich kenne über den Energieverbrauch leider auch keine Detaildaten, könnte mir aber gut vorstellen, dass auch eine exportorientierte Industrie viel Energie braucht - für Produkte, die dann letztlich anderswo Nutzen bringen. Wenn man also die Waldrodungen in den Tropen auf den hiesigen Endverbraucher umrechnet, dann müsste man eigentlich den Energieverbrauch der Exportindustrie ebenso auf die ausländischen Käufer umrechnen - auch so ein Spielchen mit Statistiken.

Ansonsten denke ich, man kann als Privatmensch nur im eigenen Einflußrahmen versuchen, die Zusammenhänge, die man erkennt, zu optimieren. Dazu braucht es aber mehr Bewusstheit zur Selbstverantwortung. Demonstrieren zu gehen und nach dem Staat zu rufen zielt in eine andere Richtung: hin zu mehr staatlicher Einflußnahme und Reglementierung, was nunmal das Gegenteil von Selbstverantwortung ist.

Vor allem aber müssen wir aufpassen, dass wir in diesem ganzen Wahnsinn nicht den Kopf verlieren und dann auf die Gleise irgendwelcher Fanatiker geraten - denn davon gibt es leider viel zu viele.
 

pit234a

Well-Known Member
#74
Siehe eben die Diskussionen zu SUV-Verbot, Tempolimits, oder Straßenblockaden.
verzeiht mir, ich habe noch nicht fertig gelesen und möchte trotzdem an der Stelle schon mal einhaken, weil das eben gut passt.
Es ist doch purer Luxus und geradezu ein Zeichen von Dekadenz, dass so viele Leute glauben einen SUV fahren zu müssen, obwohl die Dinger sau teuer sind und vollkommen unnötig viel Sprit verbrauchen, aka CO2 fabrizieren.
Ich denke, dass man hier nicht nur nach dem Anteil schauen darf, den ein Fehlverhalten insgesamt zur Belastung beiträgt, sondern durchaus auch darauf, wie einfach solch ein Verhalten verändert werden könnte, ohne direkten Schaden oder wirklich großen Verlust an Freiheit zu bedeuten.
Auch dann, wenn es im Endeffekt nur wenige Prozent insgesamt ausmacht, ist dir Forderung für mich deshalb plausibel und nachvollziehbar.

Natürlich sieht jeder seinen eigenen Punkt. Ich hätte absolut keine Probleme damit, Flugreisen total zu verbieten oder Benzin getriebene Motorräder, die nur dem Freizeitvergnügen dienen. Auch auf Rennsportveranstaltungen kann ich gut verzichten.
Eben auch auf SUVs.
Da ganz offenbar freiwillig keine Einschränkung erfolgt und weiterhin Protzgehabe gefördert wird, sind entsprechende Vorschläge nach Verboten schon angesagt. Man muss ja mal irgendwo die Diskussion beginnen.
 

pit234a

Well-Known Member
#75
ich bin immer noch den letzten Beitrag am Lesen, weil ich aber dabei tatsächlich grinsen muss, möchte ich ein unqualifiziertes Fazit einschieben:
Bei etwa jedem zweitem Satz rege ich mich auf und möchte Einspruch! rufen, so stimmt das nicht, so ist das nicht, man muss das anders sehen!
Und bei jedem gefühlten dritten Satz denke ich: Ganz genau, so ist das, da hat er Recht, das muss doch so gesehen werden!

Leider keine Zeit und Muße, genauer hin zu sehen. Aber irgendwie cool und sicher wird noch weniogstens eine Antwort von mir dazu kommen müssen.